Spannbahn nicht difussionsoffen und nun ???

26.11.2004



Hallo Gemeinde,

ich würde gerne den Dachboden meines 200 Jahre alten Fachwerkhaus dämmen. Leider ist die Folie unbekannter Herkunft (bestimmt dicht).
Von einem Isofloc Fachbetrieb wurde mir gesagt das ich die Spannbahn links und Rechts der Sparren abschneiden muss. Zwischen den Sparren soll ein Dachlatte von oben nach unten gehen. Dann kommt eine Bituminierte Weichfaserplatte drauf. Links und Rechts wieder Dachlatten auf die Bitumplatten, so das das ganze einen leichten Bogen ergibt. Dann Isofloc usw.

IST DAS SO OK ??? Ich traue mich nicht die Folie zu zerschneiden !!!

Danke für jeden Hinweis so mal im Vorraus.

Gruss

Marian



Genau richtig!



Die vom Isofloc Fachbetrieb vorgeschlagene Konstruktion ist genau richtig. Ich lasse die Folie zwischen den Latten noch 1 bis 2 cm überstehen, so dass sie noch einen gewissen Schutz für die Fuge zwischen Sparren und Latte bei einem Schaden in der Dacheindeckung bildet.
Du musst bitte darauf achten, dass die Dämmung ausreichend dick ist U-Wert 0,30 W/(m²K), kommst also nicht umhin die Dachfläche nach innen aufzudicken. (ca. 140 mm Isofloc + 22 mm Pavatex Isolair l, unter Vorbehalt, da ich die Örtlichkeit nicht kenne)
Es gibt noch eine 2. Lösung, wenn man die Folie nicht zerschneiden will. Die gleiche Konstruktion aber zwischen Holzweichfaserplatte und Folie mindestens 4 cm Hinterlüftung. Es muß aber eine Zuluft an der Traufe und eine ausreichende Abluft am First gewährleistet sein. Bei dieser Variante verliert man natürlich 2-4 cm an der Raumhöhe.



Entwässerung



Lieber Marian

Schneide die Folie nicht direkt am Sparren ab, sondern lass 6 - 7 cm stehen, anschließend baust du die Konstruktion wie vom Isofloc Fachbetrieb beschrieben. Der alte Folienstreifen auf den Sparren liegt dann über der neuen Konstruktion und das Dach hat eine lückenlose zweite Entwässerungsebene.
Rechts ein Schema der Konstruktion.

Gruß


Lutz



Spannbahn nicht difussionsoffen und nun ??? Vielen Dank



Hallo Gemeinde,

ich danke euch für die Anworten. Es bestärkt mich es auch so durchzuführen. Da ich Laie bin kann ich mir nicht so recht ne Meinung bilden. Ein wenig Hintergrund. Unser Nachbar ist Architekt im Ruhestand. Als er die Bitum-Platten gesehen hat, hat er das "Ökomist" in Grund und Boden geredet. Na was soll ich sagen. Ich bin Laie und werde dann auch unsicher.

Danke Nochmals.

Gruss

Marian

P.S: Ein Frage hätte ich noch. Zwischen den Sparren zwei sind Dachfenster eingebaut. Muss ich da nicht auch eine durchgehende Hinterlüfung von der Traufe bis zum First herstellen ??. Zwischen den Fenstern sind ca 10 cm Platz. Soll ich da so ne Art Kanal bauen ??



Spezialisten



Lieber Marian

1. Unser Architekt im Ruhestand scheint irgendwelche traumatischen Erlebnisse gehabt zu haben oder er geht langsam in Richtug unbeweglichen Altersstarrsinn.
Zeig doch einmal deine soziale Kompetenz und sortiere seine Äußerungen nach realen Erfahrungen und nach geliebten Vorurteilen durch.

2. Die Bastelei bei Durchdringungen (Fenster Kamin etc.) hast du immer. Die meisten "Fachhandwerker" denken oft nicht darüber nach und Verlegen bis zur Durchdringung und fangen dahinter neu an. An eine gute Schürzenbildung wird einfach oft nicht gedacht.
Schön das du mitdenkst, dann muss es doch klappen.