Sockelheizung für feuchte Ziegelmauer




Hallo Zusammen,

wir haben zwar kein Fachwerkhaus, aber uns erscheinen viele Diskussionen in diesem Forum als äussert kompetent.

Wir haben ein Haus in der Alstadt direkt an einem grossem See. Die komplette Altstadt hat im Erdgeschoss bis ca. 20 cm über dem Boden Feuchtigkeitsprobleme. Nun sind wir zwischen 2 Häusermauern direkt eingebaut. Unsere Aussenmauern (Vollziegel) und die der Nachbarmauern sind aus dem 18. Jahrhundert und stehen auf einem Fundament, das nach unten hin nicht abgedichtet ist. Unser Bodenaufbau ist über dem Fundament mit einer Schweissbahn gedichtet, so dass der Estrich und die Dämmung keine Feuchtigkeit ziehen, aber die beiden Randmauern zu den Nachbarhäusern. An einem Teilstück der Mauer ist in ca. 20 und 30 cm über dem Fundament eine alte Horizontalsperre aus Dachpappe eingearbeitet und die Wand ab der Sperre nicht feucht. Allerdings ist an dieser Stelle die Bausubstanz unterhalb der Horizontalsperre am schlechtesten. Nun haben wir von Bekannten die Empfehlung bekommen, der Feuchtigkeit in diesen Bereichen mit einer Sockelheizung den Kampf anzusagen. Dies hätte den Vorteil, dass wir durch neue Horizontalsperren in den Mauern, das Mauerwerk zwischen Horizontalsperre und Fundament nicht noch stärker schädigen und die Feuchtigkeit wegbekommen würden. Hat schon jemand in einem ähnlichen Szenario Erfahrungen mit Sockel oder Wandheizungen gemacht?
Einen dieser Räume würden wir darüber hinaus gerne als Gästezimmer nutzen. Bisher wurde er als Kellerraum genutzt und die Wände zu den beiden Nachbargebäuden sind mit einem alten Kalk/Zementputz verputzt. Der eine Nachbarraum wird von unseren Nachbarn beheizt/genutzt so dass wir neben der Feuchtigkeit aus dem Boden keine Kondensation an der Wand haben. Der andere Nachbar nutzt aber den nebengelegenden Raum als kühle Vorratskammer, so dass wir ohne Innendämmung Probleme bekommen werden. Da unser Klima in Seenähe sowieso sehr feucht ist, dachten wir die Belüftung in diesem Raum durch eine dezentrale Lüftungskomponente zu unterstützen, um die Luftfeuchtigkeit der Frischluft in den Sommermonaten zu kontrollieren. Macht es Sinn eine Sockelheizung mit geeigneter Innendämmung (zB Schilfrohr?) zu kombinieren?
Wir haben nicht den Anspruch neuste Dämmwerte zu erfüllen, sondern möchten diesen Raum im EG gerne wohnlich nutzen ohne die alte Bausubstanz zu schädigen.
Wir würden uns sehr über Ratschläge und Meinungen freuen.

Vielen Dank und viele Grüsse,
Degu





Mit einer Sockelheizung können Sie sicherlich Verbesserungen erzielen.
Für eine gänzliche Trocknung derartiger Feuchteschäden wird das wohl nicht reichen.
Solche Feuchteschäden darf man nicht mit Kondensatschäden verwechseln, hierfür wäre eine Sockelheizung sehr effektiv.

Ich würde den Bereich zwischen Fußboden und Horizontalsperre der Wand mit einer Innenabdichtung, z.B. aus Mineralischer Dichtungsschlämme (MDS), versehen und dann zusätzlich eine Sockelheizung einbauen.

Grüße
Oliver Struve