Sockelinnenseite neu aufbauen und verpurzen



Sockelinnenseite neu aufbauen und verpurzen

Hallo liebe Forumsmitglieder,
Habe vor kurzer Zeit ein Fachwerkhaus gekauft wo die Außenmauern bzw der Sockel aus Sandsteinen besteht und diese ziemlich nass sind.

Die Feuchtigkeit ist auch gleichzeitig in die Backsteine im Keller gezogen auf denen meine Eichenbalken lagen die den Fußboden getragen haben.
Allerdings lag direkt unter den Balken eine Sandsteinplatte die die Feuchtigkeit abgab und den Balken zersetzte.

Nun musste ich meine Balken raus machen und habe auch gleich die Backsteine, die in einer Höhe von 50-60cm auf den Sandsteinen gemauert wurde, weggenommen

Habe mit dem Gedanken gespielt, mit Trasskalk eine gerade Fläche zu bekommen und das mit einer Dachpappe abzudichten und davor mit HLZ Steinen neu aufmauern worauf ich meine neuen Balken wieder legen kann.

Mir ist an sich klar dass das neue Material weicher sein muss als der Sandstein, aber habe jetzt schon mehrere Sachen gelesen wo doch Zement eingesetzt wurde und in anderen wiederum davon abgeraten wurde....

Wäre super wenn mir jmd einen guten Rat geben kann.
Vlt wohnt sogar einer in der Nähe der sich das vlt vor Ort mal anschauen kann.

Wohne im schönen Ort Holzhausen am Rheinhardswald im Landkreis Kassel.

Anbei ein Foto da es mehr sagt als meine Worte :-)
Weiß leider nicht wie man mehrere Bilder gleichzeitig hochladen kann )-;


Mit freundlichen Grüßen
Martin Skolek



Sockelinnenseite neu aufbauen und verpurzen



Hallo
Habe eben noch ein paar Bilder in mein Profil hochgeladen falls ihr/du mehr sehen wollt/willst.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Skolek



Kellerdecke



Wenn Sie die Decke wieder so aufbauen wie sie war passiert das gleiche wieder, Kondensatausfall an den Rändern und Zerstörung des Holzes. Daran ändern auch andere Ziegel oder die Wahl des Mörtels nicht.
Ich empfehle Ihnen eine neue, massive Decke einbauen zu lassen.
Dafür bieten sich Ziegeldecken wie das System V- Tec oder das System Filigran an.
Der Auflagerbereich muß dazu erneuert werden.
Maßnahmen zur Abdichtung des Kellers wie Dränung, senkrechte Abdichtungen, nachträgliche waagerechte Abdichtung mit Injektagen usw, dürften bei Ihrem Keller nicht erforderlich sein. Die Feuchte kam von oben, aus dem Wohnraum bei Durchströmen warmer, feuchterer Luft in den Keller über die undichten Randbereiche.



Unterstützung...



....ist hier von hoher Wertigkeit.
Zumindest was fachliche Kompetenz am Projekt betrifft.
Also fachliche Begleitung, wenn man trotzdem als selbstbauer aktiv sein muss oder will.
Aber schon bei der Materialauswahl und den Detailausführungen ist dies von hoher Wichtigkeit, um erneut Bauschäden halbwegs gut auszuschließen.

Hier ein Kontakt aus ihrer Gegend und auch ein Community-Mitglied:

http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/community/a/showMitglied/327$.cfm



Sockelinnenseite neu aufbauen und verputzen



Guten Morgen ...
Schon mal danke für die antworten.
Ich habe allerdings schon neue Balken für die Fußbodenkonstruktion hier liegen.

Mit einer Horizontalsperre kann ich erst arbeiten wenn ich meinen Keller aushebe und meine Einfahrt gemacht wird...
Wenn die Einfahrt gemacht wird wollte ich sowieso alles was dazu gehört in Sachen trainage und Hinterlüftung der Sandsteine ect vernünftig machen bzw machen lassen ..

Das Sandsteinkeller ja nie richtig trocken sind ist mir bekannt, aber es soll nicht mehr die Feuchtigkeit so stark übertragen werden.
Mein Holzwurm der sich auf Denkmal spezialisiert hat, meinte das unter die neuen Balken Dachpappe gelegt werden soll und zu dem Sockel Abstand eingehalten werden soll.

Der hat sich meine Balken angeschaut die direkt auf dem Sockel sind (Tragbalken vom Haus nicht vom Fußboden) und hat mir nur das mit der Dachpappe gesagt



Kellerdecke



Hallo Martin,
schade das Sie nicht verstanden haben was ich geschrieben habe.
KEINE DRÄNUNG!

Falls Sie an ein paar Hintergrundinformationen interessiert sind:

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/fussboeden.html

Wenn Sie schon was gegen Feuchte von außen tun wollen dann überprüfen Sie die Dichtigkeit des Sockelbereiches, die Lichtschächte der Kellerfenster, die Dachentwässerung. Das sind die potentiellen Schwachstellen die neben der Geländeprofilierung für Durchfeuchtungen des Sockelmauerwerkes noch in Frage kommen.





Naja ich glaube weniger dass die Feuchtigkeit von oben kam. Im Keller sind 2 Öffnungen in den Wänden wo die ganze Zeit Luft rein und raus geht, da kein Fenster vorgesetzt bzw eingesetzt war. Ich lade noch mal ein neues Bild hoch wo man sieht das die Feuchtigkeit von unten aufgenommen wird.
Es sind zwar an der Stelle nur ziegelsteine, aber man sieht dennoch das es von unten kommt.
von oben kann ja dann auch noch die Luftfeuchtigkeit nach unten gekommen sein und sich abgesetzt haben, aber das es doch so viel ist denke ich nicht.
An zwei Außenseiten des Hauses habe ich noch den alten Behang aus den platten. Am unteren Ende hin zum Sandstein ist eine komplette ablaufnase angebracht ... Also hinter den platten festgemacht und über den Sandstein hinaus gezogen.
Ich hatte halt eben gedacht , dass wenn ich meinen Keller "tiefer lege" ich dann sowieso unter die Außenwand komme und somit ein leichteres Spiel hätte eine vertikale Abdichtung mit einzubringen.
Schäden kann es doch nicht oder ?

Meine Einfahrt hat sehr gelitten unter den zuvor im Haus lebenden Menschen..
Die einen haben mit Beton mehrere Stellen geflickt, die anderen fanden das nicht schön und haben dann Teer "aus dem Eimer" benutzt damit das Motorrad besser rollen kann und und und ... Also es ist eh an der Zeit was zu machen ...
Deswegen wollte ich dann eine vertikale abdichtung an der horizontalen abdichtung anschließen.

Aber wie gesagt mir geht es ja eher um den innenliegenden Teil vom Keller bzw Erdgeschoss.
Wenn ich morgen nochmal auf der Baustelle bin werde ich nochmal ein Foto VPN der Seite machen und das zeigen, vielleicht sagt das mehr aus was ich vorhabe.
Selbst wenn ich eine neue massivdecke einziehen lassen wolle, musste ja die Auflage neu gemacht werden, haben Sie ja gesagt.
Und genau dieses Verfahren welches dafür nötig ist , kann ich doch für meine neuen Balken anwenden oder nicht ?

Habe mir aber mehrere Abschnitte Ihrer Artikel durchgelesen, ob es jetzt die verschiedenen bodensanierungen waren oder die Restaurierung von Sandstein ... Sehr interessant.

Mit freundlichen Grüßen
Martin Skolek



Kellerdecke



Ich habe Ihnen Empfehlungen gegeben die auf meinem fachlichem Wissen und meinen praktischen Erfahrungen beruhen.
Mehr kann ich leider nicht für Sie tun da Sie sich Ihre Meinung bereits gebildet haben.

http://ingenieurbüro-böttcher-asl.de/mediapool/88/885822/data/Gab_es_frueher_trockene_Keller.pdf



Vorsicht



Wenn ich lese:
"Ich hatte halt eben gedacht , dass wenn ich meinen Keller "tiefer lege" ich dann sowieso unter die Außenwand komme und somit ein leichteres Spiel hätte eine vertikale Abdichtung mit einzubringen."
kommt mir sofort der Gedanke "Grundbruch".





Guten Morgen Herr Böttcher.
Es ist schade, dass man von Ihnen relativ patzige Antworten bekommt.

"Entweder du ziehst ne neue massive Decke ein oder es funktioniert sonst nicht ...."
Ich glaube das es doch noch andere Möglichkeieb gibt.Dadurch das ich ja kein Spezialist bin, wollte ich nur ein paar vernünftige Lösung... Wenn es darum geht eine Sandsteinmauer neu herzurichten,bekommt man auch antworten wo einem gesagt wird das man mit dem Mörteund der Fugenmasse und dem Sand ect arbeiten soll... Bei Ihnen gibt's halt nur die Lösung massive Decke ....

Trotzdem schon mal danke ...

An Nils
Was willst du mir damit sagen ...
Wenn ich abschnittsweise den Sockel untergrabe , kann doch nichts wegrutschen, verschieben oder derartiges ... Ich weiß auch das man ein bisschen tiefer buddeln kann und einen im 90° verdrehten Sockel für Tragfähigkeit und der gleichen gießen sollte ...

Weiterhin noch einen schönen Tag ...



Innenwand



Die Feuchte Stelle auf dem Foto scheint eine Innenwand zu sein, oder?





Ja das letzte Bild mit den Backsteinen, zeigt eine Innenwand... Die anderen Wände mit dem Sandstein sind Außenwände



Kellerdecke



Ich verstehe das Ihnen meine Meinung nicht gefällt,
Martin.
Ich schreibe hier Beiträge um Ihnen (und anderen Fragestellern) zu helfen.
Da kann es schon mal passieren das meine Meinung nicht mit den Erwartungen der Fragesteller übereinstimmt denn ich sehe meine Rolle nicht darin Beifall zu klatschen wenn jemand im Begriff ist sinnlos Geld zu verbraten und dabei noch die Standsicherheit seines Hauses gefährdet.
Wenn das nicht Ihren Vorstellungen entspricht- Sie haben letztendlich die Wahl was Sie tun werden.



Noch ne Frage



Auf welcher Höhe sitzt die horizontale Sperre von der du schreibst? Gibt es die bei den Außen- und Innenwänden?





Hallo
Mir geht es letzten Endes darum meinen Sandsteinsockel wieder "in Schuss" zu bekommen.
Es hat ja vorher auch geklappt nur leider ist direkt unter den Balken eine Sandsteinplatte gelegt wurden...
Wenn ich aber anstelle der Platte einen Streifen Dachpappe nehme, kommt doch an den Balken schon mal nicht die kapilar aufsteigende Feuchtigkeit...

Die Balken für den fussboden sind freitragende Balken. Sie sind nicht mit den Schwellerbalken verbunden.
Sie werden quasi schwimmend aufgelegt und darauf wird der weitere Fussboden aufgebaut, der aus osb platten und dann aus Eiche Kurzdielen besteht.

Ich muss im Endeffekt vernünftige neue Auflagepunkte für meine Balken herstellen ...
Den Rest wegen Feuchtigkeit im Sockel selbst, ist mir ned ganz so wichtig.. ein bisschen feucht ist er immer.
Der wird mit diffusionsoffenen Mitteln bearbeitet ( neu ausfugen, stellen "reparieren" ect )


An methusalem

Noch ist ja keine vorhanden ... Ich möchte noch eine einbringen.. und dachte bei dem Aufbau neuer auflagepunkte meiner Balken könnte ich es schon mal mit einplanen



Sorry kann dir nicht folgen



Sehe aber leider auch alle deine Ideen sehr kritisch...



Holz und Dachpappe...



...mittlerweile ein angebliches "Muss", wenn es um Auflagen von Holzbauteilen auf oder in massive Wand- oder Mauerwerksbereiche geht!
Haben unsere Altvorderen das uns so hinterlassen oder vorgegeben?
Ich finde es einfach nur bauphysikalisch schwachsinnig, solch eine Art von Schutzmaßnahmen gegenüber Holzbauteilen und angebliche aufsteigende Feuchtigkeit.
Leider wird durch solche Maßnahmen eher ein Gegenteil der Langlebigkeit von Holzbauteilen erreicht.
Es schwitzt auf der Kontaktseite zum Holz und ist somit eher kritisch zu betrachten.
Thermische und feuchteschützende Entkopplungen von Holzbauteilen erbringen gute Handwerker und mittlerweile auch ich seit mehr als 7 / 8 Jahren mängelfrei, mittels Kokosfaserstreifen umhüllend.
Es entkoppelt, ist verrottungsfest, feuchtigkeitsbeständig ohne Fäulnis, thermisch trennend und die Holzbauteile können ihremr Bewegungsverhalten problemlos entgegengeschaut werden.



Sockelinnenseite neu aufbauen und verputzen



An methusalem
Wenn du dir das erste Bild anschaust siehst du was ich mit "neuer Balkenauflage" meine ... Auf dem ersten Bild siehst du unter den Balken die Backsteine und die werden erneuert...

An Udo
Das mit den kokosmatten kannte ich bis dato nicht, ist aber auch eine Überlegung wert..
Zum entkoppeln an sich brauche ich nichts, da sich ein Keller darunter befindet.. und ich glaube die Heizung wird sich nicht beschweren :-)

Habe auch mal mit einem "Kollegen" von Ihnen telefoniert. Der Herr Waldemar Eider.


Mit freundlichen Grüßen



Balken einmauern



Hallo Martin,
Was sagt der Waldemar zum Balkenkopfeinbau und zu deinem Feuchte-Problem?

Sieh dir mal die andere Frage an zum 'richtiger Balkenkopfeinbau'
da findest du auch div links.

Wenn die Kelleröffnungen immer offen sind kann aber auch feuchte, warme Außenluft auf den kühlen Kellerwänden kondensieren und dadurch einen Feuchteanstieg verursachen oder die Öffnungen können so liegen, dass keine merklicher Luftaustausch erfolgt?

Für Kellerentfeuchtung habe ich ein Lüftungsgerät mit Feuchtesensoren (und Wärmerückgewinnung) für Innen- und Außenluft, welches nur dann lüftet, wenn dies zur Entfeuchtung führt. Infos kann ich auf Anforderung mailen-Emailadresse ist angegeben.

Wenn sich über der neuen Kellerdecke ein Wohnraum befindet wäre es auch zur Energieeinsparung sinnvoll, die Öffnungen zu schließen und nur gezielt zu Lüften - entweder von Hand oder mit programmierbarem Lüftungsgerät.

Andreas Teich