Wärmedämmung sinnvoll




hallo liebe fachwerk-gemeinde,
wir beabsichtigen das haus zu kaufen, in dem wir z.zt. wohnen, um dann zu modernisieren und Heizkosten zu sparen. in den letzten warmen wintern hatten wir eine schöne grünfläche ums haus herum, ca. einen meter breit, und die fingerhüte und anderes kraut trieben schon im januar aus. das haus ist ein rotklinkerbau, typ hambuger kaffeemühle, bj. 1928, ca. 30er Wand mit luftschicht. wir wollen als Dämmung Perlite einblasen lassen, die klinkerschale ist aber an einigen stellen weich, es wurde bereits nachträglich verfugt und ich habe befürchtungen, die wände könnten nass werden. als bau-laie , allenfalls buch- und foreninformierter, suche ich nach alternativen. wir haben über eine weitere klinkerschicht nachgedacht, zumal wir ein schönes rotes haus behalten wollen. wer weiss rat ? danke im voraus,
ole

ach ja, bringt hüllflächentemperierung etwas und ist das im Altbau nachträglich kostenverträglich zu machen ?



Wärmedämmung



ist sicherlich sinnvoll, allerdings ist das nachträgliche Ausblasen von Hohlschichten äusserst bedenklich.
Wenn bereits über eine neue Vorsatzschale nachgedacht wird, dann lässt sich das problemlos mir einer neuen Kerndämmung verbinden. Dann lässt sich mit einem geeigneten Stein und einem alten Maurer auch die Fassade in der entsprechenden Optik wiederherstellen.
MfG
dasMaurer



Ich



würde Ihnen auch eine Kerndämmung mit Perlite empfehlen.

Das Haus mit Strahlungswärme zu beheizen ist auch sinnvoll. Entgegen der Konvektionswärme durch Heizungkörper ist hier die Lufttemperatur kleiner als die Wandoberflächentemperatur. Das schafft zum einen Behaglichkeit und zum andern hat es auch eien bauwerkserhaltenden Aspekt.





Zitat:
"ach ja, bringt hüllflächentemperierung etwas und ist das im Altbau nachträglich kostenverträglich zu machen ?"

Mal die Forums-Suchfunktion bemühen:
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/searchSite/0$.cfm

...oder folgendes lesen und eigene Meinung bilden:
http://www.konrad-fischer-info.de/7temper.htm



Zeit!



Ergänzung zum Thema "Wärmedämmung" im Allgemeinen, und zum Lesen bitte ein bißchen Zeit mitbringen:

http://www.konrad-fischer-info.de/213baust.htm

Gruß
Marita Kerr





@frau kerr und herrn meurer:

vielen dank für den tipp! durch nächtelanges lesen bei herrn fischer bin ich bei herrn eisenschinck gelandet, darüberhinaus bei herrn meier und schlussendlich in diesem forum. o.g. bücher stammen alle von den o.g. herren. was ich nicht gefunden habe, sind ein paar angaben zu den kosten so einer umrüstung. die 10'-15' euro in dem artikel von herrn fischer finde ich etwas breit gefächert, bei den diversen herstellern gibt es keine richtwerte, was eine gesamte anlage etwa kosten würde bei einem z.b. 120 qm-haus oder einer 100 qm-altbauwohnung, etc.
ich formuliere daher meine frage etwas um: wer macht soetwas kostengünstig bzw. wer hat noch Erfahrung mit der fischerschen methode gemacht- vorlauf/-rücklaufrohr und ein paar strahlplatten dazwischen ?
ich habe noch ein haus von 1905 mit vier etagen, dass ich aufgrund der blöden steuergesetzgebung für altimmobilienneubesitzer sinnvoll nur mit schmalen geld energetisch verbessern kann und möchte. in dem mehrfamilienhaus sind die armdicken rohre der schwerkraftetagenheizungen an der Aussenwand entlang geführt, was wohl den energieverbrauch bis jetzt positiv beeinflusst hat. nun möchte/muss ich aber die teilweise durchgegammelten heizkörper entfernen und suche nach sinnvollen und vor allem preis-werten alternativen.
können sie mir mehr dazu schreiben ?

@ das maurer:

danke für die info, wie sollte denn dann der Wandaufbau sein? welche dämmstärken sind sinnvoll bzw. vieviel verträgt die aussenwand in den bereichen, wo das neue Mauerwerk nicht durch ein Fundament abgefangen werden kann nach ihren erfahrungen ?
ich denke da insbesondere an die aussagen zur dämmstärke bei meier - richtig bauen, und bin etwas ratlos nach den empfehlungen von einem befreundeten fachmann. und was bitte ist ein geeigneter Stein ?

vielen dank

und viele grüße,
ole



Das sind



eine Menge Detailfragen, die am besten vor Ort abgeklärt werden sollten, da man aus der Ferne nur schlecht die gesamte Gebäudesituation beurteilen kann. Es spielen eine Menge Faktoren mit, und technische Lösungen lassen sich am besten vor Ort finden.
MfG
dasMaurer