Setzungsgefahr nach Einbau von Entlastungsträgern unter maroden Trägern?

03.09.2020 Pfälzer


Mein Keller unter Anbau (vollunterkellert) und Haupthaus (teilunterkellert) hat eine Kappendecke mit teilweise auch an den Auflagen in der Wand verrosteten Trägern. Einer dieser Träger ist breiter als alle anderen und trägt eine darüberstehende Giebelwand zwischen Haupthaus (teilunterkellert) und Anbau (vollunterkellert).
Ich habe nun eine Statikerin zur anstehenden Sanierung hinzugezogen und mache mir zusätzlich meine eigenen Gedanken auch anhand anderer Beiträge in diesem Forum.
Teilweise wird ja geraten, die maroden Träger durch senkrecht dazu in gewissen Abständen darunter angebrachte neue Träger zu entlasten.
Eine andere Methode wäre, neue Träger parallel direkt unterhalb der maroden einzuziehen z.B. abgestützt auf Mauern/Pfeilern gegründet unmittelbar vor den Außenwänden mit den maroden Auflagen. Beiden Konzepten zugrundeliegende Entlastungsgedanken für die alten Träger verstehe ich.
Als Laie habe ich aber Bedenken, was passiert, wenn der marode Träger irgendwann ganz durchrostet und sich dann alles darüber in Richtung der Entlastungsträger nach unten "setzt".
Gibt es dann keine Risse im Bauwerk oberhalb?
Wie kann man so eine Setzung von vorneherein vermeiden?



Träger ertüchtigen?



die erste Frage für wäre: wieso rostet der Träger in der Wand so stark an, dass er seine Funktion verloren hat/teilweise verloren hat.
Wenn das geklärt ist und der Wassereintritt beseitigt ist, kann man auch, je nach Sachlage den alten Träger ertüchtigen.

So ein Träger muss je nach Unterlage mindestens 15 cm eher aber 20 cm im Mauerwerk vermörtelt sein. Wenn jetzt zum Beispiel der Träger 5 cm am unteren Auflager abgerostet wäre, könnte dir ein Schlosser durch Einbringen von T-Stahl ausreichend Ertüchtigung einbringen. Das würde ich mal mit Statiker und Schlosser besprechen. Eventuell kann dann auch noch links und rechts ein kleinerer Träger angeflanscht werden.

Das Wichtigste ist aber, das zukünftige Abrosten zu verhindern.



Stahlträger unter Kappendecke



Der neue Querträger sollte ohnehin die alten Träger komplett tragen können.

Bei komplettem Substanzverlust im Auflagerbereich der alten Träger kann hier einfach mit Zementmörtel ausgeworfen werden, der ggf die Lasten abfängt.
Der ohnehin bestehen bleibende Bereich zwischen den Trägern genügt aber sicher um die darüber liegenden Mauern vor Setzungen zu bewahren.