Seltsamer Wechsel eingebaut?


Seltsamer Wechsel eingebaut?

Abgesprochen war mit Dachdecker: 2 Deckenbalken parallel an die vorhandenen Deckenbalken schrauben und dann diese aufsägen, damit die erforderliche Breite für den Schornstein zur Verfügung steht. Doch es kam anders: Dachdecker hatte keine Zeit, also baute Schornsteinbauer den Wechsel selbst ein. Er besitzt lt. eigener Aussage Erfahrung beim Bau von Dachstühlen und beschäftigt auch einen Zimmermann. Nun wurde zum Glück nur der eine Deckenbleiben aufgesägt, der andere blieb unverändert. Aber der letzte Dachsparren hatte nur diesen einen Balken. Die Querhölzer sind mit Metallwinkeln verschraubt, aber ob die auch so viel Zugkräfte wie ein Balken aufnehmen können? Zudem sind sie links am Wandelement (und nicht wie vorgesehen am Deckenbalken, der mit dem Dachsparren verbunden ist, angeschraubt). Und dieses Wandelement ist mit dem lustig gebogenen Winkel hinten mit nur einer Schraube an den zu kurzen großen Balken geschraubt! Es ist zwar dicker, aber möglicherweise durch den verbogenen Winkel weniger belastbar als der Deckenbalken. Was sagen die Fachleute hier im Forum dazu? Ist das so richtig oder muß das schnellstens geändert werden?



Wechsel



also ich verstehe Deine ganze Konstruktionsbeschreibung nicht. Wie breit sind die Deckenbalken, wie breit der stärkere Streichbalken. Ist das eine Giebelwand, die da mit GK beplankt ist? Was meinst Du mit "aufgesägt". Aufgesägt wird nach meinem Verständnis der Länge nach, also Baumstämme werden im Sägewerk zu Balken aufgesägt. Ein Wechsel wird doch dann eingesetzt, wenn ein Deckenbalken genau durch den geplanten Schornstein laufen würde, das kann ich aber doch auf Deinem Foto gar nicht erkennen.
Was ich aber erkennen kann, ist, dass Deine Fußpfette im Hintergrund, wo der Winkel angeschraub ist, unzulässigerweise unterbrochen ist. War das schon immer so oder ist es im Zuge der Trockenbaukonstruktion gemacht worden. Worauf steht denn die, die reicht doch dem Foto nach bis unterhalb des Deckenbalkenniveaus.



abgesägt...


abgesägt...

Die Deckenbalken sind etwa 6 cm breit. Den durchgesägten Balken sieht man doch gut, der verläuft genau links am Schornstein, zwischen den beiden Querbalken. Das dunkelgrüne ist nur Dämm- und Isolierstoff. Dort sollte ursprünglich längs ein Balken angeschraubt werden. Gut, dann eben nicht aufgesägt, sondern abgesägt. Vielleicht wäre der Balken gerade so vorbeigegangen, aber der Schornstein muß 5cm Abstand zu brennbarem Material haben, zumindest großflächig. Links der 14cm breite Balken ist das Wandelement. Die Wand mit Gipskarton gehört zum Nachbarhaus.

Ja, die Pfette ist Baupfusch vom Hausbau vor 25 Jahren, habe ich erst beim Schornsteineinbau bemerkt, die war zu kurz und es wurde etwas angestückelt. War bisher hinter einer Spanplatte versteckt, die an den letzten Dachsparren angeschraubt war. Wurde aber unten eine schmale Verzahnung eingeklebt, oben
einfach ein Holzklotz angenagelt. Hätte man 4 dicke Bolzen eingeschraubt, könnte das sogar halten. Zur Behebung riet man mit, einfach ein 2-3m langes Stück Pfette vergleichbarer Größe vorn anzuschrauben, die sicher aufliegt und die Last trägt. Gefahr bestünde aber nur bei einer Windhose, die auf das Dach drückt bei einem Orkan. Bislang hat sich nichts gesenkt.



Wechsel



alles klar, jetzt habe ich es erkannt. Wenn alle Verbindungen, also die 2 Wechselbalken und die 2 Stichenden jeweils allseitig mit Winkel verschraubt sind, wäre es in Ordnung.
Bei dem abgekröpften Winkel am Streichbalken kann ja noch eine 2. Wienerschraube in das leere Loch geschraubt werden, die ganze Konstruktion in der Ecke mit den angeflickten Stückeln ist eh abenteuerlich, die Fußpfette hätte nie durchgetrennt werden dürfen.