Ebenerdiges Fundament am Fachwerk sanieren, Bruchsteinsockel

19.02.2008


Hallo,

Wir benötigen dringend Informationen die es uns planbar machen, was auf uns zukommen kann um eine Grundsanniereung des Fundamentes durchzuführen!

Es ist ein Bruchsteinsockel mit Zement-Putz verkleidet worden.Hier zeigen sich Risse. Eine Drainage besteht am Haus nicht. Das Haus liegt in unmittelbarer Bachnaehe auf einem Tonboden.

Wie kann man hier Starten ohne in die Gutglaeubigkeit von Zement und Bauchemie abzustuerzen.

Freue mich auf eine Antwort.

Gruss Matthias



Lassen Sie besser das Fundament in Ruhe



Wegen was soll denn überhaupt etwas gemacht werden?



Fundamental



Das ist so:
Ich weiss dass, das Gebaeude (Alter ca. 280Jahre) in den frühen 60er renoviert worden ist. Hier sind so tolle Ideen umgesetzt worden wie Zementputz, Betondecken....vielleicht umschreibt der Begriff Modernisieren die Arbeiten!!!

Meinen Teil habe ich in den frühen 90er dazugegeben. Zentralheizung+Sanitaer, Fenster, Dachstuhl mit Eindeckung...alles schön im Einklang mit den Auflagen vom Denkmalschutz,( das Haus selbst steht nicht darunter, nur ortsprägendes Gebäude).
Aber alles habe ich nicht machen koennen wie ich mir das gewünscht habe.

Die Bausünden und die evtl. die damit einhergehenden Schäden liegen im Dunkeln oder sind von mir als Laien nicht zu erkennen.

Es geht mir um Vorbeugung. Ich moechte Massnahmen zur Energieeinsparung vornehmen.
Im Vorfeld mache ich mir Sorgen um die Sachen die vielleicht in der Vergangenheit falsch gelaufen sind.
Ich moechte nicht Bauschäden abwarten die ich jetzt korrigieren kann, während die anderen Sachen ebenfalls erledigt werden.

Diesesmal will ich vor den Sachen nicht nocheinmal die Augen verschliessen!!!

Gruss Fassbender



Natursteinsockel...



Gegen was wollen Sie denn vorbeugen? Ist Feuchtigkeit ein Problem?
Sinnvolle Maßnahmen die mir spontan einfallen währen:
Zementputz abschlagen, Fugen ausräumen und mit einem reinem Kalkmörtel wieder neu ausfugen, auch die Risse.
Nur bei akuter Feuchtigkeitsbelastung bzw. bereits angegriffenem Schwellbalken währe es sinnvoll zusätzlich noch eine Horizontalsperre unter Berücksichtigung des konstruktiven Holzschutzes einzubauen.

Viele Grüße



Anfrage für Rat zur Selbsthilfe



Hallo Herr Mathias Josef,

im Klartext; ich weiss nicht wie es hinter der jetzigen Fassade aussieht!

Wie sind die Übergänge von Erdreich zu den Balken? Ich weiss es nicht!


Ich denke ich brauche Hilfe um den realen Zustand zu erfassen.

Im ersten Anschein sieht es nicht so schlecht aus, d.h. ich habe eigentlich kein generelles Problem mit Feuchtigkeit! Aber mit Sicherheit viele Kleinigkeiten(+/-) die nicht richtig durchgeführt worden sind!!

Mit freundlichem Gruss, Fassbender Matthias



Statische Sicherung und Feuchtesperre



Vor umfangreichen Eingriffen sollten Notwendigkeit aus dem vorhandenen System und Zustand der Substanz geprüft werden.
Dann das Notwendige vom Möglichen unterscheiden!

Mein Fundament besteht aus wilden Bruchsteinen, 30 cm tief im Lehm, klatschnass. Baumdurchwachsen, nass und frostgeschädigt die Wand aus Pläner, in Lehm gesetzt.
Putz ab (lange trocknen gelassen), an der Aussenseite ca. 120 cm ausgeschachtet, Fugen ausgekratzt und mit Kompressor gereinigt, den untersten Stein leicht unterfahren, dann geschalt und 15-20 cm dick wasserdichten Beton eingebracht, als Spritzwassersockel etwas über Erdreich geführt und mit Naturstein abgedeckt.
Natursteinmauerwerk mit grobsandiger, magerer Lehmmischung gestopft, mit Holzkeil und Hammer, dann mit Lehm verputzt, mit Kalk-Kaseinlasur gestrichen.
Mein Sockelputz (Lehm) muss sicherlich alle 10 Jahre ausgebessert werden, aber das Haus steht rissfrei, trocken und hat die neuen Lasten (Dachausbau, 2. Fachwerk mit Lehm...) gut verkraftet.



Ist auch alles notwendig was gemacht werden kann?



Herr Schindler, nichts gegen Ihre eigene Leistung. Ich kann dazu nichts sagen, aber ob dies auch bei Herrn Faßbender notwendig ist???
280 Jahre steht das Haus ohne Problem - abgesehen von Rissen im Zementputz.
Auf meine Frage: Wegen was soll denn überhaupt etwas gemacht werden? ---kam keine Antwort!
Also wegen was unterfangen?



Notwendigkeit Prüfen...



und Maßnahmen auswählen, den rechten Zeitpunkt finden (in Bezug auf andere anstehende Arbeiten). Das ist der rechte Weg.

Die Arbeiten im o. g. Fallbeispiel entsprachen den hiesigen Gegebenheiten und waren Grundlage der weiteren Arbeiten.

Das ist erhebt keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.



Erhalten - nicht schaedigen!



21.02.08 - Sehr geehrter Herr Bromm,

ich bin ja noch ein wenig neu und aus diesem Grund mit allen Gepflogenheiten im Forum nicht ganz vertraut.
Zu Ihrer Aussage in der Antwort von Ihnen "..keine Antwort erhalten." ist es mir ein wenig befremdlich dass Sie meiner Antwort im Forum eben nicht die Information herauslesen.

Ich wiederhole : Es werden im Rahmen von Energieeinsparmassnahmen, Arbeiten in dem Zeitraum von Mai bis Ende September, an eben diesem Haus stattfinden.
Und nun sind mir im Vorfeld zu dieser Plannung verschiedene Dinge ins Auge gefallen, die ich nicht komplett abschaetzen kann, was die Notwendigkeit des Handelns betrifft.
Ich moechte das Haus erhalten, aber nicht durch Abwarten ( es sieht ja noch gut aus) und falschen, schaedlichen Massnahmen( auch wenn diese einen guten Zweck betreffen) zu Grunde richten.
Wie z.Bsp. der Betonsockel, auf diesem steht das Haus nicht schon seit mehr als 280 Jahren, aber dieser Sockel hat eben schon in seiner kurzen Zeit Risse, wie sehen die Balken hinter dem Putz aus....und , und ...

Ich frage fuer Rat an, die mir helfen Gedanken für das Erhalten zu bilden und eben nicht für die Abrissplanung!

Sagen Sie mir doch einfach, ob Ihnen ein paar Bilddokumente oder detailierte Antworten auf weitere Fragen von Ihnen, es erleichtern mir zu Antworten!



Mit freundlichem Gruss
Fassbender MAtthias



Na sicher helfen Bilder weiter, aber man kann ja auch nur die Oberflächen sehen



Die beste Energieeinsparung ist doch, wenn Sie am Fundament nichts machen.
Das Haus steht 280 Jahre und jetzt hat jemand einen neuen Verputz aufgebracht mit - wie Sie schreiben, einigen Rissen.
Ich kenne jedoch überhaupt kein Haus ohne Risse.
Die Frage ist dabei, wie groß diese sind und noch viel wichtiger ist die Frage, ist dies ein wesentlicher Schaden.
Haben Sie denn von einem Statiker dazu Informationen eingeholt, oder wer hat Ihnen gesagt, dass Sie am Fundament - ja was denn eigentlich, ausführen müssen?
Und "was" soll ich denn "wo" aus Ihren Beiträgen rauslesen können?
.
Noch etwas ist mir wichtig und da verstehe ich manche Menschen nicht was wirklich gemeint ist.
Was hat der der Zement böses?
Aus was ist den Zement?
Und auch das verstehe ich nicht, die "Bauchemie" macht doch auch nichts schlecht!
Es gibt doch bloß Menschen die mit verschiedenen Materialien rummurksen.
Ich kann doch auch von mir behaupten, dass ich zu 100% aus Chemie bestehe und dabei fühle ich mich sehr wohl.
Lassen Sie sich nicht von jeden dummen Äußerungen und von Halbwissenden Angst machen.
So schnell entsteht auch kein Schaden an einem alten Haus.
Sie werden immer ein wenig reparieren bzw. ertüchtigen müssen.
Also nicht gleich alles erneuern, nur weil ein kleiner Riss auftaucht.
Also warten wir mal auf die Bilder und überlegen dann ob noch Bedarf an weiteren Info notwendig ist.



Zustand Gebaeude Fachwerk



Zustand:
Eine Gebaeudeseite(Strassenseite) ist mit einem Betonsockel und mit einer Betondecke gestuezt, die einen Raum unterkellert( Bj ca. 1965).
Der Kriechkeller ( 4m x 4m)ist sehr feucht.
Zwei andere Fachwerk-Waende bestehen noch vollstaendig(Hof&Bachseite).
An der 4ten Wand ist ein Anbau angefuegt worden(ca.1965), der Anbau ist aus Standard Hohlblocksteinen erstellt.

Alle Balken sind absolut Luftdicht angestrichen
Die Lehmgefache sind weitestgehend (98%) erhalten, jedoch auf 2 Waende mit Tiefengrund oder auch Fluessigkunststoff versiegelt .
Zustand der Gefache und der umlaufenden Fundamente sind relativ unbekannt.

Meine Fragen:
- Wie nehme ich am besten den Sachstand auf.
- Was macht hier am besten den Anfang
- Etc.
Die Gedanken von Herrn Schindler finden dann auch bei mir fruchtbaren Boden.
Ich denke dass ich Schritt fuer Schritt, mit gezielter Ruhe und Sorgsamkeit, an die wichtigen Arbeiten herangehe!

Um dass umzusetzen, freue ich mich auf jeden Rat, der einem beim Ergebnis zufrieden stellt.



Herr Bromm, ich mag keine Korinthenpickerei. Die Sache mit den Fragen und Antworten, bitte... Ich haette den Sachverhalt deutlicher formulieren sollen.
Ihre letzte Antwort war für mich verstaendlicher und so kann ich Ihnen mit dieser Information hier, auch mehr Hintergrund zu meinen Zielen geben.
Dass Beunruhigende fuer mich, sind ja eben diese nicht Erkennbaren Zustaende.
Da war bei mir noch kein Statiker, erst wenn es mir Sinnvoll erscheint kommt das in Frage.

Mit freundlichem Gruss,
Fassbender Matthias



Bauteil für Bauteil



Das klingt noch nicht wirklich schlimm.

Aber: es wird keine durchgehende, einfache Lösung für alles geben.
Ich betrachte ein Bauwerk Bauteil für Bauteil, jeweils im Zusammenhang von Umgebung, Nutzung Substanz und Schäden.
Am Besten so, wie es gebaut ist: von unten nach oben, vom Hang zum Tal.
Das ergibt einen differenziertes Bild und daher einen umfangreichen Katalog erforderlicher Arbeiten, die dann nach Dringlichkeit, Wünschen und Zusammenspiel mit anderen Vorhaben zeitlich geordnet werden.
Wichtig ist, den Anfang zu finden; das Nächste ergibt sich daraus.
Wer Zeit hat,dem bleibt mehr Raum zum Lernen...



Wenn ich so...



zwischen den Zeilen lese, kann ich Ihnen nur empfehlen einen Altbauerfahrenen Architekten bzw. Handwerker mit an Bord zu nehmen, bevor mit Kanonen auf Spatzen geschossen wird.
Sie schreiben selbst dass Sie Hilfe brauchen, um den realen Zustand zu erfassen. Diese Hilfe sollten Sie auch in Anspruch nehmen, aber das wird nur vor Ort funktionieren. Alles andere ist Spekulation. Ein gutes Konzept und eine gute Planung durch einen Fachmann wird sich bezahlt machen. Auch wenn zunächst Kosten entstehen...

Viele Grüße vom Edersee



Bruchsteinsockel mit Zement-Putz



Hallo Matthias,

Das der Zementputz am Sockel Risse bekommt ist immer wieder zu beobachten. Der Nachteil ist aber, Wasser kann gut durch die Risse hinein, kann aber ganzflächig nicht heraus.
Wenn Du nun (jetzt bin ich mir nicht sicher) Fachwerk auf den Bruchsteinen stehen hast, könnte das Fussholz schon stark geschädigt sein.
Eine Auswechslung müsste in Kauf genommen werden.

Grüße

Mladen



Leute vom Fach - wie finde ich Diese am besten?



Zur Info lege ich einmal ein paar Bilder in die Runde.
Dann ist es wohl einfacher sich Vorzustellen was hier vor mir steht. Leider kann es die Details meiner Sorgen nicht wiedergeben.

Die Anregung von Herrn Schindler habe ich aufgenommen.
Eine hoffentlich gute Beratung moechte ich wohl hier in Anspruch nehmen. Wie finde ich nun eine kompetente Person. Wer moechte mir hierbei helfen, jemanden zu finden.

Mit freundlichem Gruss,
Fassbender Matthias



Regionalinformationen...



rechts in Ihrem Profil anklicken, dort finden Sie alle privaten und gewerblichen Mitglieder im Umkreis von ca. 25 Km.
Weitere Suchoptionen (50km usw.) gibts auf der Startseite (Community). Auch Regional werden Sie sicher fündig. Aber lassen Sie sich Referenzen vorzeigen.
(Fachwerk, Restaurierung) Wenn unter der verputzten Wand Fachwerk ist, hoffe ich für Sie dass es Sich nicht um einen Zementputz handelt...
Viele Grüße
Mathias Josef



Kein überstürzter Handlungsbedarf



danke für die Fotos; so richtig großen Handlungsbedarf kann ich erstmal nicht erkennen.
Richtig wäre sicherlich, so stückweise Balken und Gefache von ungünstigen Schichten zu befreien und stattdessen atmungsaktive Putze und Anstriche zu verwenden.
Aber ohne Panik.
Schadstellen beobachten, Gefährdungen im Kleinen beseitigen, ggf. Gipsmarken zum Feststellen von Senkungen anbringen.

Bei größerer Schadensbeiseitgung, Um- und Rückbauten könnte dann Weiteres erörtert werden.

In der Nutzung auf Schadensvermeidung zu achten (Lüftung...) ist genauso wichtig.



Der Plan ist, die Sanierung aufzunehmen.



Nach diesem tollen Wochenende, mit Spaziergaengen in der Sonne, dem Besprechen der eigenen Moeglichkeiten in der Familie und dem guten Entschluss die Sanierung durchzufuehren, moechte ich allen Beteiligten meinen herzlichen Dank aussprechen.
Danke Herr Bromm,Herr Schindler, Herr Mathias Josef und Herr Mladen. Durch Sie habe ich viele Anregungen erhalten, die Fruechte tragen, und ein Stueck gutes Handwerk erhalten.

Mit freundlichem Gruss, Fassbender Matthias



Sanierung aufzunehmen



Hallo Matthias,

auf Naturstein sollte Kalkputz drauf, weil dieser eine ähnliche Zusammensetzung hat, vergaß ich zu sagen...

Wünsche Ihnen alles gute.

Mit freundlichen Grüßen

Mladen Klepac




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