Sockelputz platzt auf, Sanierung mit Vormauer oder Verblender möglich?

25.04.2007



der Putz des Fundamentsockels unseres Fachwerkhauses platzt an mehreren Stellen auf. Zur Sanierung wurde uns nun vorgeschlagen eine Vormauer aus Natursteinen (Kalkstein) oder Verblender, die aus Beton gefertigt sind und als Natursteinnachbildung angebopten werden, zu errichten.
Was haltet ihr davon? Ist solch eine Vorgehensweise sinnvoll oder sollten wir einen ganz anderen Weg einschlagen?
Die Sockelmauer ist aus kleineren Steinen (wohl aus der Region), sieht aus wie eine geschalte und betonierte Mauer mit viel zu wenig Beton und zu vielen Steinen. Diese Ansicht erhielt ich bei der Sanierung von innen. Außen ist der Putz noch drauf.

Bilder können hier noch nachgeliefert werden oder per E-Mail versandt werden.

Danke schon im Voraus für eure Antworten.
(Bernhard Weber)



mein haus



hat von jeher einen verblendsockel (bundsandstein) zur straße gehabt - natürlich um was vorzugauckeln, was nicht wirklich ist :-))) die erbauer wollten wohl ein bißchen solider wirken, als sie in wirklichkeit waren.
nach 200 jahren war der reif für die tonne. der neue ist jetzt anderhalb jahre drauf und auch er zeigt erste anzeichen von alterung. ist ja auch klar: ein Sockel ist ein sockel, d.h. spritzwasser, streusalzen, hundeurin (dass bei meinen eigenen drei hunden dran gepißt wird, war mir klar) und all dem kram ausgesetzt.. d.h., es stellt sich für sie die frage, ob sich die sache verbessert? denn in spätestens fünf jahren sieht das nicht mehr aus, wie aus dem ei gepellt, sondern eben - wie ein normaler leicht abgewtzter sockel. und so soll es auch sein, finde ich. putzabplatzungen im Sockelbereich sind nun mal ein normalzustand, das ist eine bereich intensiver wartung. wenn ich den sockel in fünf jahren so haben möchte, wie er vor anderthalb aussah, werde ich eine firma zum Sandstrahlen rufen müssen - da hält das gute stück dann sicher keine 200 jahre, wenn ich das regelmäßig machen würde.
und bitte, ein sockel in natursteinoptik ist doch nicht ihr ernst? igitt. ist ja noch schlimmer, als ehrlicher beton.
wenn schon, würde ich mich in der materialwahl nach dem üblichen in ihrer gegend richten, bei uns ist es Buntsandstein - wenn's bei ihnen kalkstein ist... einige kalksteine sind sicher auch extrem weich und epfindlich.



Bei mir (kein Fachwerkhaus)



ist seit ca. 100 Jahren eine Granitverblendung am Sockel. Sockel besteht aus Mischmauerwerk(Naturstein und Ziegel). Dahinter ist Keller. Sieht alles noch gut aus. Wird mich bestimmt auch noch aushalten. Ob es beim Fachwerk feuchtetechnisch i.O. kann ich nicht sagen. Aber halten tut es prima.

Gruß Marko