Frustloswerd

17.04.2005 Karin P.


Hallo Ihr,

diesen Tag kann ich am besten aus dem Kalender streichen. Nachdem wir zwei Stunden auf der Baustelle waren, meldete sich der Meine krank mit Fieber und Schüttelfrost. Das war noch kein Frust, kann jeden treffen. Aber dann kam's.

Am Freitag waren 15 Paletten Dachziegel, säuberlich in Folie eingeschweißt, geliefert worden. Eine davon war akkurat mit einem Messer aufgeschnitten. Eine Reihe Ziegel fehlte. So viel zu dörflicher Umgebung. Schau'n mer mal, was beim nächsten Baustellenbesuch noch übrig ist.

Im Noch-Zuhause angekommen, habe ich mich an mein lädiertes Sumpfbeet begeben. Da waren Karneval ein paar nette Nachbargirls auf der dünnen Eisschicht rumgehüpft. "Warum regen Sie sich auf? Ist doch Karneval, und das macht Spaß". Naja, da nun die Folie hin ist und kein Wasser mehr hält, muß der Pflanzenumzug schnell erfolgen. Also hab ich angefangen, die Steine rauszuholen und erstmal auf Haufen zu stapeln, damit Kleinlebewesen rauskriechen können. Haufen: Das war's dann. Auf einer Rasenfläche von vielleicht 4m² 3 Haufen Hundesch....

Jetzt hab ich den Kaffee auf. Jemand da, der mich aufmuntern kann?????

Karin



Komme ich zu spät?



Na ja, wie auch immer, hier meine Aufmunterung:

Es ist alles gar nicht so schlimm, wenn man es mit etwas Abstand betrachtet. Befolge einfach diese Tips.

1) Den Fieberkandidaten legst du auf die Palette und schweißt die noch nicht wieder zu.
2) Jetzt holst du die Sumpfpflanzen und stopfst die ebenfalls unter die Folie.
3) Zuschweißen. Das feuchtwarme Klima hilft dem Fieberpatienten und den Pflanzen. Der Patient passt gleichzeitig auf die Ziegel auf.

Du siehst, kühlen Kopf behalten und alles wendet sich zum Guten.

Nur mit den Hundehaufen mußt du alleine klar kommen. Ich kann ja schließlich nicht alles gerade biegen ;-).



Dörfliche Umgebung...



... Hallo Karin
Darauf sollte man sich wirklich nicht verlassen, Mitte letzte Woche hörte ich vor der Tüte ein tuscheln, beim Auto welches nicht abgeriegelt da stand. Ebenfalls offen stand mein noch vorhandenes Scheunentor und dahinter ich beim Arbeiten (Ich stand allerdings nicht offen sondern sogar auf Durchzug)
Als ich mich richtung Tor bewegte hörte ich meine Autotüre zuknallen und drei Leute gaben Versengeld, auf dem Fahrersitz lag mein Aschenbecher und der ist immer gefüllt mit Kleingeld, er ist es nun nicht mehr :-)
Trotzdem fühl ich mich aufm Dorf wohl, ein Mofa hat man mir hier auch schon mal weggeklaut, auch Bobbycars verschwinden, die kann ich aber in der Regel im Umkreis von zwei drei Straßen wieder einsammeln.
Wenn jeder sich sein Baumaterial auf diese Art beschafft sollte für jeden genug vorhanden sein, und das Bauen wird Individueller :-)
Gruß
Hartmut



zu spät



@Hartmut S.

Danke für deinen kreativen Input. Könnte mir gefallen *g* Nur mit der Ausführung dürfte es schwierig werden. Frank ist wieder fit. Und er dürfte sich wehren, dessen bin ich mir ganz sicher.

@Hartmut H.

Allmählich leuchtet mir ein, warum die alteingesessenen Dörfler zur Anschaffung eines Treckers raten. Einmal wöchentlich (oder öfter?) ne Rundfahrt durch die Gemeinde und alles wieder einsammeln.

Wieder grinsen könnende
Karin



Frustloswerd



Hallo Karin,
was dem ein sein Leid.....
Habe mich köstlich über Deinen Eintrag und die Antworten amüsiert. Das mit dem Trecker habe ich mir auch schon überlegt.
Gruß aus Dortmund
Harald Vidrik





muss mich vorredner anschliessen

der bericht ist so erheiternd da vergist man allen frust

wenn das nicht klappt geh doch schwimmen

nach spätestens 1500 m und 10 min heisse Dusche ist alles vergessen

gruss aus münster