Zwischensparrendämmung ohne Unterspannbahn???

06.03.2005



Hallo,
ich hab vor kurzem ein 105 jahre altes haus erworben und stehe nun vor einem (oder auch mehreren) problemen...:-) ich möchte das Dach ausbauen, doch das ist absolut nicht isoliert, das heisst auf den Sparren sind dachlatten drauf und auf den latten die "S"-förmige dachpfannen...keine unterspannfolie!!! könnte mir jemand ein rat geben welche kostengünstige möglichkeit es gibt um das dach zu Isolieren (geld ist einer der probleme die ich habe) :-) hab von Zwischensparrendämmung gehört, aber ist es überhaupt möglich/sinnvoll ohne unterspannfolie????

gruß darius





Lieber Darius

Fahre mal mit der Maus auf die rechte Zeichnung und klicke auf Orginalgröße.
Die von uns beschriebene Lösung stellt natürlich nur einen Kompromiss (Ich nenne sie immer die 85% Lösung) dar. Für die Sparren besteht hier natürlich keine Sicherheit. Richtiger wäre: Abdecken und eine durchgehende zweite Entwässerungsebene einbauen.

Gruß

Lutz



Danke für Deine Antwort.



Hallo Lutz,
ich teile deine meinung 100% doch im moment ist es nicht möglich das dach neu zu decken....(das geld problem..:-) )
was bedeutet aber "Für die Sparren besteht hier natürlich keine Sicherheit"??? bedeutet das dass die sparren unter umständen zerstört werden? durch feuchtigkeit? für wie lange wäre die von dir vorgeschlagene möglichkeit vertretbar bis es für die sparren kritisch wird???

gruß

darius



Spekulationen



Hallo Darius

Deine Frage lässt sich überhaupt nicht beantworten. Hier spielen zu viele Faktoren mit. Wenn keine Undichtigkeiten der Ziegel in Sparrennähe auftauchen wird es nie Probleme geben. Wenn Undichtigkeiten in der Näöhe von Sparren entstehen dann stellen sich die Fragen, wie undicht?, wie lang?, wie ist die Restkonstruktion ? etc.

Gruß

Lutz





Hallo,

ein interessantes Thema, denn ich stehe leider vor dem gleichen Problem.
Geld für neue Dachdeckung wird wohl erst in ein paar Jahren verfügbar sein und eine Unterspannbahn sucht man leider vergebens.

Mein Haus ist Baujahr 1961.
Das Dach ist zwar ausgebaut, aber die Dämmung werde ich wohl komplett austauschen, denn das ist so dünnes wattezeug und dahinter zum Raum hin schwarze Folie.

Daher ist diese 85% Lösung sehr interessant.
Wie sieht es mit Feuchtigkeitsbildung oder Schwitzwasser aus ? Welche Folie nimmt man am besten dafür ? (als zweite Entwässerungsebene) ?

Bei dieser Lösung könnte man dann doch nachher auch alle weiteren Arbeiten von aussen erledigen,
z.B. decken, komplette Unterspannbahn, Gegenlattung zur Lüftung usw...

Viele Grüße
Michael



Dämmung von innen



Hallo
Das System, das Herr Parisek vorgeschlagen hat können Sie ruhig einsetzten! Ich würde unter die li + re angebrachten Dachlatten (siehe das Bild-die Latten hochkant neben die Sparren geschraubt) eine 2,5 cm dicke imprägnierte Holzfaserplatte einpassen, darunter dann mit Hozfaserdämmkeilen auf Sparrenhöhe auffüllen; als Luftdichte Schichten noch zwei versetzte Ebenen Holzfaserdämmplatten; 25 mm Schilfplatte und dann mit Lehm Verputzen (teilweise mit integrierter Wandheizung in den Schrägen)
Später können Sie dann von oben weitermachen!
Im Normalfall sollten Sie nach 4 - 5 Jahren das dann von oben richtig machen! So viel man hier aus der Ferne sagen kann! Die Knackpunkte sind die Anschlüsse an die anderen Bauteile!! Das sollte man richtig planen! Aber da wird ja lieber gespart!
Aber das hat ja Herr Parisek eigentlich alles auch schon geschrieben!
mfG
Florian Kurz