Alte Sparren in der Scheune nass im Nebel!?

22.10.2012



Kann mir jemand sagen warum die Sparren in der Scheune nass werden(bei Nebel, oder wenn es drfaußen sehr Feuchte Luft ist). Und man sieht Salzausbluhungen an den nassen Sparren. Könnte es mit dem Dampf vom Schweinestahl und Kartoffelsilo von früheren Zeiten kommen. Das Gebäude wird ins Wohnhaus umgebaut und Dach soll gedämmt werden. Brauche gute Aufklärund vom Fachmann!
Herzlichen Dank!
Igor.



Achtung



Fachmann (ich nicht) braucht gute Fotos vom Mann vor Ort ....





Hallo,

die Salzausblühungen können im Prinzip folgende Ursachen haben:
1. das Holz wurde geflößt (Weser ist z.B. stark salzbelastet)
2. es sind Salze aus dem Holzschutzmittel
3. es sind Salze aus früherer Viehhaltung.

Da sich auf trockenem Holz kaum Kondensat bildet, nehme ich an, dass die hygroskopischen Salze Luftfeuchtigkeit ziehen.
Der optische Eindruck ist auffälliger als der vom Kondensat, da sich Kristalle bilden.

Grüße





Das hört sich so an, als wenn man einmal ein paar größere Späne von den Dachstuhlsparren in einem Labor untersuchen lassen sollte, bevor man das Gebäude als Wohnhaus nutzt.





Hingucken hat noch nie geschadet.

Grüße





Hallo Leute!
Danke für die Antworten! Die Hölzer (Sparren) waren nach Opas Erzählung in der Elbe im Wasser transportiert, ob es eine Holzbehandlung mit Holzschutzmittel stattgefunden hat könnte nur eine Laborunfersuchung zeigen,und die Sparren habe ich im August verstärkt(mit Halzbohlen 4/26 cm. beidseitig) und die Schalung und Deckung sind schon drauf. Also wir fangen schon mit Innenausbau an. Als es geregnet hat(ohne Deckung) wurden die Sparren sowiso nass, haben aber dann immer wieder ausgetrocknet. Jetzt, seitdem die Deckung drauf ist(etwa Monat) habe ich keine nassen Stellen mehr gesehen bis Vorgestern, es war ein dichter Nebel und im Haus wurden alle Gegenstende mit glatten Oberflächen nass(die riesen Fensteröffnungen einschließlich zwei Tore 4x4 meter sind offen!) . Lange Rede kurzer Sinn. Hat jemand Erfarung mit solchen Sachen? Ich brauche einen guten Rat. Wenn ich die Dämmung zwischen Sparren vorgenommen habe sollte es lieber Natutmaterial sein(Holzfaser/Hanf....) oder würde auch Mineralwohle kein Problem bereiten?. Vielleicht ist das nur, weil im Gebäude sehr feucht war. Wenn die Fenster drin sin kommt es gar nicht dazu? Die Scheine bereite ich schon seit 3 Jahren vor umzubauen und ist mir die Nässe an den Hölzer nie aufgefallen,alles sah immer trocken aus... also brauche Tipps !
Danke!
Igor.



Kondensat...



...an trocknem Holz ist sehr wohl möglich, das ist einfach eine Frage der Temperatur.

Die des nachts in ihrer (zugigen?) Scheune ausgekühlten Balken haben tagsüber mit wärmerer und feuchtehaltiger Luft zu tun. Diese kondensiert und mobilisiert Salze im Holz, die an die Oberfläche wandern.

Holzschutzmittel sollten besser im Vorfeld ausgeschlossen werden, das vor Jahrzehnten beliebte Hylotox bildet feine weiße Nadeln.

Igor, wenn Du magst, komme ich 'mal auf einen Tee längs bei, ich habe in der Ecke immer 'mal etwas zu tun.

Grüße

Thomas





Hallo,

nach Ihrer Erzählung geht die Wahrscheinlichkeit doch in Richtung "natürlicher" Imprägnierung durch Flößen. Dann brauchen Sie sich wenigstens über Pilze und Insekten keine verschärften Gedanken zu machen.
Ja sicher, auch auf Holz gibt es Kondensat, wenn die Taupunkttemperatur unterschritten wird. Beim gegenwärtigen Wetter ist das fast jeden Abend der Fall. Ablüften tagsüber ist dann angesagt.
Wenn einmal die Fenster drin sind und der bau dicht, hört das auf.

Grüße



Vom...



Flößen in der Elbe kommen die Salze aber ganz bestimmt nicht.

Der bekannte Holzschutzeffekt des Flößens beruht auf der Ausspülung wasserlöslicher Holzinhaltsstoffe.

Grüße

Thomas





Hallo und Danke Danke gleich!
Thomas Du kannst mal gern vorbeischauen und dir das Ganze anschauen und überhaupt würde ich mich freuen auf Besuch von den Altbausanierfungsliebhaber da ich eine aussergewöhnliche Sache mit der Horizontalsperre gegen Feuchte mit integrierter Wärmedämmschicht aus Foamglasplatten (Schaumglasplatte) die einschließlich mit der Dämmschicht auf der Bodenplatte und Aussendämmung eine komplet geschlossene Wärmedämmhülle bildet unternommen habe.Das Gebäude steht natürlich auf komplet neuem(vom Statiker ausgerechnetem) Fundament,die Wände sind vom Erdreich nach unten auf 1m Tiefe mit Hand untergraben ,entfernt,gegossen, mit der Dämmplatte und Schweißbahn versehen und untermauert. Sind etwa 4-5 Monate täglicher harter Arbeit und etwa 3t.€, ich hoffe es wird sich lohnen.Also wer sich anschauen möchte , mal einfach vorbeikommen in Sachsen, Niederau OT Großdobritz(8km.von Meißen, 20km von Dresden) Dresdnerstr. 37, Schmidt Igor. 0176/64154246 .



Das klingt interessant;



ich melde mich mal nach den Herbstferien. Jetzt bin ich erst 'mal auf dem Sprung in's Thüringer Fachwerk.

Grüße

Thomas