SCHALUNG AUF ODER ZWISCHEN DIE SPARREN?

15.02.2007



hallo,
wir werden demnächst mit Schafwolle unser Dach dämmen. aus optischen und platzgründen überlegen wir nun die schalungsbretter zwischen die Sparren anzubringen (anstatt einer Verschalung über die sparren.
konkret schaut es bei uns folgendermaßen aus: wir haben ein Kaltdach mit diffubahn, haben die alten träme aufgedoppelt und im falle einer verschalung über die sparren 24 - 25 cm platz für dämmmaterial, d.h. auch genügend platz für Dämmung bzw. verschalung auf an den trämen angebrachten leisten zwischen den sparren. welche vor- nachteile bringt diese variante mit sich? für mich ist ein absoluter vorteil das sichtbar-lassen der alten träme; ein evt. nachteil die kältebrücke...? - ich bitte um eure meinungen, erfahrungswerte, tips.
ich verbleibe mit dankenden worten
sandra



Beachten Sie bitte die Mottengefahr bei Schafwolldämmungen!!!!





Wie soll die erforderliche



Dampfbremse (luftdichte) eingebaut werden, wenn die Verschalung zwischen den Sparren (=Träme ?)eingebaut werden solle?



schalungsbretter...



...kommen auf leisten welche an den trämen angebracht sind und auf diese wird vor dem nageln der bretter die dampfbremse (falls erforderlich) getackert. was meinen sie: hat die papierdampfbremse eher eine positive oder neutrale auswirkung?
grüße sandra



Die Dampfbremnse hat



gut und richtig verarbeitet eine positive Wirkung. Zwischen den Sparren eingebaut, gibt es aber so viele Stellen an denen eine mangelhafte Arbeit möglich ist, dass ich eine solche Konstruktion nicht empfehlen kann.
Außerdem ist es natürlich nicht damit getan eine Dampfbremse anzutackern. Alle Anschlüsse müssen sauber und luftdicht verklebt werden, sonst richtet sie nur Schaden an.

(ich habe erst später erkannt, dass hier verschiedene Fragen und Beschreibungen zusammen gehören)



Schalung auf oder zwischen die Sparren?



Mir ist zwar auch nicht ganz klar, wie Sie technisch gesehen die Dampfbremse einigermaßen dicht beim Verschluß der Felder hinkriegen wollen, aber davon mal abgesehen zu Ihrer Frage betreffs der Papierdampfbremse:
Ich zitiere aus einem Beitrag von Hartwig M. Künzel vom Fraunhofer- Institut, veröffentlicht im WTA- Journal 1/03:

..."in vielen Fällen bietet auch der Einsatz von Dampfbremsen mit moderaten sd- Werten (2 m bis 5 m) ausreichende Feuchtesicherheit. Bei erhöhter Baufeuchte oder außen dampfdichten Bauteilen sind diese, in letzter Zeit verstärkt auf den Markt kommenden Dampfbremsen, weniger geeignet. Das gilt insbesondere für Dampfbremsen aus Kraftpapier, da sie nach einer Befeuchtung ihre ursprüngliche dampfbremsende Wirkung nicht wieder zurück erlangen. Außerdem sind sie extrem anfällig für Schimmelpilzwachstum, wie die Erfahrungen im praktischen Einsatz gezeigt haben. Ihre Anwendung sollte daher auf außen diffusionsoffene Konstruktionen beschränkt bleiben.
... die neuen Dampfbremsen stellen keine Alternativen zu einer sorgfältigen Verarbeitung dar..."

Ich hoffe, ich konnte Ihnen damit weiterhelfen.

Viele Grüße
Georg Böttcher