Verfugen

01.03.2004



Hallo,
wir haben vor 3 Jahren ein Ständerfachwerkhaus neu gebaut (nach alten Vorlagen) und wollen in diesem Jahr das Außenmauerwerk verfugen lassen. Wie wird am besten am zwischen Stein und Fachwerk verfugt? Uns wurde nun von einer Fachfirma Silkon vorgeschlagen, nur, ist das wirklich richtig? Vielen Dank für die Antworten!!!



Machen Sie einen großen Bogen ...



... um diese Fachfirma.
Nehmen Sie Kalkmörtel, wenn bisher auch schon mit Kalk vermauert wurde.
Grüße



ist das ein Witz????





@ Torsten



Was meinst Du mit Witz?
Silikon oder den Ratschlag
Gruß
Bernd





natürlich nicht deine Reaktion. Ich hatte gerade einen riesen
Text gepostet, aber fand ihn dann zu hart. Es gibt einfach
Fragen, die sprengen den Rahmen. Obwohl, ich selbst wollte meine Natursteinmauer mit Silikon vermörteln, dann Plastikfolie drüberziehen (2lagig), eine Styroporschicht
mit Montageschaum draufkleben, das Ganze mit Lehmputz verputzen, ist das RATSAM?
:-)
Torsten



Pardon



ich wollte keinen mit meiner Frage belästigen! Mir war nicht bewußt, dass hier nur absolute Fachleute untereinander Fragen stellen dürfen.

Mein Dank gilt Bernd Fröhlich für seine Antwort.



Unvollständig



Da Lehm schlecht auf Styropor haftet, muß man hier noch einen Putzträger aufbringen. Der sollte dann allerdings fest mit der Mauer verankert werden - Dübel und lange Schrauben.
Am Fußboden empfiehlt sich dann vor der Wand noch eine Ablaufrinne für das Wasser. Die kann man sehr einfach Fräsen und für den Ablauf dann ein Loch in die Außenwand bohren mit einem Durchmesser von ca. 5 cm. ACHTUNG: ca. 3 cm Gefälle pro m.



@ Elke



Ich glaube nicht, daß Du mit Deiner Frage hier jemanden belästigt hast.
Sie zeigt doch zum wiederholten Male, was von einigen sogenannten Fachfirmen zu halten ist. Insofern betrachte ich Deinen Beitrag sogar als wertvoll - und wenn Du dem Ratschlag der Fachfirma nicht folgst, gibt es sogar noch eine Schadens-Begrenzung.
Nur gestatte uns (Fach-Laien) aber auch bitte die Seitenhiebe gegen die Fachfirmen. Es geht nicht gegen Dich.
In der Hoffnung auf Verständnis
Bernd



Hallo Elke,



bitte nicht böse sein. Es gibt da so einen Knopf, genauer mehrere, aber in Deinem Fall einen ganz bestimmten. Auf diesem Knopf steht in dicken roten Lettern: SILIKON. Auf diesen Knopf hast nicht Du gedrückt, sondern Deine Fachfirma. Wenn man ein Fachwerkhaus hat, sollte man diesen Knopf möglichst nicht drücken. Erst recht nicht, wenn es um die Fassade geht.

Die Reaktionen auf Deine Frage sind natürlich nicht wirklich sachlich, eher sarkastisch. Das Du darüber verägert bist, kann ich verstehen, bitte aber um Nachsicht. Das Du die Frage hier stellst, finde ich sehr gut, denn es zeigt, dass Dir da irgendwas am Silikon nicht schmeckt. Und dieses Gefühl trügt Dich nicht. Ich habe Dir mal ein paar ältere Beiträge rausgesucht.

Um es kurz zu machen und mich auch den Vorredner anzuschließen: Lass die Finger vom Silikon und Deiner Fachfirma empfehle ich eine weiterbildung in Sachen: Wie lasse ich die Häuser meiner Kunden heile.

Sieh die Blumen als kleine Entschuldigung.



---Forenreferenz-----------
Schwellenbalken von außen abgedichtet und von innen angefault. -
Wir haben ein Problem! Bei unserem Fachwerkhaus (Denkmal) sind einige Schwellbalken teilweise bis zu einem Drittel an der Innenseite vermodert! Nun habe ich außen auf einem Meter Länge das Silikon zwischen Balken und Sockel entfernt und die obere abgeschrägte Zementschicht abgeklopft. (Das Silikon wurde von unseren Vorgängern aufgetragen) Glücklicherweise löste sich die Zementschicht sehr leicht von der obersten Ziegelsteinschicht! Unter dem Silikon war das Holz etwas feucht, obwohl es seit Wochen nicht geregnet hatte. Mit meiner Digitalkamera habe ich einige Fotos gemacht und würde sie gerne jemandem, der sich auskennt per email zusenden!
Soll ich auf die oberen, völlig waagerechten Ziegelsteine eine nach außen abgeschrägte Zementschicht auftragen? Unter dem Schwellenbalken befindet sich eine weiche Mörtelschicht, die jetzt der Witterung voll ausgesetzt ist und sich vollsaugen kann! mehr ...
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---Forenreferenz-----------
Fuge zwischen Schwelle und Sockel -
Schönen guten Tag zusammen!
Ich wollte mal eine kleine Frage stellen.
Und zwar habe ich ein altes Fachwerkhaus von 1728, der Schwellbalken liegt auf einem ca. 80 cm hohen Sockel aus Sandstein, der ca. 10 cm dicker ist (vor steht) als der Balken. Deshalb ist die Sockeloberkante auch nicht waagerecht, sondern abgeschrägt zum Schwellbalken hin (regenwasser). Zwischen dem Schwellbalken und dem Sockel ist eine teilweise schon 2 cm breite Spalte, die senkrecht nach unten geht und von Jahr zu Jahr breiter wird. Nach jedem Regenguß steht in dieser Spalte oft stundenlang das Wasser und sickert langsam in den Sockel und unter die Schwelle! Dieser Balken ist teilweise schon angefault. Mit welchem Mittel soll ich die Fuge am besten zuspachteln? Zement oder Moltofil ist glaube ich nicht elastisch genug! Ist Silikon besser? Soll ich die Schwelle vorher mit einer Lasur vorstreichen? mehr ...
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---Forenreferenz-----------
Was ist ein "Kellenschnitt"? -
Hallo, im Zuge der Lehmputz-Ausbesserungsarbeiten an unserem alten FWH wurde uns zu einem Kellenschnitt geraten. Und zwar da, wo verschiedene materialien aufeinander stosse. Z.B. Holz auf Lehm oder Kalkputz auf Lehm.
Aber wie wird dieser KELLENSCHNITT ausgeführt? Wer kann uns helfen? mehr ...
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Irgendwie, irgendwo ...



... gibt es doch immer wieder jemand, der es besser kann ;-)
Beteilige mich an den Blumen.





...und ich spende noch ein paar virtuelle Silikonkartuschen
dazu...

:-)
torsten





Hallo, das schöne am Fachwerkhaus ist ja seine Nachgiebigkeit. Ähnlich flexibel und sensibel sollte man auf Fragen reagieren, denn wenn jemand etwas von einer fachfirma angeboten bekommt, sagt er in der Regel"Jupp" und lässt es machen. Es ist wirklich toll, dass Elke nach- und hinterfragt. Jetzt ist die gute Elke noch nach dem geplanten Wandaufbau innen und außen zu fragen, damit man ihre Frage nach dem richtigen Fugenmaterial fachgerecht beantworten kann. Gefühlsmäßig würde ich Lehmmörtel empfehlen, der sich mit fast allen Baustoffen verträgt, aber halt nicht wetterfest ist. Also bitte noch ein paar Details. Und ein Dankeschön ans Silicon-Valley: Sonst gäbe es weder Computer noch Internet noch fachwerk.de ... wenn man schon spitzfindig sein will!
Gruß gf





denn die Spitze sollte man schon finden und nehmen, um die
Fugen leicht zu vergrössern, bevor man den wetterfesten
Kalkmörtel aus hydraulischem Kalk reinschmeisst.

kalkige Grüsse
Torsten



Gut und Böse ...



... oder Silicium und Silikon(e).
@ Günter Flegel

Rein chemisch betrachtet - vor dem Hintergrund der Halbleiter und Wafer - müßte man das Silicon Valley auf deutsch doch Silicium Tal nennen, denn mit den im Fachwerkbereich berüchtigten Acryl- und Alkylgruppen i.V. mit Silicium-Sauerstoffketten (Silikone) haben die Leutchen im Tal wohl weniger zu tun - vielleicht dichten sie aber ihre PCs mit Silikon ab.
Will sagen, am Fachwerk darf man durchaus mit Silikat-Produkten arbeiten, jedoch sollte man einen Bogen um das Silikon machen ;-)
Habe aber auch schon gesäuberte Silikon-Kartuschen wieder verwendet, z.B. um schwer zugängliche Fugen zu verfüllen. Klappt prima mit allerhand natürlichen Produkten.
Chemisch-elementare Grüße





Hallo Herr Fröhlich, der letzte Satz war auch mehr fröhlich gemeint. Wie heißt es so schön in der Feuerzangenbowle: Silicium, meine Herren, Silicium ... Ich hab solche geleerte Kartuschen nach der Besichtigung diverser Baustellen (ich lass da immer was mitgehen; wo bauen Sie zur Zeit?) auch schon als Trichter recycelt, zum Beispiel um Öl umzufüllen. Und mein großer Lausbub spielt damit stundenlang im Sandkasten: Einfüllen, rausrieseln lassen, einfüllen, Wasser plantschen ... Hoffentlich schadet's ihm nicht ...
gf



Langsam ...



... brauchen wir jetzt eine eigene Rubrik ;-)
Vielleicht sollte der "Zensor" aber auch mal einen Chat-Room zur Verfügung stellen. Dann können wir unser Treffen ggf. auch virtuell abhalten.
Hätten dann nur Probleme, das Bier durchs Netz zu schicken.
Gruß





Lässt Ihre Firewall kein Helles durch? Nicht mal im Märzen? Da hätt ich schon Bock drauf ...



Mensch Jungs.....



da ist man mal ein paar Stunden nicht am Platz....
Vielen, vielen Dank für die Antworten!!!!
1. Bin nicht böse (naja, vielleicht zu Anfang...)
2. Wenn die Natursteinmauer fertig ist, bitte Foto!!!
3. Das mit dem Bier kann ich leider auch nicht lösen....
4. Nachdem ich (Frau) mal in mich gegangen bin, sehe ich ein, dass meine Frage doch etwas diletantisch war (ja, ja wir Frauen können Selbstkritik üben, gell??? :))
5. Die Frage nach unserem Maueraufbau: Voll-Verblender (Klinder, handgeformt, NF), Dämmstoff, Rotstein und von innen mit Gipsputz verputzt. Für den Klinker wird der Fuger Stuhr empfohlen.
6. Noch so' ne Frauenfrage.... wenn zwischen Balken und Klinder gefugt wird, muß vorher Hanf zum Ausgleich für die Feuchtigkeit rein? Und, dass Haus arbeitet ja und jetzt bitte nicht erschiessen, aber bröselt dann die Fuge nicht irgendwann raus??



Au weia ...



... ich fürchte, die Diskussion fängt jetzt erst an.
Da waren ja richtige Fachleute zusammen.
Wie sagt man doch so schön - synergy at work!
Ob da wohl noch die Richtung stimmt.
Erst einmal nachdenklich



Fachleute ?



Hallo miteinander,

anbei erst einmal ein Bild. So sieht eine Eichenschwelle aus, wenn sie mit Zement-Mörtel und weiteren modernen Baustoffen zugekleistert wird. Auch wenn es auf dem Foto nicht ganz deutlich wird – im unteren feuchten Bereich kann man nach Belieben mit dem Schraubenzieher bohren.
An den Stellen, die noch von den Sanierern der letzten Jahrzehnte verschont worden sind, wo noch Kalk, weichgebrannte Ziegel & Co. vorherrschen, ist auch das Fachwerk noch in Ordnung. Über die Stellen mit Klinker, Zement, (Ri-)Gips, Styropor etc. breite ich lieber den Mantel des Schweigens – ich habe mich schon genug geärgert – Psychologen würden es Verdrängung nennen !

Der beschriebene Aufbau sieht in den nächsten Jahren von außen bestimmt sehr gut aus. Die Gewährleistung läuft ab – wenn es denn überhaupt eine für diese Planung gibt – aber die Verrottung nimmt ihren Lauf.

Bei einem Nachbarhaus von mir wurde auch so ein Kulissenbau gezaubert – inkl. Silikon. Da mir aber der Besitzer nicht bekannt ist – wohnt irgendo anders, bzw. läuft über irgendeine Firma – kann ich bisher leider nur mit mir selbst über den Ausgang wetten. Die Situation ist irgendwie zwischen tragisch und langweilig.

Wann gibt es endlich den Führerschein für das „Fachwerk“ ???

PS
zu Dilettantismus und weiblicher Selbstkritik:
Hier war wohl nur der Silikon-Vorschlag etwas dilettantisch - nicht die Frage. Aber von der Seite der Fachfirma gibt es mit einiger Sicherheit keine Selbst-Kritik - oder war eine Architektin im Spiel - dann würde ja noch Hoffnung bestehen ?