Sicherheit beim Fachwerkbau – darauf kommt es an!

Fenster gekippt Barockes Portal eines Fachwerkhauses

Ist das Fachwerkhaus einmal fertig, freuen sich Erstbezieher über einen wunderschönen Baustil, wie es ihn kein zweites Mal gibt. Doch bis dahin ist es noch ein langer Weg. Bei einem Fachwerkbau gilt es einige wichtige Punkte zu beachten, so unter anderem die Sicherheit. Ihr sollten Bauherren noch vor Beginn der Baumaßnahmen besonders viel Beachtung schenken, damit es zu keinen unerwünschten Problemen kommt. Im Folgenden einige wichtige Punkte zur Sicherheit, welche eingehalten werden sollten beziehungsweise müssen.

Nicht nur der Bauherr selbst, sondern auch weitere an dem Projekt beteiligten Planer wie Architekten und Aufsichtspersonen von Bauunternehmen stehen in Puncto Sicherheit bei einem Fachwerkbau in der Pflicht. Der Bauherr selbst hält hierbei die Koordination in der Hand und muss sicherstellen, dass alles reibungslos verläuft.

Absperrung und Kennzeichnung einer Baustelle

Von Anfang an ist der Bauherr von einem Fachwerkbau dazu verpflichtet, sich um die ordnungsgemäße Absicherung der Baustelle zu kümmern. Dabei ist es wichtig, sich ausführlich über sämtliche Verpflichtungen zu erkundigen. Neben der Absicherung ist eine Kennzeichnung ebenso wichtig, die auf den Gefahrenbereich hindeutet. Das Baustellengelände darf auf keinen Fall von unbefugten Personen betreten werden, um Unfällen und damit verbundenen Verletzungen vorzubeugen.

Befindet sich die Fachwerk-Baustelle an einer Straße, gelten in diesem Falle gewisse Richtlinien für eine Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen, kurz RSA.

Wichtig: Wurden keine ausreichenden Maßnahmen zur Absperrung der Baustelle geschaffen und unbefugte Personen verschaffen sich Zutritt, haftet im Schadensfall keine Versicherung. Der Bauherr trägt in diesem Falle die Kosten selbst.

Die richtige Arbeitskleidung auf Fachwerk-Baustellen

Baumaterialien und Maschinen sorgen auf Baustellen für ein erhöhtes Unfallrisiko. Um Verletzungen vorzubeugen, ist Arbeitsschutzkleidung unabdingbar. Diese minimieren Unfälle mit schwerwiegenden Folgen und erleichtern zudem den Arbeitsalltag um ein vielfaches. Handwerker, Elektriker und Maurer sind beispielsweise auf eine komplette Ausrüstung angewiesen und müssen ein festes Schuhwerk tragen. So beispielsweise Sicherheitsschuhe (S1P), welche mit einer durchtrittsicheren Sohle ausgestattet sind. Feuerfeste Jacke sowie Hose und eine Schutzbrille sind ebenfalls von wichtiger Bedeutung. Aber auch Atemschutzmasken, schnittfeste Handschuhe und ein Gehörschutz tragen dazu bei, die Arbeit langfristig sicherer zu gestalten.

Brandmeldeanlagen und Löscheinrichtungen

Häufig kommen auf einer Fachwerkbaustelle Geräte wie Trennschleifer oder Brenner zum Einsatz. Dadurch erhöht sich das Risiko, dass Baumaterialien Feuer fangen. Aus diesem Grund ist ein Bauherr dazu verpflichtet, vorzusorgen. Brandmeldeanlagen schlagen rechtzeitig Alarm, um offene Feuerstellen zu löschen. Aus diesem Grund sind passende Einrichtungen wie Feuerlöscher notwendig. Wie viele Anlagen es sein müssen, bestimmt in der Regel die Größe der Baustelle.

Fluchtwege sind wichtig

Für den Fall der Fälle müssen sämtliche Fluchtwege und Notausgänge frei sein. Hier dürfen weder Baumaschinen, noch Materialien den Weg versperren. Kommt es zu einem unvorhergesehenen Unfall, müssen sämtliche Personen von der Baustelle rasch flüchten können. Auch hier spielen Größe sowie Beschaffenheit einer Baustelle eine wichtige Rolle. Kennzeichnungen dienen als Unterstützung, schnell den Weg zu finden, um ins freie zu gelangen. Wird auf einer Baustelle im Dunkeln gearbeitet, sind alle Hinweisschilder klar und deutlich erkennbar zu beleuchten.

Während der Planung stehen oftmals beteiligte Bauunternehmen sowie Architekten zur Seite, um ausführlich zu beraten. Aber auch Berufsgenossenschaften bieten in diesem Falle ihre Hilfe an, um sämtliche Sicherheitsstandards zu erfüllen.


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