Vollwärmeschutz

09.12.2008



Hallo!
Vorab: das Haus, das ich kaufen möchte ist schon aus den 80ern verputzt und schon im EG an zwei Wänden vom Fachwerk "befreit", spricht aufgemauert. Dadurch hat auch das Freilegen nicht mehr seinen Reiz ...

Leider sieht der Sockel von außen feucht aus. Von innen hab ich den Schwellbalken etwas freigelegt. die unterste Schicht ist schon etwas bröselig (2cm) ansonsten sieht er trocken und fest aus. lediglich der Boden (Diele) weist Feuchte Stellen auf (drunter liegt der Keller).
Das Haus steht seit 1,5 Jahren leer.

Möchte daher von außen dämmen. Welcher Dämmstoff ist empfehlenswert? Ist eventuell auch ein regenerativer (Schafwolle...) möglich?

Kennt jemand ein Unternehmen, dass sich gut mit Feuchtigkeit auskennt? Raum 73033 Göppingen, das liegt in der Mitte zwischen Ulm und Stuttgart.

So, das sind erst mal meine dringlichsten Fragen ...

Grüßle, Jochen



Bevor das mit dem Wasser nicht geklärt ist ....



kann man auch keine Dämmung empfehlen.

Schafwolle würde ich wegen möglichen Schädlingsbefall überhaupt nicht empfehlen.

Wenn das Haus noch nicht gekauft ist, dann erst mal gründlich vor dem Kauf checken, was an Kosten noch kommen wird. Eine Begehung mit einem neutralen Fachmann ist für mich eine Pflichtübung für jeden Käufer. Es sei denn, er spekuliert gern - aber da bieten die Aktien im Moment ähnliches Potential.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Hallo Jochen



Frag mal bei Rolf Canters in Murrhardt nach, ob du noch in seinem Einzugsbereich liegst. bio@bauplusenergie.de
Ich kann dir den Rolf wärmstens empfehlen, auch in Bezug auf weitere Planungen bzgl. des Wärmeschutzes.



Hmmh...



...du hast es noch nicht gekauft und der Verkäufer hat dir erlaubt, die Schwelle innen freizulegen?
Der ist aber lässig drauf.
Meine Schwelle sah von innen auf dem Großteil der Länge ganz gut aus und ich habe mich zunächst nur auf einen Teiltausch eingestellt. Von außen war sie eher Müsli, ergo mußte sie komplett getauscht werden. Ist aber machbar.
Aus was ist denn der Sockel? Je nach Material und Situation muß es keine aufsteigende Feuchte sein, sondern eventuell eine Regenbelastung durch zu wenig Dachüberstand oder eine schadhafte Entwässerung, also eher eine "grob-physikalische" Ursache.
Ein Fachunternehmen für Bauwerksabdichtung ist in so einem Falle eher nicht notwendig, sondern ein Fachmann mit offenen Augen und Erfahrung.

Gruß Patrick.





Der Sockel ist vermutlich mit Klinker gemauert (So sieht es von der tiefer liegenden Scheune her aus). Das verrückte ist, dass die Feuchte Stelle oben am Sockel ist! Der Wandputz des EG endet auf einem Sockelblech. Unter diesem Blech ist die Wand nass, also nicht von unten her.

Rund um das Kellerfenster ist es jedoch ebenfalls feucht.
Gibt es Erfahrungen mit Einbau einer Horizontalsperre in gemauertem Klinker? (für hinten am Haus)
Taugen die Systeme zum Selbsteinbau was?



Naja...



...wenn der Sockel oben naß ist und nicht von unten her, würde ich eher auf eindringenden Schlagregen tippen. Dann bringt eine Horizontalsperre nix.
Aber mach mal Bilder von der Situation, von nah und von weiters weg (damit eventuelle Schwachstellen sichbar werden), würde mich mal interessieren.
In jedem Fall aber nen Fachmann holen.

Gruß Patrick.



Feuchteschäden



So, nun mal ein paar Bildle von den feuchten Stellen:
Auf der Nordostseite am Eingang unter dem Sockelblech (da kommt kein Regen dran!)



Die zweite ...



links davon an der Eingangstreppe (Fenster gehört zu Gewölbekeller)



Nun von innen



Der Schwellbalken sieht nur unten mehlig aus, darüber ist er trocken. Die Spanplatten davor unter dem verlegten Laminat sind feucht, was darunter ist habe ich noch nicht erkundet (freigegraben)



Innen feucht



Auf der Südwestseite ist in einem nachträglich in die Scheune hinein gebautem Zimmer (Betonboden) die Wand (Rigips) total nass. Die Stelle befindet sich auf einer Breite von 1,5m nur unter dem Fenster. das Fenster befindet sich unter einem 2m Balkon -> kein Regen kommt da ran. Darunter befindet sich ein Kellerraum, da die Scheune tiefer liegt als der Wohnbereich. Die Ausenwand ist bis zur Bodenplatte vermutlich mit Ziegeln hochgemauert (von alters her) Darüber mit Hohlblocksteinen (Siehe nächstes Bild). Der Putz des Sockels unter dem Balkon sieht ebenfalls feucht aus.



Nahaufnahme



Hier noch detaillierter: Rigips mit Styropor dahinter.
Nochmals: Das Haus steht seit 1,5 Jahren leer.

So, vielleicht ließt nun das jemand und hat sowas schon mal erlebt ...

Danke im voraus!



Feuchteschäden



Eins kann man an Hand der Fotos ziemlich sicher sagen:

Mit kapillarer, also aufsteigender Feuchte hat dies nichts zu tun.
Eine waagerechte Abdichtung ist hier nutzlos.

Ich vermute Folgendes:
Die Schäden an der Fassade im Übergangsbereich Sockel- Erdgeschoss stammen anscheinend von Regenwasser, das an der Fassade herunter und dann von der Tropfkante der Verblechung läuft.
Am Kellerfenster kommt noch Spritzwasser vom Boden und den Stufen hinzu.
Die Schäden unter dem Fenster sind wahrscheinlich durch Kondenswasser entstanden, das an den Scheiben des einfach verglasten Fensters auf die Sohlbank und von da in die Wand läuft (Sohlbank hat Kontergefälle).
Weiter unten staut sich das Wasser und dringt dann an den Putz.

Viele Grüße



mit vermutungen und annahmen kommt man hier nie zu einem realen befund.



was sich allerdings wieder mal sicher behaupten kann ist, dass innen-dämmungen div. arten und typen grundsätzlich problematisch sind.!!! sinnvoll ist eben nur die fassadendämmung,--auch wenn es jetzt wieder proteste hagelt---auch aus EPS-material und steinwolle.!!!



JO!



Hab ich ja auch vor :)

Gibt´s eine Möglichkeit, die beiden Vermutungen der Feuchteentstehung vor Ort nachzuweisen? Wie gesagt, ich möchte möglichst vor dem Kauf sicher sein, wo die Feuchte herkommt.
Über welche Strecken horizontal kann ein Putz die Feuchte weiterleiten (hinten unter dem Balkon ist der Wandputz ebenfalls feucht - 2m überdacht!)



@blechle



wenn der sockel unten trocken ist und nur oben feuchtelt, dann kann es ja wohl keine aufsteigende feuchtigkeit sein und es muss sich um atmosphärisches niederschlagswasser handeln,das irgendwo,wo es nicht sollte und dürfte eindringt......1. jahr berufschule::wasser weg vom bauwerk!!!!! .....ursache beseitigen.....wdv-system anbringen nach vorheriger berechnung...dämmstoffwahl ist ansichtssache und preisfrage..ich habe mein Wohnhaus vor 30 jahren mit styropor gedämmt(damals 40mm) 2007 mit 60mm WLG 035 aufgedoppelt und keinerlei probleme..vergessen sie die hiobsbotschaften über EPS-dämmstoffe.alternativ würde ich mineralfaserlamellen verwenden.etwas teurer als eps,nicht brennbar.





Ich würde freuen wann Sie mit Uns Kontakt Auf nehmen
Wir sind Ganz Deutschland
www.sandimoglu.de



Wir sind Ganz Deutschland.....



Anspruch und Wirklichkeit klaffen manchmal schon sehr weit auseinander.

Grüße

Frank