Souterrain dämmen

15.07.2020 Roman

Souterrain dämmen

Hallo Leute, ich brauche einen fachlichen Rat zu meinem Haus (Baujahr 1953) Das Haus wurde auf einem Hang errichtet. Dementsprechend ist die Nordseite komplett im Erdreich und an den Seiten zur hälfte im Erdreich, im vorderen Bereich ist nicht zu erkennen, dass es sich um einen Souterrain Geschoss handelt.
Wir haben die Schlüssel erhalten und haben angefangen die Bäder zu entkernen, als ich die Feuchte Glaswolle (unter der Badewanne) und eine Wurzel aus der Horizontalsperre (genau in der Ecke) entdeckt hatte, wurde mir klar woher die Feuchtigkeit kommt.
Wir haben die Stelle ausgekoffert um die Wurzel zu entfernen, in dem Zuge beschloss ich die Bitumbeschichtung zu erneuern und eine Drainage zu installieren, wenn ich schon alles ausgekoffert habe in dem Zuge auch eventuell zu dämmen, um in den Souterrain-Räumen (Bad und Schlafzimmer keine kalten Wände zu haben sowie Schutz vor neuer Wurzelbildung).
Grundsätzlich werde ich das Haus nicht dämmen, da zu großes Investment, das Dach wird nächstes Jahr neu gemacht, die Fester werden alle gewechselt vermutlich von Drutex Doppelverglast .
Nun zu meiner Frage: wenn ich die Dämmung (ca. 8 - 12cm) im Erdreich und einschließlich den dunklen Klinker (siehe Bild) bis zum Vorsprung verbaue. Um wie erwähnt, das Bad und das Schlafzimmer (wo das Fenster ist) zu dämmen damit meine Wände nicht zu kalt sind, da mein Bett an der Aussenwand steht und im Bad nicht zu schnell an den Wänden Kondenswasser sich bildet.
Mit der Dämmung würde ich ja die Kältebrücke verschieben. Nun endlich die Frage: in welchem Ausmaße würde ich meinem Haus einen Schaden (wenn überhaupt) zuführen?
Den grundsätzlich gilt die Regel, wenn dämmen dann alles (vom Sockel bis zum Dach)
Mir ist klar, dass durch das dämmen, ich nicht weniger heizen muss, ich möchte nur die beiden Räume (Bad und Schlafzimmer), die ja im Erdreich liegen mehr wohnfähiger/wohnwirtschaftlicher gestalten und dabei nicht noch einen größeren Schaden verursachen.
Muss dazu sagen, da bereits eine Wand freigelegt ist muss ich langsam reagieren
Ich danke euch im Voraus für einen fachlichen und schnellen Rat.

Und noch eine Frage: welchen Hersteller für die Bitumendickbeschichtung soll man nehmen? von "MEM" oder den von "2K Kellerdicht" oder bin ich da ganz an der falschen Adresse?

vielen lieben Dank.



Das hier war mal ein Fachwerk-Forum...



....nun verkommt es immer mehr zur allgemeinen Bauberatung für irgendwelche Altbauten

:-(



Sorry das hat ich verdrängt (peinlich)



mir ging es um das Fachwissen der einzelnen Gewerke, ich denke ich habs einfach verdrängt.
Jetzt wird mir auch klar warum ich nicht zum Thema Hanglage oder Souterrain gefunden habe.

Da muss ich mich bei der Community entschuldigen, sollte trotzdem jemand einen Rat oder Information für mich haben, danke ich euch herzlich.



Fehlendes Fachwerk ist nicht das Problem



das wäre jetzt nicht so dramatisch. Schließlich hat ja auch mein Fachwerkhaus im EG einen Bruchsteinsockel . und ist in den Hang gebaut. Das Problem sehe ich eher im generellen Trend hin zum Internet-Coach, weg vom Berater und Unterstützer vor Ort, der mit Fachkenntnis an die Sache ran geht. Und es ist korrekt, wenn als Gegenargument ( wie 3 oder 4 Beiträge vorher) dann das Argument kommt: 4 Fachleute, 4 Meinungen. Das ist dann aber noch eine ganz andere Baustelle unserer Zeit. Lieber Roman, nichts für ungut ( Du bist jetzt grad der Auslöser eines scheinbar lange schwelenden Konfliktes), aber ein Foto und die Info, dass Ihr nun die Schlüssel bekommen habt reicht nicht, um seriösen Rat zu geben. Es ist eben die Betrachtung dieses einzigartigen Systems eines Hauses, die gebraucht wird, um eine "Diagnose und Therapie" zu entwickeln.



Naja,



so verklemmt würde ich's auch nicht auf das Fachwerk beschränken. Wenn ich so bedenke, was hier durch die Jahre schon Fachwerkfremdes geschrieben wurde, ohne das es Wem geschadet hätte...

Es spricht nichts dagegen, nur die geplanten 2 Zimmer mit Erdberührung zu dämmen. Nicht daraus generell kann ein Schaden erwachsen, sondern aus einer eventuell falschen Ausführung.

Über Sinn und Unsinn einer eventuellen Drainage z.B. an Deinem Objekt ist kaum aus der Ferne zu entscheiden.

Bei mir war die Drainage vom Fachbetrieb als sinnvoll eingeschätzt worden. Danach Reinigen der Wand, Verputzen, Verkleben von 40mm Styrodur mit Kaltbitumen, Noppenbahn. Kiessockel. Funktioniert seit rund 25 Jahren tadellos.

Ob das so bei Dir funktioniert, sollte besser die Firma Deines Vertrauens vor Ort befinden. Es ist dies nun eben gerade nicht die typische Möglichkeit für Eigenleistungen. Da gibt es bessere Möglichkeiten.

Grüße

Thomas



Top Danke



das ist mir bewusst, dass die Ausführung fehlerfrei ausgeführt werden muss, da helfe auch nicht die besten Produkte, wenn es an der Ausführung scheitert.

Vielen vielen Dank
Thomas




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