sinnvoller bodenaufbau

12.04.2016 bo



hallo miteinander,

wir planen hier einen boden zu verlegen. zB eine klassische dielung.
die ganze Scheune ist ungedämmt und soll sozusagen unsere orangerie
werden. der raum unter der "bühne" ist eine unbeheizter raum ohne fenster
(hat im schnitt immer zwischen 8-18 grad, je nach saison).

normalerweise hätte ich jetzt gesagt: Konterlattung und Dielen drauf. fertig.
ABER: es ist nicht auszuschliessen, dass wir dort eines tages einen kubus
draufstellen. also raum-in-raum-konzept. einerseits aus gestalterischen gründen. andererseits weil wir von aussen direkt bebaut sind (dorf - ortskern)
und deshlab nicht dämmen können. daher die idee mit dem kubus. in holzständerbausweise. der lässt sich wunderbar dämmen.

wir wollen jetzt nur nicht zweimal geld ausgeben für den boden.
also dann gleich jetzt richtig dämmen? rein vorsorglich. nur wie?
der Handwerker meinte: Mineralwolle ECOSE knauf.

da unten drunter ja ein kaltraum ist, dann wahrscheinlich ohne jegliche
folie, oder?

wäre danke für tipps zum Aufbau und was hier die beste lösung wäre.

danke im voraus,
bo



oben



so sieht es oben drüber aus



von oben



hier noch ein foto, von oben gesehen.



Raum in Raum bauen



Es geht jetzt um ein neues Zwischengeschoß, welches mit einem Holzboden versehen werden soll?

Sind Deckenbalken vorhanden?

Oder auf den unteren, erdberührten Boden?

Andreas Teich



hauptbild



anbei das hauptbild.



serverprobleme ...



… sorry, gestern konnte man keine bilder und keine kommentare mehr hochladen. aber jetzt klappt es ja wieder …

@andreas:
zwischengeschoss könnte man es auch nennen ;)
deckenbalken sind vorhanden.
darunter befindet sich ein nicht beheizter raum.
hoffe, das die situation mit dem jetzigen hauptbild klarer wird.



Bodenaufbau



Wenn der untere Raum trocken ist könnt ihr den Boden ähnlich wie eine Außenwand ansehen.
Dämmung entweder von unten oder oben.
Bei insgesamt diffusionsoffenem Aufbau muß keine Dampfbremse verwendet werden.
Da der Raum wohl ohnehin nur ca 4 m breit ist könntet ihr natürlich gleich davon ausgehen, dass die vorhandenen Wände von innen gedämmt werden, was Platz und Aufwand für einen separaten Kubus erspart.

Wenn der Boden zusätzlich von unten gedämmt werden kann und die Deckenbalken tragfähig genug und eben sind könnten entweder die vorhandenen Bretter durch Nut und Feder Dielen ersetzt werden
oder Latten, Kanthölzer aufschrauben, ggf in der Höhe nivellieren,
dazwischen Zellulosedämmung oder Holzfaserplatten, Hanf etc und Dielen darauf schrauben.

Andreas Teich



Orangerie



Warum reißen Sie diese Bühne nicht einfach ab?



ja, von unten gedämmt



@andreas:
- der untere Raum ist trocken
- es ist unser lager
- jetzt erinnere ich mich, dass wir auch einst
die Balkendecke von unten hatten dämmen lassen
- raumbreite ist ca. 4,50 m
- das mit dem kubus ist jedoch bewusst gewollt
- gestalterisch
- wie ein fremdkörper im raum
- die gekalkten, freigelegten backsteinwände sollen so bleiben
- deckenbalken sind tragfähig
- höhe differiert jedoch um knapp 10 cm!
- von links nach rechts
- FRAGE: da unten gedämmt wurde, trotzdem oben
zwischen die kanthölzer was reinmachen?

@georg
- darunter ist unser lager
- die frage eines Abriss hatten wir uns nie gestellt
- wenig sinnvoll
- da wäre das lager keine 345 cm, sondern nur 200 cm hoch



Orangerie



Der untere Raum ist also der Rübenkeller.
Wo ist da das Problem mit dem Fußboden?
Wozu denn ein gesonderter Kubus?
Nur wegen der Optik?
Ich habe Probleme die Funktion, den Nutzen und den Sinn dieses zukünftigen Kubus zu verstehen. Davon hängt nun mal der Aufbau der Decke ab.



mit oder ohne?



- der untere raum ist das lager
- darunter ist wiederum eins tiefer der keller
- was meinen sie mit problem fussboden?
- kann ihnen nicht folgen
- der neue fussboden soll einfach auf die jetzigen deckenbalken
- frage ist nur: zwischen den kanthölzern mit Dämmung oder ohne

- der kubus, der mal dann drauf soll, oder nennen wir es quader,
ist aus gestalterischen gründen. optik. neu/alt. kontrast.



Kubusboden dämmen



Ob sinnvoll oder nicht hängt davon ab wieweit bisher schon gedämmt wurde.
Bei solchem Luftraum zwischen den neuen Balken würde ich das schon zur besseren Abdichtung und zur Vermeidung von Hinterströmung machen, also zB mit Zellulose oder Hanf dämmen.


Zur Luftdichtung auf den jetzigen Boden eine Winddichtung legen und später seitlich an der Wand des Kubus außen hochfalten und verkleben.
Je nach Balkenabstand unten eine neue Balkenlage quer dazu verlegen und an den Kreuzungspunkten nivellieren.
Zwischenräume dämmen und Dielen aufschrauben.

Gibt's Licht von oben oder nur von der Seite oder wird's ein Glaskubus?

Andreas Teich



Orangerie



Ich habe immer so meine Probleme mit der Interpretation von Zustandsschilderungen.
Jetziger Stand:
Keller,
darüber das Lager.
Über dem Lager die "Bühne" um deren Fußboden es geht.
Der soll so aufgebaut werden, das aus "gestalterischen Gründen" da drauf ein großer Kubus (wie groß?) gebaut werden soll. Zuerst klang an deshalb Kubus weil man außen nicht dämmen kann.
Die Frage ist dann wohl Dämmung unter, in die Bühnendecke oder Dämmung später in den Fußboden des Kubus?
Habe ich jetzt alles richtig interpretiert?
Ich weiß immer noch nicht was der Kubus für eine Funktion haben soll, ob er gedämmt wird, aus was die Wände bestehen und wie groß er in etwa werden soll.
"Orangerie"- das heißt für mich Wintergarten, also frostempfindliche Pflanzen einstellen. Sollen die in den Kubus?
Wenn Ihnen die Fragen zu komplex erscheinen hier zur Vorsicht eine einfache Antwort:
Schrauben Sie 2 x 15 mm OSB- Platten auf die Balken und fertig.





@georg:

- sorry, war einige tage krank
- hier die antworten:
- alles richtig interpretiert
- kubus soll die funktion eines gästezimmers haben
- soll mal in holzständerbauweise erstellt werden
- dessen wände sollen dann gedämmt werden
- größe noch unklar, ergibt sich dann von selbst

- meine infos waren nicht vollständig, sorry
- als orangerie bezeichnen wir die ganze scheune
- da sie mit über 100 glasziegel "erhellt" wurde
- späterer kubus stellt nur 1/4 des raumes da
- nur 15 mm OSB wäre die einfachste version, stimmt
- frage ist nur, ob mit oder ohne dämmung



Kubus



Also dann:
2 x 15 mm OSB mit versetzten Fugen, Stöße verklebt,auf die Balkenlage schrauben.
Trockenbau- Rahmenprofile 2 x 50 mm auf die OSB- Platten schrauben, Abstand zu den Wänden minimal 500 mm (Arbeitsraum),
an den Ecken jeweils Ständerprofile setzen, Rahmenprofil auflegen, provisorisch sichern,
an den Ecken verbinden (kleine Dreiecke OSB/GK oben aufschrauben),
Ständerprofile auf Systemmaß einschieben
Außenbeplankung 1 x 15 mm OSB oder 1 x 12,5 mm GK setzen (Fenster- und Türöffnungen nicht vergessen),
innere Wandschale analog Wand- und Rahmenprofile setzen, Abstand innen 50- 60 mm.
Etwa in halber Höhe die Wandprofile der äußeren und inneren Schale mit einem Stück GK oder OSB verkoppeln,
oben beide Rahmenprofile mit durchgehenden OSB- oder GK- Streifen verkoppeln.
Mittig oder in den Drittelpunkten von zwei gegenüberliegenden Wänden ein Kantholz 60/80 oder 60/120 mm als Auflager für einen Unterzug zwischen zwei Ständer waagerecht plazieren und mit den Ständern verschrauben. Der Abstand Oberkante Kantholz bis Oberkante Rahmenprofil + Koppelstreifen richtet sich nach der Höhe der Unterzüge die aufgelegt werden. Ich denke 12 cm sollten dafür reichen.
Rechts und links ein Stück OSB/GK zwischen die Ständer der vorderen und hinteren Wandschale zur Aussteifung verschrauben.
Kantholz 6/12 als Unterzug bzw. Unterzüge auf den Auflagerhözern auflegen, fixieren.
Hohlkammerprofile aus durchsichtigem Material oben als Dämmung und Belag auflegen, verschrauben, an den Auflagern auf den Wänden mit Acryl eindichten.
Dämmung aus Mineralwolle zwischen die Ständerprofile klemmen.
Innere Beplankung aus 12,5 mm GK oder 15 mm OSB setzen, die Unterzug/züge dabei ausklinken und die Beplankung auch auf den Auflagerhölzern verschrauben.
Fenster (falls erforderlich) und Tür einbauen.
Alternative: Äußere Wandschalen auf dem Fußboden inklusive Beplankung vorfertigen, dann aufstellen. So fällt der Arbeitsraum bis auf ein paar Zentimeter Spalt weg.
Weitere Alternative:
Äußere Wandschale weglassen. Innere Wand klassisch als gedämmte Vorsatzschale setzen- dann aber nix Kubus.
Keine Angst vor Feuchteerscheinungen!
Zum Fußboden:
Trittfeste bzw. begehbare Dämmplatten aus Holzfaser auslegen, OSB oder Trockenestrich auflegen, Fugen verklebt.
Darauf normalen Fußbodenbelag.
Voila, damit können Sie Ihren Gast in der Scheune einsperren.

Ich weiß das klingt für Sie alles viel zu kompliziert und Sie wollen sowieso alles mit Kanthölzern bauen weil Sie glauben das sei einfacher und besser.
Trotzdem habe ich mir die Mühe gemacht und Ihnen diese Bauanleitung geschrieben.
Warum wohl?



Einbau Bodendämmung



Wenn der Boden von unten genug gedämmt ist wäre zusätzliche Dämmung unnötig.
Da aber wohl wegen der Unebenheiten ohnehin ein Höhenausgleich mit Balken erforderlich ist würde ich die Zwischenräume dämmen- schon um Hinterströmung zu vermeiden-
zur Schalldämmung ists auch besser.

Der weitere Ausbau kann auf diesem Unterbau erfolgen.

Andreas Teich





@ georg

- eigentlich ist der kubus nur zweitrangig
- dennoch danke für ihre ausfürhliche baubeschreibung
- eigentlich wollte ich nur die frage bzgl. des bodens klären

@ andreas

- besten dank, das genau wollte ich wissen



@andreas:



- die kanthölzer stehen wurden schon installiert
- dazwischen mit mineralwolle?
- ich weiss hanf wäre auch sympathischer, aber viel teurer



Kubus



Das Sie Ihre Finger nicht von Kanthölzern lassen können war mir klar.
Ich denke das ich beim nächsten Mal nicht mehr antworten werde.
Es bringt nichts.



Boden dämmen



ja, den Hohlraum zwischen den Balken voll mit Dämmstoff füllen.

Stopfhanf ist eigentlich das billigste nach Zellulose-
dafür sind beide kapillaraktiv und wesentlich feuchteunempfindlicher als Mineralwolle.

Am besten mit anderen in der Nähe zusammentun und eine größere Menge kaufen.

Zellulose könnte auch nur manuell oder mit Gartenhächsler oä. aufgelockert werden und so in die die Felder eingefüllt werden.
Am besten mehr besorgen, dass es für spätere Dämmungen reicht. Wieviel benötigt ihr? Evt kann ich es besorgen.
Hanf- oder Kokosdämmplatten sind auch ziemlich günstig.

Andreas Teich



Balkenlage



Die aufgebrachte Balkenlage dient doch wohl primär zum Höhenausgleich.
Dagegen ist doch nicht viel zu sagen, finde ich?

Oder was spricht dagegen?

Natürlich hätte auch die bestehende Balkenlage irgendwie nivelliert werden können- allerdings wohl nur mit höherem Aufwand.

Andreas Teich



kanthölzer



… weiss auch nicht was dagegen sprechen soll
in der luft hält die rauspundschalung ja nicht von selbst