Restaurierung einer Holzschindelfassade

02.11.2008



Hallo zusammen,

wir sind seit eiigen Monaten stolze Besitzer eines Facherkahsues mit unter Denkmalschutz stehender Holzschindelfassade (an zwei Seiten). Diese Fasadeist ca. 80 Jahre alt und noch weitegend intakt. Leider wurde sie vor vielen Jahren mt Fassadenfarbe gestrichen,die mittlerweile sehr rissig ist. Somit droht Wassereinbruch und ein Verfaulen der Schindeln. Weiß vielleicht jemand einen Tipp zur Entfernung der alten Farbschichten, so dass man die Fassae noch einige Jahre "natur" genießen kann? Aufgrnd der Menge der Schindeln (mehrere Tausend) scheidet der Heißtluftfön definitiv aus...

Vielen Dank schon einmal für interessante Tipps!



Stahlträger



Hallo Ihr !

Probiert es doch mal mit Owatrol -Öl als Rostblocker & zur Gestaltung mit Eisenpaste Chaumont. Gibts bei Deffner & Johann Restaurierungsbedarf.

mfG Ronny



Sorry



Sorry falsche Adresse!

mfg Ronny



Schonendes Strahlen...



...sollte möglich sein. Wichtig: nur Anbieter nehmen, die vorher eine Probefläche anbieten.

Danach ein passendes Öl.

Grüße

Thomas



Ansichtsache



Hallo Namenloser!
Ein "schonendes Strahlen" gibt es beim Holz nicht!!!!!
Selbst bei Verwendung von gemahlenen Wallnussschalen werden die weichen Bereiche des Holzes mehr beansprucht als die harten Bereiche und somit entsteht ein "Relief" im Schindel.
Ein Grundsatz in der Restauration lautet: Substanzschonend bearbeiten.Richten Sie sich nicht danach, können Sie dei "restaurierten" Schindel in die Tonne stecken und ein Ei drüber kloppen.
Es liegt eine mühsame und langwierige Arbeit vor Ihnen wenn Sie diese Schindeln wirklich reataurieren wollen. Aber wat mutt, datt mutt!
Es gibt diverse Mittel in unserem alten Handwerk, welche durchaus geeigneter sind als Hochdruckreiniger, maschinelle Drahtbürsten oder Strahlgeräte,seien sie mit Wasser oder Luft betrieben.

MfG
N.Strelau



Ansichtssache



"Es gibt diverse Mittel in unserem alten Handwerk, welche durchaus geeigneter sind als Hochdruckreiniger, maschinelle Drahtbürsten oder Strahlgeräte,seien sie mit Wasser oder Luft betrieben"
Und wären sie auch geneigt, diese diversen Mittel dem Fragesteller und uns allen hier mitzuteilen Herr Strelau ?





Nein Herr Kollege,da diese Hilfsmittel nur in die Hände von entsprechenden Fachleuten gehören.
Die Gefahr, dass hierdurch "Heimwerker" zu Schaden kommen erscheint mir zu groß.


MfG
N.Strelau





Auch zur Frage "Keller Streichen / Kalk- oder Silikatfarbe?"
gaben sie keine Antwort im Forum !
Wozu dient es dann eigentlich ?



Selbstverständlich...



...gibt es schonende (geringinvasive) Strahlverfahren. Ggf. bringt das Strahlen mit CO²-Pellets eine Lösung. Wie schon angeraten, erst bei der Firma X,Y unterschreiben, wenn eine Arbeitsprobe befriedigend war.

Mit einem Strahlverfahren wird tatsächlich das Frühholz mehr angegriffen. Um wieviel mehr, hängt vom Holz, der Erfahrung und der Technik ab. Bei 80 Jahre alten Schindeln, die ja wohl nicht von Anfang gestrichen waren, ist das Holz sowieso schon mehr strukturiert, als es ein fein eingestellter Strahl hinbekommt. Auf Fachwerkfassaden sind mit einer moderat eingestellten Strahtechnik gute Ergebnisse erzielbar.

Insofern sollten die Mittel dem Arbeitsgegenstand entsprechen dürfen. Eine Verschmutzung auf der Nase der "Sixtinischen Madonna" würde sicher anders abgenommen.


Norbert kann seine Betriebsgeheimnisse also ruhig weiter wegschließen und ein Ei drüberkloppen.

Frohe Ostern

Thomas