Sparren, Platte, Wärmebrücke, proclima, Platten

25.11.2005



Der Winter ist nun da, wir immer noch in unserer Gartenhütte und es entspinnt sich die Frage nach der Dämmung des Daches. Fest steht, dass wir mit Iso-Floc dämmen möchten. Es gibt nun zwei Meinungen zur Verlängerung der Sparren:
1. Sparren seitlich Aufdoppeln oder
2. Sparren stirnseitig aufdoppeln
Unserer Zimmerer vertritt die Ansicht, dass bei neuen Sparren, die ja sehr glatt sind an der Stirnseite, es unnötig viel Aufwand ist, diese seitlich zu doppeln, die Wärmebrücke sei dieselbe.
Der Handwerker, der die Flocken einblasen möchte und Isofloc selbst sind der Ansicht, dass unbedingt eine seitliche Aufdoppelung erfolgen muss, um die Wärmebrücke so gering wie möglich zu halten.
Der gesamte Aufbau des Daches von außen nach innen: Dachtonpfannen (schon vorhanden), Holzfaserweichplatte zwischen die Sparren, als leicht gespannten Bogen angebracht wegen Wasserablauf, Sparrenaufdoppelung, als Putzträgerplatte evtl. Schilrohrplatten, dann Lehmputz, der Hohlraum mit Iso-Floc gefüllt.
Mich würde es sehr interessieren, was die fachliche Welt des Forums hier von den unterschiedlichen Arten der Sparrenaufdoppelungen hält.
Bedanke mich jetzt schon für die bestimmt interessanten Beitrage.

mit äußerst neugierigen Grüßen
Neda



unwesentliche Unterschiede-der Isoflocker meinst gut mit Ihnen



da Sie sowieso einen perfekten Aufbau gewählt haben, ist die Aufdoppelungsvarinatenwahl nicht so wichtig.



Unterseitige



Schilfmatte verhindert Wärmebrücke. Der Unterschied zwischen einer seitlichen und einer unterseitigen Aufdickung ist unerheblich. Im übrigen gint es im Neubaubereich immer durchgängige Sparren und hier spricht, wenn es sich nicht gerade um ein KFW40 oder ein Passivhaus handelt, niemand von Wärmebrücken.





Vielen Dank für die Antworten,
genau diese Meinung vertrat ich auch, insbesondere den Aspekt bei Neubauten und den durchgängigen Sparren.
Hier nun doch noch eine Frage: der Isoflocker ist der Meinung, man solle eine Folie (z.B. proclima vd2)zur Rauminnenseite anbringen, darauf eine Lattung und dann den Putzträger wie etwa die Schilfrohrplatten. Mir erscheint dies ein zu großer Aufwand zu sein. Ich würde lieber die Folie weglassen und direkt auf die stirnseitige Aufdoppelung der Sparren die Putzträgerplatte anbringen, evtl. auch OSB-Platten, steif genug sind sie ja auch, darauf dann Schilfrohrmatten tackern und Lehmputz.
Wäre sehr nett, wenn mir jemand auch diese Fragen noch beantworten würde, es eilt, denn wir versinken in unserer Gartenhütte im Schnee!!!!!!!!!

LG
Neda



Gerne antworte ich hier noch mal



Das Baupapier ProClima DB+ ist in Ordnung, besser ist die ProClima Intello. Beim Einbau dieser Bahnen lassen sich alle Anschlüsse an einbindende Bauteile und Durchdringungen leicht herstellen und die geforderte Luftdichtigkeit ist hergestellt. Das gleiche Ergebnis kann ich auch mit der OSB-Platte erreichen. In diesem Fall müssen aber alle Stoßstellen mit Klebebändern überklebt werden. Auch die Anschlüsse an die einbindenden Bauteile und Durchdringungen müssen natürlich mit geeigneten Klebeverfahren sicher luftdicht abgeschlossen werden. (zur Erklärung: Luftdicht heißt nicht diffusionsdicht)
Achten sie auf jeden Fall auf das Gewicht der Gesamte Konstruktion. Nicht jeder Dachstuhl verträgt eine solche Last und die Aufdickung ist nicht immer eine statische Verstärkung der Sparren.