Nägel oder Schrauben?

04.02.2009



Hallo Gemeinde,
bin jetzt kurz davor meinen neuen Böden einzubauen. Ist es besser die Dielung auf die Balken zu nageln oder zu schrauben?
Gruß Tom



Schrauben



wenn sie schön passen mit vollgewindeschrauben und wo noch etwas gezogen werden muß ne teigewindeschraube. etwas Kleber zwischen Diele und Brett ist auch nicht verkehrt

Grüße aus dem Vogtland
Mirko Schlosser



Es geht natürlich Beides,



wenn allerdings wie in den meisten Fällen hier die Statik zu berücksichtigen ist (aussteifende Deckenscheibe), müssen pro Balken und pro Brett 2 Nägel oder Schrauben von oben eingebaut werden. Nimmt man Nägel, kann man diese versenken und die verhältnismäßig kleinen Löscher verkitten. Schraubenlöcher sind größer, und bei den Schrauben muss beachtet werden, dass diese für eine tragende Verbindung zugelassen sind. Die Tragfähigkeiten im Vergleich zu Nägeln sind aus den Zulassungen zu entnehmen.



Ich trau wo meinen Augen nicht!



Gruß Ronny



Warum denn nicht?



.



?



ich würde die schrauben mal in oberseite der feder rein drehen(verdeckt geschraubt nennt mann das) und muß dann auch keinen Kitt reinschmieren.
Und mit der statik... hat alles seine berechtigung aber deswegen würde ich die Dielen nicht sichtbar befestigen.
wenn ich im Dach z.B. die kehlbalkenlage aussteifen muß ist das ok aber da nehm ich keine dielung sonder ne OSB-Platte oder Rauhspunt den ich drauf nagel

das vogtland grüßt
Mirko Schlosser



Auch eine Geschossdecke dient



der Aussteifung eines Gebäudes! Und der Verzicht auf eine Deckenscheibe kann böse folgen haben.
Wenn man also bei einer Decke die Aussteifende Wirkung berücksichtigen muss und keine Nägel sehen will, muss man unter der sichtbaren Dielung eine Rauhspundlage oder eine Lage aus holzwerkstoffplatten vorsehen.



@ Fred, ---



-- für meinen Teil habe ich verstanden, was Du meinst.
Unsere Dielung(en) habe ich allesamt sichtbar und jedes Nagelpaar konisch zueinander genagelt. Nicht versenkt, sondern nur bündig eingetrieben. Versenken kann man die
sichtbaren Nägel auch später, sei es, ob eine Diele quietscht - oder die Dielung durch Abschleifen renoviert werden soll.
Bin kein Fußbodentischler, der unsichtbar verschraubte,
genagelte oder gar geklebte Dielungsarbeiten anbieten muß.
-
A. Milling



Moin Fred!



Wir hatten zur gleichen Zeit gepinselt und es war dein Vorgänger gemeint ( Kleber bei Dielen).

Grüße Ronny



Welches



Problem tritt auf wenn ich zwischen Diele und Balken etws Parkettkleber oder einen anderen elastisch bleibenden Kleber
auftrage ?? außer ich das Problem mit dem Knarren weiter reduziert oder nahezu ausgeschloßen habe und die Diele über die ganze breite noch etwas zum halten bringe fällt mir nichts ein, aber ich lerne auch gern dazu. bis jetzt habe ich noch nie ein problem damit gehabt aber bei einer sinnvollen erklärung kann ich mich auch überzeugen lassen.

Sichtbar oder verdeckt befestigt ist ne Optische sache und die muß zuletzt der Kunde entscheiden
Die aussteifende wirkung wird vielleicht wirklich etwas vernachlässigt...

Grüße aus dem Vogtland
Mirko Schlosser



Sichtbar oder nicht sichtbar



ist in erster Linie eine statische Frage und keine optische. Aus diesem Grunde ist der Kunde in aller Regel nicht derjenige, der diese Entscheidung treffen kann. Hier benötigt er fachliche Hilfe durch einen Planer, einen Statiker oder einen versierten Handwerker.



um auf die



Frage zurückzukommen sollte erstmal geklehrt werden ob es sich um einen Dachboden oder das Wohnzimmer handelt.
beim Dachboden erübrigt sich eigentlich die frage mit dem sichtbar oder verdeckt und im Wohnzimmer sollte der kunde schon ein Wörtchen mitreden dürfen und wenn alles nichts hilft müßen halt andere Lösungen gefunden

Mirko schlosser



Irgendetwas ist anders



als früher. Neuerdings werden die Fragen immer kaum beantwortet, dafür aber zu zweit diskutiert. Ich hatte das neulich schonmal zu einem anderen Thema!? Früher gab es Tipps die einem geholfen haben-heute verwirren diese eher.

Die Balkenlage befindet sich über einem Tonnengewölbe. Die alten Balken werden durch neue ersetzt. Die alte Dielung ebenfalls durch neue! Meine Frage war ganz einfach: Nägel oder Schrauben? Ich tendiere eher zu Nägeln, das ist authentischer.
Aber vielleicht gibt es Erfahrungen die anderes sagen.

Tom



Nun, wenn die



Randbedingungen nicht genau beschrieben werden, kann man eine so "einfache Frage" eben nicht so "einfach beantworten".



Immerhin...



...scheint mir im EG die Scheibenwirkung verzichtbar.

Ich bevorzuge in jedem Fall Schrauben, die Böden bleiben ruhiger. Nägel werden durch das jahreszeitlich bedingte Arbeiten des Holzes oft einige Zehntelmillimeter herausgezogen, war dann zu Knarrgeräuschen durch Reiben der Dielung untereinander oder an den Nägeln führen kann. Nägel setzen der Neigung mancher Bretter zu Krümmung und verwerfung weniger widerstand entgegen. Eine später evtl. erforderliche Demontage von Dielen ist ohne Schäden realisierbar.

Ob von oben geschraubt wird, ggf. 2fach der Scheibenwirkung wegen), oder nur einfach verdeckt in die Feder, ist eine andere Frage. Sichtbar bleibende TORX - Edelstahlschrauben wirken oberflächenbündig versenkt durchaus gut, besonders in dunkeleren Hölzern, wenn man eine modernere Optik mag. Dielenschrauben haben im Übrigen keine größeren Köpfe als Nägel, und sie versenken sich von selbst. Ob diese die Zulassung für tragende Befestigung haben, sollte in der Praxis keine Rolle spielen.

Grüße

Thomas



Stauchkopfnägel sichtbar, Schrauben bedingt gut, kleben gar nicht gut...



hallo freunde...vieles was ihr schreibt ist richtig, vor alllem mit der Statik...hier brauchts keine Scheibe also zählt die Optik...Natürlich ist wichtig , was für Bretter du einbaust...Hobeldiele zb. kann genagelt oder geschraubt werden, da diese nicht so sehr arbeiten wie etwa rauhspund...aber selbst hobeldielen verkleben ist nicht gut, da hier spannungsrisse ikm Brett entstehen, und ads mit ziemlicher sicherheit, da Vollholz in jedem fall arbeitet...Schrauben können bei rauhspund, der Feuchter ist als eine hobeldiele, die auftretenden scherkräfte nicht immer aufnehemn, die Folge ist, das die schrauben "abscheren"...nimm mal einen Hammer und hau seitlich gegen eine nicht ganz reingeschraubte schraube, beim ersten schlag ist die ab....scherkräfte können nur gut von nägeln aufgenommen werden...holzboden aus Rauhspund darf auch quitschen....hier nehem ich zum beispiel Stauchkopfnägel, die werden nicht vom brett gezogen...und dann auch nur an stellen die das Brett braucht, je nach krümmung usw...ach ja: keine bretter aus dem Baumarkt, die machen keinen spass gehe zum Fachhandel und hier bitte mindestens21mm dicke bei Balkenabständen von unter 70 cm....



Beides falsch:



"Stauchkopfnägel, die werden nicht vom brett gezogen...und dann auch nur an stellen die das Brett braucht, je nach krümmung"

Welchen Einfluß soll denn die Kopfform auf das Ausziehverhalten haben? Jeder Nagel wird durch das jahreszeitlich bedingte Quellen und Schwinden leicht gezogen, selbst die alten, geschmiedeten leicht konischen Nägel machten da keine Ausnahme. Wenn dann statt Dielung Rauhspund verwendet wird, haben die Bretter schnell in der Stärke einige Zehntel Spiel, die Gefahr des Knarrens etc. ist damit recht hoch. Bei Schrauben tritt dieser Effekt weniger stark auf, das Nachschrauben ist denn auch angenehmer als das Nachnageln.

Mit einem Nagel kann eine schon vorhandene Breitenkrümmung eines normal dimensionierten Dielenbrettes kaum vollständig nach unten gezogen werden, und dauerhaft untengehalten wird solch ein krümmungswilliger Kandidat durch Nägel nicht. Weshalb wohl sind alte Dielenböden oft recht wellig? Auch Schrauben leisten das nicht immer, aber dank praktisch höherer Ausziehkräfte aber besser als Nägel.

Scherkräfte? Abgescherte Dielenschrauben habe ich noch nicht gesehen (wenn's nicht gerade in Richtung Wasserschaden geht). Wenn die Dielen nicht nach Lust und Laune befestigt werden, sondern je 2x leicht schräg nach innen mit passendem Randabstand, dann ist ein stabiler Boden zu erwarten. Je nach Gegebenheiten tuns aber oft auch o.g. Dielenschrauben.

Grüße

Thomas



...na dann



nimm doch mal ein mit stauchkopfnägelngenageltesbrett und zieh mal dran...ich denke der nagel bleibt...oh wunder...alter Dielenboden ist natürlich wellig, weil dann dochmal trocken...Längskrümmug ist gemeint nicht verwindung, die wird über nut und feder gehlaten...sind erfahrungen...Scherkräfte treten aus, sonst stände in jeder Statik: Schrauben, steht aber nicht, da steht vernageln...eins noch bei edlen Hobeldielen, für 50 eus am m² geht ohne weiteres schrauben durch die Feder, da passiert nischt mehr mit dem Brett...die sind aber bei dem hierigen Fragesteller ungeignet, es sei den er verschalt erst und geht dann zum edlen über...nixfürungut...



Auch Dielenböden...



...für wesentlich mehr als 50€/m² kann man direkt auf Lagerhölzer / Balken legen, was soll das mit dem Preis zu tun haben?

Es ist ja schön, daß Sie zu allem eine Meinung haben, aufgrund täglicher Praxis in exakt diesem Gebiet finde ich allerdings Ihre Statements etwas... seltsam.

Grüße

Thomas