Sickerschacht ....

26.08.2011



Hallo
Ich habe an meinem Wohnhaus zwei Sickerschächte , welche aus Betonringen erstellt wurden . ca 1,2 Meter tief und 1 Meter im Durchmesser . Die Dachfläche hat 100 m" . Der Boden ist nach ca 40cm sehr wasserdurchlässig (Sandiger gelber Boden) An den Fallrohren habe ich solche Lippen , welche im Notfall auf gehen , damit das Wasser nicht das Flachdach fluten koennen . Dies ist aber noch nie geschehen . Und das ist me9ne Frage . Nun bei einem starkem Gewitter sind knapp 10-12 Liter pro m2 in die Sickergruben geflossen . Wie muss ich mir das vortellen ??? Geht das Wasser direkt senkrecht nach unten oder wie weit verteilt es sich auch in die horizontale . Ich habe bedenken wegen der Entfernung der Sickergruben zum Haus . Sie sind 3 Meter vom Haus entfernt gemacht worden .

Vielen Dank
Otto



Hast



Du denn einen Keller ?



Aufbau Sickerschacht



Sind die Betonringe innen abgedichtet? Ist eine Versickerung nur nach unten möglich oder auch (zB durch Öffnungen) zur Seite?





nein kein keller vorhanden .
ringe sind "durchlöchert" an den seiten .



Aufbau



Ein genauer Aufbau (Höhen etc) wäre erforderlich um das zu beurteilen.





1,2 meter tief und 1 meter im durchmesser . ringe sind wie gesagt mit 3cm löcher seitlich wasserdurchlässig gemacht worden . habe mal am fundamnt ca 1 meter tief ein Loch gegraben und bei einem starkregen dort keine Feuchtigkeit festgestellt . meine bedenken sind nur , das die sickerschächte eventuell zu dich am haus stehen und ich irgendwann mal probleme bekommen könnte . absacken oder oder oder ...



Schluckbrunnen



Wie wärs mit ein bisschen Mathematik?
20 l/m² x 100 m² ergeben ca. 2.000 l in 10 Minuten.
Ein Brunnen hat bei 1 m Durchmesser und 1,2 m Höhe ein Fassungsvermögen von ca. 1.000 l. Das reicht schon um die Frage nach der Kapazität zu beantworten.
Die Versickerungsleistung ist dabei noch nicht berücksichtigt, sie hängt vom Durchlässigkeitsbeiwert k (in m/s) des Bodens ab. Die Abflußgeschwindigkeit kann man mit der Gleichung von Darcy berechnen, mit der Versickerungsfläche ergibt das die Durchflußmenge pro Zeiteinheit.
Was das Haus betrifft:
Wasser fließt nach unten. Im Boden verteilt sich das Wasser bei nichtbindigen Böden nach der Schwerkraft; Kapillarität spielt keine Rolle. Die kapillare Steighöhe beträgt in gut durchlässigen Böden maximal einige Dezimeter. Dadurch bildet sich um die bzw. unter den Brunnen ein Versickerungskegel. Die Leute die diese Schluckbrunnen gebaut hatten wußten also was sie taten.

Viele Grüße



und



Dein Haus wird auch nicht wegsacken, denn das Wasser würde auch ohne Dachrinne und Sickerschacht auf dem Grundstück versickern. Nur in einem naheliegenden Keller hätte der konzentrierte Wassereintrag ev. Folgen gehabt.





alles klar und besten dank