Diffusionsoffener Aufbau nach innen mit Glaswolle?

18.01.2011



Liebes Forum,

Da habe ich seit Stunden hier gestöbert und immer noch nicht die Antwort auf meine Frage gefunden: Was ist denn jetzt der "richtige" Dachaufbau:
- Metalldeckung (Aluminium Stehfalz) - also nicht diffusionsoffen
- Unterspannbahn (= aktuelle provisorische Abdichtung)
- OSB Platten / Lattung (hat der Dachdecker leider gemischt)
- 20cm Vollsparrendämmung (wahrscheinlich aus Kostengünden Glaswolle)
- Diffusionsoffene / Feuchteregulierende Bahn
- Lattung
- Gipskarton

Das Dach ist von ca. 1930, Sparren 8*10cm, bisher nicht isoliert, teilweise feucht und verfault an undichten Stellen, laut Zimmerer aber nicht problematisch, nur zwei Stellen werden vom Dachdecker noch beigelascht.

Fragen:
- Ist der Dachaufbau so jetzt richtig? Oder auf keinen Fall diffusionsoffen bei Glaswolle?
- ist es besser, die Sparren seitlich mit einem Brett auf 20cm aufzudoppeln oder einen zweiten Sparren unter den bestehenden unterzuschrauben um auf die Aufbaudicke zu kommen?
- müssen die verfaulten Holzteile komplett entfernt werden, oder reicht es wenn sie trocknen (teilweise schlecht zugänglich hinter Schornstein)?
- kann ich die Isolierung einbauen, selbst wenn die Feuchten Stellen nicht ausgetrocknet sind oder muss ich warten? (Ist eine Zeitfrage, da die Isolierung vor dem Abriss einiger zwischendecken erfolgen sollte, und die aber vor dem Einzug im Sommer weg sollten)
- zwischen Dach und Bruchsteingiebel ist Luftraum - den wollte ich ausstopfen, da ist dann allerdings keine Dampfbremse -> Problem?

Fragen über Fragen, für die es hoffentlich doch eine Antwort gibt?





Hallo,

gehen Sie mal von folgenden Grundsätzen aus:
1. was Faul ist muß weg.
2. Nur für eine Durchbiegungsbegrenzung der Sparren sorgen, indem seitlich Bohlen 5/20 angelascht werden, diese tragen dann die Ausbaulast
3. kritisch werden die Mittelpfetten (bitte rechnen lassen)

Ansonsten ist Ihr Aufbau o.K. wenn Sie die Verlegehinweise des Metalldachherstellers beachten (z.B. Siegmetall).
Die Stehfalze sind nie ganz dicht.

Grüße





Hallo Herr Beckmann,

Danke für die Info - das hilft mir schon einmal weiter, werde also versuchen, sobald der Dachdecker die zwei Stellen repariert hat, das faule Holz rauszuholen.

Eine eventuelle Restfeuchte der Balken, die noch in Ordnung sind, aber trotzdem durch Lecks nass geworden ist dann für die Isolierung und den Ausbau kein Problem mehr? D.h. Ich kann direkt im Anschluss an die Dachdeckung meinen Innenausbau machen?

Mit der Mittelpfette sah der Zimmermann der da war, eigentlich kein Problem trotz Aufdoppelung der Sparren (wie von Ihnen empfohlen) - die Pfette wird mindestens alle 3m abgestützt, das Auflager der mittleren Stütze muss entsprechend ertüchtigt werden (der Balken darunter trägt laut Zimmermann eher nichts mehr...)