Sockelabdichtung Altbau

23.08.2015 Herr Tomas74


Sockelabdichtung Altbau

Liebe Forumsgemeinde,
leider kann ich meinen alten Beitrag nicht mehr kommentieren, deswegen nochmals neu.
Habe jetzt meinen Stampfbetonsockel ca. 50cm aufgegraben (abschnittsweise bindiger Boden, Kies, Bauschutt vorgefunden, bevor ich nun was falsch mache,hier mein geplantes Vorgehen, mit der Bitte um Verbesserungsvorschläge:
- Reinigen
- mit einfachem Zementputz den unteren Bereich angleichen
- Knauf Sockel SM Pro flächig mit Armierung bis Sockelende
- Dichtschlämme bis ca. 10cm über Bodenkante
- Verfüllen??? mit was mach ich das denn am Besten, einfach Aushub wieder rein und verdichten, oder was bestimmtes?
- Kiesstreifen als Spritzschutz
- Kopfsteinpflaster als Weg.



Fundamentabdichtung



Du könntest auch nachdem der Stampfbeton sorgfältig mit Hochdruckreiniger gesäubert wurde eine Schalung vor die Wand stellen, den Zwischenraum mit wasserdichtem Beton verfüllen, gut rütteln.
Kante oben schräg abziehen.
Dann ist der Beton schon wasserdicht ohne von einer Folie etc abhängig zu sein.
Diese kann immer noch zusätzlich aufgebracht werden als Bitumenbahn, Spachtelmasse etc.
Davor würde ich eine Perimeterdämmung ansetzen, Schaumglasplatten (oder XPS bei knappem Budget) nach Herstellervorschrift.
Davor ggf Noppenbahn stellen.
Den ganzen Bereich oberhalb der Erde Abdichten mit Blech, Folie etc
oder ggf später mit der Fassadendämmung.

Jetzt eine Perimeterdämmung herzustellen ist angesichts des geringen Mehraufwandes sinnvoll- auch wenn vielleicht noch nicht benötigt.

Die Art der Verfüllung hängt vom Wasseranfall, Möglichkeit der Versickerung etc ab,
Wenn darüber gepflastert werden soll wäre Schotter als Untergrund stabiler, da er sich nicht setzt wie der Erdaushub.
Abschluß mit Randstreifen aus Rundkies ist günstig gegen Spritzwasser.

Wenn der Boden nicht gut versickerungsfähig ist könnte auch eine Abflußrinne aus Pflastersteinen hergestellt werden (als Spritzschutz je nach Notwendigkeit ggf Rundkies hineinlegen) und die Rinne dann an die Dachentwässerung anschließen.
Den Sockel mit Zementputz oder Romankalkputz verputzen.

Andreas Teich



Abdichtung



Das war der falsche Thread, Verzeihung.



Danke Herr Teich für die Anregungen



Die Idee mit dem wasserdichtem Beton hab ich auch schon gehabt....aber da ich nur ca. 50cm tief gegraben habe (1m des Stampfbetonkellers liegen immer noch im Erdreich) macht dieses Vorgehen nicht soviel Sinn, oder?
Dämmung kommt eigentlich auch nicht in Frage, da wir die Fassade bereits komplett neu verputzt haben (ohne Dämmung!).
Der Keller soll auch weiterhin Keller bleiben, allerdings durch die Sockelabdichtung etwas trockener, bzw. vor allem nach oben hin keine Feuchteprobleme bekommen.
Das Oberflächenwasser macht mir dabei noch die größte Sorge, da an besagter Wand keinerlei Dachüberstand besteht und somit recht viel Wasser direkt an den Sockel kommt. Ihr Vorschlag mit der Pflasterrinne erscheint mir absolut sinnig zu sein.



Kellerabdichtung



Dann macht die Feuchtigkeitsabdichtung nur im oberen Teilbereich auch nicht so viel Sinn oder wie ist diese Idee aufgekommen ?

Feuchtigkeit wirkt ja über die gesamte Kellermauer ein-
bei nicht drückendem Wasser und simpler Ausführung könnte auch nur eine Noppenfolie vor die Mauer gestellt werden-
Hauptsache die Fuge darüber zwischen Wand und Folie wird abgedichtet.

Wenn die Wand ohne Dämmung aufzubringen nur verputzt wurde wäre dies übrigens ein Verstoß gegen die ENEV-Vorgaben.

Andreas Teich



nochmals Details



naja die Idee kam durch fleißiges Lesen im Internet, dass die Bereiche 30cm über und unter der Bodenkante sinnvoll abgedichtet werden sollen, ist doch nicht so verkehrt, oder?

und von der blödsinnigen ENEV haben wir uns gottseidank im Bezug auf Fassadensanierung befreien lassen.



Feuchtigkeitsabdichtung



Abdichtung gegen Spritzwasser ist schon sinnvoll-
wieweit aufgraben notwendig ist würde ich von den Feuchtigkeitsschäden abhängig machen.
Ohne Schäden würde ich gar nichts machen,
bei Stampfbeton läßt sich aber kaum sagen wie hoch die Feuchtigkeit kapillar steigen kann und ob sie es tatsächlich nur 50 cm hoch schafft.
Die Frage ist ja in welcher Mauerhöhe die Feuchtigkeit einwirkt- möglicherweise gibts nur Oberflächenwasser aber auch Schichtenwasser, hoher Grundwasserspiegel etc sind möglich.
Um dann die Wände trocken zu halten wäre tieferes Aufgraben und Abdichten notwendig- auch ggf um den Keller trockener zu bekommen und die Luftfeuchtigkeit zu reduzieren, die ihren Weg in die Wohnetagen finden könnte.

Alles hängt von aufgetretenen Schäden ab-
ohne solche alles lassen wie es ist.

Ob Außendämmung sinnvoll ist läßt sich generell nicht sagen, wenn aber aufwendige Putz- und Malerarbeiten inkl Gerüsterstellung notwendig sind wären Dämmarbeiten zumindest wesentlich wirtschaftlicher durchzuführen.

Bei uns habe ich Stegträger mit Holzfaserplatten und Zellulosedämmung, teilweise mit Lärchenschalung, teilweise mit Putzplatten angebracht, was sich auch gut selber durchführen läßt und dann kaum teurer wird als EPS-Systeme.

Andreas Teich