Dachdämmung zum späteren Ausbau zum Wohnraum

27.01.2013 polo86freak



Hallo zusammen,

Ich habe kürzlich ein Haus gekauft und bin da mehr schlecht beraten worden.. naja jetzt muß ich das beste daraus machen.
Es ist ein Fachwerkhaus Bj, unbekannt mit einen Anbau den ich auf 1950 schätze. Da wir gerne im Dachgeschoss 2 Kinderzimmer, ein Schlafzimmer sowie ein Bad einbauen wollen mach ich mir Gedanken zwecks der Dämmung. Abdecken kommt vorerst nicht in Frage da die Ziegel noch recht gut in Schuß sind. Deswegen müssen wir zwischensparrendämmen.
Habe mir auch schon was ausgedacht; ich hätte gerne eine Holzfaserdammplatte (Stärke 35mm) und dann noch Hanf eingebracht in der Stärke von min. 180mm da diese Materialen das Kondenswasser speichern können bzw. wieder abgeben können und auch jeder Schädling sich die Zähne ausbeißt. Mein Problem da die Dachsparren alles andere wie parallel laufen wie bekomme ich die Holzfaserplatte dicht? Beim Hanf mache ich mir keine Sorgen diesen kann man großzügig schneiden damit das klemmt. Aufdoppel ist klar bei der Dämmdicke. Dann wäre noch eine Folie reingekommen, Konterlattung und eine Gibskartonplatte 9,5mm. Alles für den Wohnraumbereich.

So was mach ich jetzt mit dem Raum wo das Badezimmer rein soll???

Anbei mal ein Bild vom Dachstuhl.

mfg Jan



Abdecken kommt vorerst nicht in Frage da die Ziegel noch recht gut in Schuß sind.



Hallo, warum nicht alles nur mit Hanf dämmen und später wenn das Dach umgedeckt wird noch eine Holzfaserplatte aufbringen?

Aber was sind das für dunkle Stellen an den Dachpfannen?
Zieht hier schon Wasser durch???

Mit Grüßen Danilo



ich



kenne nicht den Grundriss vom Haus, aber ein großes Bad gehört ins EG. Jeder, der auf Dt Straßen unterwegs ist, kann eines Tages im Rollstuhl landen - und was dann. Außerdem sind alle Abdichtungsarbeiten etwas aufwändiger. Ein "Gäste-WC" würde hingegen sinnvoll sein. Aber das Familienbad in EG!!!



Dachausbau



Wie groß ist denn der zur Verfügung stehende Raum im Dachboden (Länge x Breite x Höhe bis First)?

Viele Grüße



...



Hallo Jan,

wenn die Dachsteine noch so gut sind, würd ich mir die Arbeit mit dem abdecken überlegen. Die Steine kann man ja hinterher auch wieder verwenden.

Für eine untergebastelte Zwischensparrendämmung brauchst du auch bei Hanfmaterialien zusätzliche Aufbauhöhe für Hinterlüftung und zweite Dichtungsebene gegen Feuchte von Außen. Die Sparren sehen dafür etwas "mikrig" aus und die Frage ist, ob sich überhaupt eine hinreichende Luftzufuhr über die Traufe realisieren läßt.

Ich wüde mir die Arbeit machen! ... Von außen dann eine Aufsparrendämmung die gleich eine vernünftige Winddichtung und diffusionsoffene Unterdeckung ergibt. Eindeckung mit Konterlattung wegen Hinterlüftung (Sommerhitze und Abtransport Diffusionsfeuchte). Zwischen die Sparren einen möglichst schweren Dämmstoff für den sommerlichen Wärmeschutz (ggf. Statik prüfen lassen) und von innen eine ausreichend dampfbremsende Verkleidung. ... Dann wirst Du, abgesehen von den Dachsteinen, möglicherweise dann auch die nächsten 30-50 Jahre ruhe damit haben.

Gruß aus Berlin,



Naja



es gibt fertige Systeme, bei denen die Holzfaserplatten (mit Distanzlattung) den Schlagregenschutz und die Hinterlüftung sicherstellen. Die müssen dann aber eben auch dicht an die Sparren anschließen, sonst wird das nix.

Letztens hatte ich das Vergnügen zu sehen, wie hier vor 15 Jahren von Fachfirmen ein Teil des Dachs gedämmt wurde. Biberschwanz (verstrichen) auf Latten. Innen eine Folie angetackert, Steinwolle rein, noch eine Folie drüber und Gipskarton drauf. Schalen konnte/wollte man den Bereich wohl nicht, da das nur ein kleines Stück einer Mansarde über drei Viertel der Hausbreite ist. Schäden sieht man keine, aber das ist wohl eher Glück. Jetzt ist das Ganze nach dem Brand wieder offen und wird wohl ordentlich gemacht, nachdem jetzt das ganze Dach erneuert wird.





Hallo, also die gesamte Größe liegt bei l 17,5mtr b 7,8mtr und die Höhe bis zum First liegt bei 5,10mtr.

Bin echt am straucheln was ich jetzt nehmen soll???

Wollte eigentlich ein Naturprodukt zum dämmen nehmen, aber was bringt es jetzt eine Menge an Geld in die Dämmung zupacken und nach 5 oder 10 Jahren alles wieder rausreißen müssen weil die Sparren nichts mehr taugen. Oder gibt es eine alternative?

Bin echt schlecht beraten worden, das ich sanieren muß das war mir vorher auch klar aber das es so dicke kommt.



Moin Jan,



ausblasen lassen mit Zellulose wäre auch noch eine Variante.

Kostet ab 50€/netto/m³, wenn du alle Vorarbeiten tätigst.

www.climacell.de / www.isofloc.de

Gruss, Boris



Dachdämmung



Bei der Größenordnung ist erst einmal Spielraum vorhanden, Sie müssen nicht um jeden Zentimeter kämpfen. Dann sehen mir die Sparren sehr schwach aus, ohne Verstärkung kommen Sie wohl nicht aus. Immerhin wiegt der Ausbau ja auch etwas.
deshalb bietet sich bei Ihnen an, die Dämmebene nicht zwischen, sondern komplett unter die jetzige Sparrenlage zu bringen. Dazu müssen die Sparren erst einmal verstärkt/aufgedoppelt werden. Das geht mit auf die Sparren unterseitig aufgedübelten und geschraubten Kanthölzern. Vorher kommt auf die alten Sparren eine Unterspannbahn. So steht ihnen der Raum zwischen Ziegel und alter Sparrenunterseite als Belüftungsebene zur Verfügung.
Falls es mit der Höhe Probleme gibt, muß in der Phase auch die Zangenlage etwas nach oben versetzt werden.
Dann kann es normal weitergehen:
Dämmung zischen die Aufdopplung,
Dampfbremse,
Traglattung,
Zusatzdämmung zwischen Traglattung,
Gipskarton.

Viele Grüße





Hallo Herr Böttcher, Ihr Vorschlag klingt gar nicht so schlecht. Wie stark würden sie den die Verstärkungshölzer wählen für die Aufdopplung? Die Unterspannbahn müsste dann am Kniestock nach außen laufen damit evtl. Kondensat bzw. Wasser nach unten ablaufen kann. Hinterlüftungsraum wäre dann genug da. Falls später mal ein Sparren zwecks defekt gewechselt werden muß kommt man von außen gut dran. Noch was,da die "alten" Sparren zum Teil bzw. fast alle nicht dem Normbalkenmaß entsprechen (sind mehr rund als rechtwinkelig), wie kann man dann die neuen Balken/Aufdopplung an die krummen Sparren anbringen damit das System hat bzw. vernüftig hält? Mittels seitlichen Blechlochschienen???

mfg



Dachdämmung



Ihre Fragen gehen schon zusehr ins Detail als das man sie aus der Ferne, mit einem Foto und ein paar wenigen Angaben klären könnte.
Das geht nur vor Ort. Dafür sollten Sie sich einen ordentlichen Zimmerer besorgen der Ihnen Dämmung und Verstärkung einbaut.

Viele Grüße