Seminare ./. Bücher lesen?




Hallo Ihr Fachleute!

Mal eine Frage. Ich bin ja absoluter Laie in Sachen Fachwerkhaus und Sanierung/Renovierung von diesen Häusern. Nun habe ich mich mal schlau gemacht, ob dies möglich wäre, Seminare zu besuchen von den Handwerkerinnungen/Kammern, doch dort werde ich als Laie nicht wirklich wahrgenommen. Hatte auch angefragt z.B. nebenbei eine Ausbildung zum Holz - und Bautenschützer zu machen. Aber das geht wohl auch nicht. Nur Frage ich mich, ob es für einen Laien irgendwie möglich ist, sich soweit Fortzubilden, dass ich nicht für alles einen Fachmann benötige, den ich mir nicht leisten kann, z.B. durch Bücher lesen. Hierbei habe ich natürlich gemerkt, dass in Büchern vieles gleich aussieht, was von z.B. Sachverständigen durch Ihr Studium und Erfahrungswerten ganz anderster gesehen wird.

Was ratet Ihr mir? Wie kann ich bei meinem Haus, das eigentlich Sanierungsbedürftig ist, was machen, um etwas unabhängiger von Fachleuten zu sein. Seminare, Praktika´s oder Bücher lesen?

Gruss Andreas





Hallo Herr Kotzur,

Seminare, Fortbildungen und Bücher lesen ist auf alle Fälle nichts schlechtes. Fachliches Grundwissen führt zur besseren Entscheidung alleine dadurch, dass Sie sich besser klar darüber werden was möglich ist, und vor allem, was Sie wirklich wollen/können. Die meisten fachspezifischen Fortbildungen sind allerdings berufsaufbauend. Je nach Beruf gibt es da ja vielleicht etwas passendes für Sie?

Interessante Kurse und Anschauungsprojekte gibt es z. B. im Hessenpark in Neu Anspach im Taunus, auch vollkommen für „Nichtprofis“ geeignet, während jene der Probstei Johannesberg sich eher an ein professionelles Klientel wendet.

Im denkmalpflegerischen oder genehmigungstechnischen Bereich werden Sie wohl kaum um Fachleute herumkommen. Wenn Sie sich selbst nicht ganz sicher sind: Die „richtige“ Beratung durch den „Richtigen“ – in Planung und Ausführung – ist A und O Ihres Vorhabens. Alles andere wird teuer.

Noch wichtiger ist es vor etwaigen Maßnahmen sich klar zu werden, welche Fachleute man wann einsetzt und welche Sie sich getrost schenken können. Hier können Sie mehr sparen, als beim Einsatz der falschen Leute am falschen Platz.

Es kommt letztlich darauf an, was Sie genau unternehmen wollen. Bin öfter mal in Ihrer Ecke und helfe gerne weiter.

Grüße aus Wiesbaden,

Christoph Kornmayer





Hallo,

es gibt sicher hier im Forum ein paar "Selberbauer", bei denen man sich das mal angucken kann. Auf jeden Fall Bücher lesen. Ich kann die von Herrn Schillberg und Manfred Gerner empfehlen.

Mann kann sehr viel selber machen und es macht auch Spaß. - Je nachdem, WAS man sich selbst zutraut. Es gibt Leute, die tauschen auch die Fachwerkbalken selber aus - ich persönlich würde mich das nicht trauen. Also je nach "Traute" und handwerklichem Geschick geht das schon.

Grüße Annette



Seminare ./. Bücher lesen?



Hallo und Danke!

Herr Kornmayer, am Sonntag werde ich auf alle Fälle mal hingehen in den Hessenpark, dort gibt es einen Fachvortrag zu "Hausschwamm und Schimmelpilz", da denke ich bin ich schonmal gut beraten mit meinem Kellerdeckenproblem. Natürlich kann ich da kaum lernen, wieviel ich ausbessern muss an den Balken. Das würde wohl in einem Seminar, mit vielen Beispielen eher gehen.

Hallo Anette, meinst Du etwa die Bücher "Altbausanierung mit Naturbausteinen und Naturbaustoff Lehm"? Die sind nicht schlecht, aber teilweise ist es nicht so einfach aus einem Buch alles was man an Problemen hat herauszufinden. Eine Vor-Ort-Beratung ist wohl meist zwingend, wenn man nicht schonmal mit den Problemen konfrontiert war, sei es durch Seminare, oder Bekannten, die die Probleme lösen konnten. Das von Herrn Wolfgang Lenze finde ich auch ganz gut, jedoch ist es teilweise leicht geschrieben, man soll die Schadhaften Stellen Abbeilen am Holzbalkenkonstrukt und dann den restlichen Balken behandeln. Wo fängt die schadhafte Stelle an und wo hört sie auf. Muss evtl.alles ausgetauscht werden. Oft sind es auch Dinge, die man alleine nicht machen kann wegen des Gewichts z.B. da sehe ich ein, wenn man eine Firma holt.

Aber nichts desto trotz, vielleicht kann ich mich ja im Hessenpark mehr schlau machen. Abwarten.

Trotzdem nochmals Danke für die Ratschläge.

Gruss Andreas





Hallo Andreas,

das mit dem Abbeilen würde ich auch einen erfahrenen Zimmermann machen lassen. Aber Gefache ausmauern und so - da ist nix Schweres dran (ist wie Lego ;o)).

Herr Schillberg ist auch hier im Forum - er kommt sicher auch gerne zur Hausbesichtigung und -beratung.

Leider gibt es nicht allzuviele Seminare - das mussten wir damals feststellen. Dann haben wir es einfach selber ausprobiert - und siehe da, ist garnicht sooo schwer. Manchmal fehlt der richtige Kniff - aber wenn der noch fehlt, da kann man auch hier fragen - oder in Büchern nachschlagen.

Grüße Annette



Fachwerkhaus



Guten Tag Herr Kotzur,

wenn ich mir so Ihre Bilder von Ihrem Fachwerkhaus ansehe so erinneren mich diese Bilder an unser Fachwerkhaus in Lorsch. Falls Sie fragen haben wie wir unser Fachwerkhaus saniert haben so schauen Sie sich gerne meine Homepage an oder schreiben Sie mir eine Mail.

MfG

Tobias Bucher



Fachliche Begleitung



Bausünden im Freilichtmuseum -  Bauschaum, Ytong und Co ......Es wäre auch denkbar, sich mit einem guten und versierten Architekten/Planer zusammen zu tun und über eine kongrete Bestandsaufnahme die gesamten Arbeitsschritte zur Sanierung zu analysieren und in einen Ausführungsplan zu bringen. Dies kostet zwar ein wenig Geld, doch wird es Dir für den Gesamtablauf nachher fast als "Nichts" vorkommen.

@Hessenpark
ist das nicht der, wo es bereits wieder Gebäude gibt, die nach mühevoller Wiederentstehung nun fast wieder sanierungsbedürftig, wenn nicht sogar einsturzgefärdet sind??
Ich glaube hier hat jemand davon bereits berichtet und auch Fotos eingestellt.
Hab da doch etwas gefunden und es ist weiteres zu finden!
Erschreckend und dann macht man solche Vorträge noch?

Grüße Udo