Dachausbau, Frage zur richtigen Dämmung

31.12.2012 Xatru



Hallo zusammen,

wir möchten unseren Dachstuhl zu Wohnraum ausbauen. Das Dach wurde einige (viele) Jahre zuvor einmal neu gemacht. Aktuell ist ein kleiner Teil vom Treppenhaus ausgebaut (nicht isoliert, zwischen den Sparren einfach Freiraum).
Wir möchten den restlichen Großteil nun Wärmegedämmt zu Wohnraum ausbauhen.
Das Dach ist derzeit folgendermaßen konstruiert:

(1) Sparren 12cm dick, mit ca 70cm Abstand, 45° Steigung.
(2) Unterdeckung? (imprägniertes Fichtenholz, 3cm dick und komplett verbrettert direkt auf die Sparren)
(3) Dachunterspann Delta PVB
(4) Latten (2-3cm dick)
(5) Betonziegel (4,5 cm Braas)

Jetzt soll nun mit Mineralwolle und Dampfbremse gedämmt werden.

Details zur Dachunterspann aus dem Prüfbericht der bei den Reserveziegeln Beilag:

Delta PVB, bestehend aus Polypropenvlies und einer schwarzen Polyethylenfolie sowie eines dazwischen eingelagerten Polyproylen-Drehergewebes (Flächengewicht 30 g/m2, Maschenweiter 8mm x 8mm.
Flächengewicht etwa 40g/m2, der PE-Folie etwa 130g/m2, Gesamtflächengewicht etwa 200 g/m2.
sonst habe ich leider keine weiteren Daten zur Unterspann.

Hab einiges hier im Forum schon gelesen und bin mir unschlüssig ob diese Delta Folie als "richtige" Unterspannbahn taugt. Insg. scheint sie komplett intakt zu sein, haben stichprobenartig Dachziegel raus genommen und kontrolliert.
Aber konnte leider nichts über die Eigenschaften finden, ob Diffusionsoffen oder nicht.
Damit als Unterspannbahn käme jetzt die Klemmmineralwolle zwischen die Sparren und darauf eine Dampfbremse. Als letzte Schicht würden wir mit Holz verkleiden.

Frage ist, sollte die Mineralwolle dann den gesamten Sparrennzwischenraum ausfüllen? Eventuell eine Unterspannbahn (Diffusionsoffen) zwischen die Sparren zum Schutz für die Mineralwolle damit nicht feucht werden kann?

Hat jemand schon mal so ein Dach ausgebaut und Erfahrung gesammelt?

Viele Grüße und vielen Dank.

Xat



Aufbau



Unterspannbahn:
http://www.doerken.de/bvf-de/produkte/dach/steildach/produkte/fol_pvg.php

evtl. ein Vorgängermodell...

Das heißt, das zwischen Dämmung und Unterdach (Holzverschalung) eine Hinterlüftung (4cm) vorgesehen werden sollte. Dies schränkt die zur Verfügung stehende Aufbauhöhe stark ein, die Sparren müssten also aufgedoppelt werden. Sinnvolle Dämmstärken (EnEV) beginnen je nach Material und Dach-Geometrie bei 160mm.

Alternativ zur Hinterlüftung ließe sich rechnerisch eine innenliegende Dampfsperre nachweisen (sd~100m), wobei die Anschlüsse an die benachbarten Bauteile (Boden, Wände, Decke, Fenster, etc.) penibelst exakt luft- und winddicht ausgeführt werden muss.

LG,
sh



Aufbau



Hallo,

vielen Dank für die Antwort. Zimmerer hat jetzt die Sparren aufgedoppelt für mehr Isolierung und 4cm Latten zu Unterlüftung verschraubt. Als Dampfsperre kam eine Folie drauf mit sd~100. Es beruhigt doch wenn zwei Leute der gleichen Meinung sind :)

Viele Grüße,
Xat