Aufsparrendämmung

11.03.2006



Guten Tag zusammen.

Wir haben ein Fachwerkhaus aus der letzten Hälfte des 18. Jh. erworben. Im Dachstuhl sin wiederverwendete Eichensparren mit den Abmessungen 18x20 verwendet worden. alle Sparren sind soweit in Ordnung. Da diese insgesamt echt klsse aussehen und wir das Dach sowieso erneuern müssen, würden wir ganz gern auf den Sparren dämmen und oberhalb der Sparren zunächst mit Leinöl behandelte Rauspundbretter aufbringen. Im Dach befinden sich zwei Gauben sowie zwei Kamine.
Mein Zimmermann sagte nun, es gebe erhebliche Probleme bei der Aufsparrendämmung im Bereich der Anschlüsse an die Gaueben und an das adrunterliegende Geschoss. Dieses wird von Innen mit (von Außen nach Innen) Ansatzlehm - Holzweichfaserplatte - Thermohanf - Lehmbauplatte - Lehmputz gedämmt. Hat vielleicht jemand einschlägige Erfahrungen. Ich tu mich nämlich echt schwer damit, zwischen den Sparren zu dämmen. Welcher Dämmstoff ist denn dann im Dach der Richtige?

Schon mal den besten Dank fürs Lesen





Hallo

verfolgen Sie Ihre Idee mit den sichtbaren Sparren. Alle Probleme lassen sich lösen und lassen Sie sich nicht verunsichern

Grüße

Jochen Engelhardt.



Sicher möglich



aber teuer. Die Anschlüsse bzw. die Herstellung der erforderlichen Luftdichte ist lösbar, aber aufwändig. Das richtige Material ist vermutlich Holzweichfaser. Da es aber hier einen Übergang von Außendämmung auf Innendämmung gibt, empfehle ich eine akurate Planung der Details damit es später nicht zu Bauschäden kommt. Die von der Firma Pavatex vorgegebenen Details dürften hier nicht passen, können aber vielleicht umgearbeitet werden (aber nicht vom Zimmermann oder Dachdecker! suchen sie sich einen Planer, Sachverständigen oder Baubiologen, der diese Dinge übernimmt). Es gibt auch Lösungen mit einem doppelten Dachstuhl und einer Zellulosedämmung.
Ein weiterer Punkt der beachtet werden sollte ist der durch die Aufdachdämmung entstehende breite Ortgang bzw. eine entsprechend dicke Konstruktion an der Traufe. Auch hier ist etwas Entwurfsgeschick gefragt, sollen die Proportionen nachher noch stimmen.





Hallo Herr Neve,

Das vorwiegende Problem bei einer nachträglichen Aufdachdämmung liegt weniger an Gaubenanschlüssen und Kamindurchdringungen, sondern mehr am Traufbereich.
Da die Sparren durch die Wand gehen und es zu einer Fugenbildung kommt haben wir somit ein Dichtheitsproblemen (Wärmebrücken).
Wobei dies auch mit einer vernünftigen Detailausbildung bewältigt werden kann.
Als alternative Zwischensparrendämmung gibt es Lehm-Hobelspandämmung oder Zellulose, die beide im Einblasverfahren eingebaut werden.

Grüsse Thomas K.



J.Neve



Besten Dank schon mal für die hilfreichen und motivierenden Antworten! Wir werden uns jetzt mal an die Detaillösungen machen und weiter berichten!

Grüße

Jörg und Viola



Aufsparrendämmung



So, wir sind jetzt in den Details ein klein wenig weiter.

Nochmals danke für die Antworten. Die haben uns ein Stück weiter geholfen.
An den Ortgängen wird nund die aufgebrachte Dicke von etwa 28cm durch 1. einen angetäuschten aufgedoppelten Balken und zweitens durch ein breiteres Windfangbrett verdeckt. So stimmen auch nachher die Proportionen noch.

In den Problemregionen wie an der Traufe werden wir beim Übergang von Innendämmung (100mm Holzweichfaser mit Lehmunter- und Oberputz) auf Außendämmung alle evtl undichten Stellen (wie auch bei den Durchdringungen der Balkenlage) mit Flachs ausstopfen und einputzen.

Größere Probleme wird es bei den Gauben und Kaminanschlüssen wohl nicht geben.
Wir werden auf das ganze Dach eine Rauspundverbretterung (Leinölbehandelt) anschließend eine diffusionsoffene Unterspannbahn und darauf Isover Integra AP in der Stärke 200mm aufbringen. Dann Konterlattung 4x6 mit den Sparren verschraubt, Lattung und Pfannen.

Sollte so gehen ... und sieht bestimmt klasse aus.