Bodenaufbau mit Streifenfundament

23.11.2008



Hallo liebe Gemeindemitglieder,

da wir jetzt wissen, dass die Bodenschwellen unseres Hauses repariert / ersetzt werden müssen befassen wir uns gleich mit dem neuen Bodenaufbau anstatt die Wände im OG frisch mit Lehm zu verputzen... da kommt wohl noch etwas Bewegung ins Haus - bei den Arbeiten ;-)

Anbei ist eine Zeichnung wie wir uns momentan den theoretischen Bodenaufbau vorstellen. Was uns besonders beschäftigt sind zwei Punkte:

1) Macht es Sinn die Bitumenpappe so zu Verlegen / verkleben?

2) Sollten wir noch etwas in den Hohlraum unter den Holzboden, zu Wärmedämmung, schütten?

Wir sind jetzt auf der Suche nach Anregungen, Tadel oder einfach Bestätigung.

Vielen Dank für Rat & Zeit!



Bodenaufbau



Hallo Ole,
diese Frage stellen Sie mal lieber Ihrem Planer und Baubetreuer bzw. lassen ihn diese Entscheidung treffen.
Es mag zwar verlockend sein, sich hier diese Leistung kostenlos abzugreifen, aber für Sie nicht empfehlenswert, da wir Ihre konkreten Bedingungen vor Ort nicht kennen.

Ich kann Ihnen aber trotzdem ein paar Hinweise geben, damit Sie nicht auf die Idee kommen, selber loszuwursteln:

- Die Grundschwelle liegt im Spritzwasserbereich,
- die Oberfläche der Betonsohle und damit Ihr Fußboden können durch Oberflächenwasser vernässen,
- der Unterbeton ist nicht abgedichtet,
- der Fußbodenaufbau ist nicht wärmegedämmt.

Außer das Sie tüchtig frieren oder heizen müssen ist die neue Grundschwelle auch wieder feuchtegefährdet.
Die Betonsohle reicht für eine Ortsumgehungsstraße.

Viele Grüße





Hallo Herr Böttcher,

vielen Dank schonmal für Ihre Anregungen. Es geht mir weniger darum Kosten zu sparen als vielmehr den Sachverhalt zu verstehen. Das macht es für mich einfacher mich mit einem evtl. beauftragten Architekten / Statiker / Zimmermann zu unterhalten.

In der Tat ist der Aufbau noch nicht optimal. Gerade die Wärmedämmung beschäftigt mich noch sehr. Allerdings habe ich gelesen, dass bei Verwendung von Glasschaumschotter die Wärmedämmeigenschaften dennoch sehr gut sein sollen?
So ist dann auch die Stärke der Betonsohle noch sehr großzügig ausgelegt - mir ist halt noch nicht klar ob man hier eine Ebene Styrodur (oder z.B. Jackodur) einarbeiten würde. Vielleicht können Sie etwas empfehlen?
Mir wurde eine Stärke von 10cm - 15cm für die Betonsohle empfohlen.

Das die Grundschwelle im Spritzwasserbereich liegen würde ist klar (immernoch besser als jetzt, wo diese teilweise im Erdreich liegt) - trifft aber hier nicht zu wegen einer direkt angrenzenden Scheune.



zur Skizze



und zu den Fragen
1) nein
2) ja
Bemerkungen unter Vorbehalt:
- unter den Fundamenten kein Bodenaustausch, sondern gewachsenes Erdreich
- Kiesschicht unter der Sohle kann ruhig dicker werden ca. 20-25 cm
- Sohle 15 cm Beton
- Abdichtung auf der Sohle mit der horizontalen Sperre der Wände verbinden. (Unter Umständen sogar an der Wand nach oben führen, mehr traue ich mich zur Wand im Augenblick nicht zu sagen, da ich die Örtlichkeit nicht kenne. Die zwei Schichten werden da sie im Spritzwasserbereich liegen die Nässe kapillar zu den Schwellen führen. Dieser Punkt muss noch gut durchdacht werden.)
- die Bitumenpappe unter der Sohle, seitlich der Fundamente, zwischen Fundament und Bodenplatte ist überflüssig, unter dem Fundament falsch (gleiten)
-
Die Massnahme verlangt nach einem Statiker und vermutlich auch nach einer Baugenehmigung.





Hallo Herr Heim,

vielen Dank auch für Ihre Anregungen. Die Sache mit der Abdichtung ist etwas, das mich ständig beschäftigt. Die einen sagen zwischen der Kiesschicht, über der Sohle (verstehe ich, da der Beton ja sonst die Kiesschicht durchtränkt) und dann höre ich wiederum, dass man die Sperrschicht über der Sohle verlegen sollte. Vielleicht verstehe ich auch einfach den Aufbau prinzipiell falsch.

Wenn ich Ihren Aufbau richtig verstanden habe: 25cm Kiesschicht, Sohle, Bitumenpappe und dann eine Wärmedämmung.

Warum macht es denn keinen Sinn die Sohle auf die Bitumenpappe zu gießen? Ist die Sohle zu schwer / eine zu hohe Belastung für die Bitumenpappe?
Prinzipiell möchte man doch eine möglichst wasserundurchlässige Sohle schaffen.

Uns wurde aufgetragen das betroffene Zimmer zu 'reinigen' (sprich Zementputz von den Wänden entfernen, Verkabelung entfernen usw.), damit ein sinnvolles Arbeiten der Zimmerleute möglich ist und auch der Architekt sich ein 'gutes' Bild machen kann. Mit Erdaushub dürfen wir im mittleren Bereich auch beginnen - aber nicht näher als 60cm an die Schwellen.
Ich möchte diese Zeit möglichst mit Informationsbeschaffung verbringen um meinen rastlosen Geist zu befriedigen :-)

Vielen Dank.



etwas Verwirrung



zu der ich nun auch beigetragen habe. Natürlich ist es richtig, dass verhindert werden muss, dass der Zementbrei in die Kiespackung läuft. Aus diesem Grunde wird die Kiespackung mit einer starken PE-Folie abgedeckt. Dies ist aber nicht die Abdichtung gegen Feuchtigkeit. Aus diesem Grunde bin ich dummer Weise nicht weiter darauf eingegangen. Aber ihre Skizze zeigt deutlich, dass es bei einer Abdichtung unter der Sohle schwierig und aufwändig ist diese fugenlos zu verlegen. Außerdem müsste sie an dieser Stelle besonders geschützt werden. Das heißt, erst eine Sauberkeitsschicht ca. 5-8 cm Beton, dann die Abdichtung und dann die eigentliche Sohle. Diesen Aufwand würde ich nur bei drückendem Wasser betreiben.
Bei diesen Details wird der Statiker sowieso ein Wörtchen mitreden wollen;-))