Sockel verputzen?

28.06.2021 Jens

Sockel verputzen?

Hallo,

ich frage mich ob ich den Sockel Verputzen sollte.
Zur Erklärung ca. 20 cm vom Schiefer sind nachher über dem Pflaster, dadurch ist es im Spritzwasserbereich.
Das Haus ist aus den 30er Jahren und unterkellert.



Problemzone



Ihr Sockel wird dann immer eine Wartungszone mit oder ohne Verputz bleiben. Daher ist es wirtschaftlicher den Sockel nicht zuverputzen sondern nur immer die Fugen in Stand zuhalten. Eine hydraulische Kalkmischung wird hier gute Arbeit leisten und das Mauerwerk max . feuchtetechnisch entlasten. Hin und wieder dann die belasteten Fugenmörtel tauschen und sie sind auf der sicheren Seite



Unterirdisch



Danke. Also einfach mit NHL neuverfugen wie sieht es mit dem Teil unterhalb der Geländeoberkante aus. Auch neu verfugen oder einfach so lassen?



Drainage



Wenn sie eine gute Ableitung des Oberflächenwassers haben , können sie auf weitere Arbeiten unterhalb verzichten, wobei ein Verputz mit HL oder NHL jetzt auch nicht schadet



Danke



für die Antworten. Hat noch jemand eine Idee um welche Steinart es sich über den Schiefer handelt?



Rollierung



Die Fugen sind ca 10mm. Belag wird Pflaster sein. Schotterstreifen an der Stelle ist eher ungünstig ist eine Einfahrt in der es um jeden cm Durchfahrbreite geht. Es ist aber nicht die Wetterseite deswegen hält sich der Niederschlag in dem Bereich in Grenzen. Würde sich Sandstein denn abschälen unter Frosteinwirkung?



Sockel verputzen



das ist immer sinnvoll auch als so genannter Spritzwasserschutz. Dazu ab einen Spaten tief beginnen.



Stein-Art über "Schiefer"



Das Sichtmauerwerk ist aus Muschelkalk (soweit es die Fotoqualität zuläßt), der darunter befindliche "Schiefer" ist ebenfalls Kalkstein (Bruchstein). Die Verfugung scheint mit Zementmörtel ausgeführt, weshalb es auch zur Abplatzung in den Fugen kommt.
Ich empfehle zu Mauerwerk sowie Verfugung die Archiev-Seiten zu Rate zu ziehen (Lesestoff > PDF Dokumente > ...); sehr hilfreich.



Stein-Art über "Schiefer"/Berichtigung



Ich hatte in meiner obigen Antwort von Sichtmauerwerk gesprochen; nach dieser übereilten Einschätzung weist der hochkant gestellte Stein aber eher auf eine Verblendung hin, wie auch die sonstige Situation, soweit man sie anhand des Fotos einschätzen kann. Hinter der Verblendung sieht die Mauer vermutlich ähnlich aus, wie der "Schieferstreifen" darunter. Dieser Streifen lag sicher bisher unter Bodenniveau, das wohl ursprünglich bis UKante Verblendung reichte.



Fast richtig



Ja der Schieferstreifen war unter der Erde und darüber ist der „Sandstein“ als Verblender. Wobei auch der 10-15 cm stark ist. Hinter dem Verblender ist mit Bims gemauert allerdings zementgebunden (Die oberen Stockwerke scheinen aus Kalkgebundenen Bimssteinen zu bestehen).
Der Schiefer geht aber auch nicht bis ganz unten er ist eher eine ca. 30cm Lage, darunter ein buntes Sammelsurium aus Bruchstein und Bims die scheinbar als eine Art Stampfbeton gegen die Baugrubenwand gegossen wurden. Der Schiefer diente wohl als druckfeste Auflageschicht für die Deckenstahlträger und als Kapillarbrechende Schicht (nur meine Laienmeinung).