Dielung: Durchbiegung berechnen

04.09.2003



Hallo,

meine Dielung ist leider unrettbar und ich muss neue einbauen. Das Problem, der Balkenabstand beträgt 1 m. Die aktuelle Dielung ist nur 24 mm dick, allerdings 4 m lang. Die Fachleute meinen aber, ich brauche zwischen 28 und 35 mm dicke Dielen, was den Preis ca. verdoppelt. Auf der alten Dielung waren Spanplatten aufgenagelt für Lenoleum etc..

Kann ich die Spanplatten unter die neue Dielung packen, um Durchbiegung zu vermeiden und alles ordentlich verschrauben?

Kann ich zur Berechnung annehmen, dass sich die Dielung aufgrund der Nut-/Federverbindung wie eine Platte verhält oder muss ich mit der Breite der einzelnen Bretter rechnen?





hallo, ich würde mir die Spanplatte sparen und, genügend spielraum vorausgesetzt, eine kreuzlattung mit 50 cm Abstand auf die Balken schrauben. da drauf dann filzstreifen und dann die dielen, entweder schwimmend verlegt oder mit der Lattung verschraubt (was ist unter den balken?). die kreuzlattung (dachlatten 4 x 6 oder 6 x 6 cm) ist allemal billiger als die dickeren dielen und als die spanplatten!
gruß gf



Kreuzlattung



Hallo, die Kreutzlattung hat mir der Dielungsverkäufer auch geraten. Die Lösung habe ich aber verworfen, weil ich dann über die Türschwelle komme und der Raum nur knapp über 2 m hoch ist. Außerdem finde ich die Konstruktion auch sehr aufwendig (störanfällig). Über die Spanplatten denke ich nur nach, weil ich sie halt jetzt als Überbleibsel der alten Dielung habe und nichts wegschmeißen kann.

Unter dem Balken wird gleich die Deckenverkleidung des unteren Zimmers sein (Bretter, Strohmatten, Putz). Soweit kann ich noch nicht sehen, da der Lehm zwischen den Balken noch intakt ist. Viele Grüße





hallo noch einmal, bei einer Lehmfüllung zwischen den balken (super!) würde ich generell von spanplatten abraten, weil die einfach zu dicht sind. der lehm muss atmen können. in diesem fall, ohne kreuzlattung, sollten sie tatsächlich zu den dickeren dielen greifen, wobei sie sich in den sägewerken umhören sollten. eine befreundete schreinerein hat einen spottbilligen zweite-wahl-boden aus Lärchenholz bekommen (nut und feder, 35 mm) und damit ihre werkstatt ausgebaut. sie musste zwar ungefähr eine million astlöchern ausbohren, aber nach ein paar schleifdurchgängen und frisch geölt war der boden einfach ein traum! gutes muss nicht teuer sein ... und wenn sie die dielen ohnehin auf den balken verschrauben wollen/müssen, können sie eventuell sogar auf nur und feder verzichten.
glück auf!
gruß gf (der in seinem haus seit monaten auf den balken balancieren muss ...)



Spanplatten



Wir kennen von Verwandten die Variante mit den Spanplatten, die mit Nut-Feder-Prinzip verleimt und verschraubt sind und dann noch auf die Balken aufgeschraubt sind. Seit dem wissen wir, dass wir (wenn wir mal soweit sind) mit Sicherheit einfach nur 35er Dielen nehmen. (Wir haben übrigens einen Balkenabstand von ca. 1,2 m.). Die oben genannte Variante brachte jede Menge Risse (Spannnungen)und Ärger.



Dielendicke



Hallo, vielen Dank für die Infos. Ich werde jetzt doch von den Spanplatten Abstand nehmen. Zur Dielendicke empfiehlt der Informationsdienst Holz übrigens folgende Dicken: Balkenabstand 1 m -> Dielendicke 36 mm, Abstand 1,5 m -> Dicke 48 mm. Insofern sind Eure 35er Dielen dann auch nicht ausreichend.

Viele Grüße