Schwellenbalken untermauern welche Materilalien

18.08.2020 JoKau

Schwellenbalken untermauern welche Materilalien

Hallo liebes Forum,
ich habe folgendes Problem, das bei unseren alten kleinen Einfamilienfachwerkhaus(eine bewohnte Etage + Dachboden) die eine Schwelle auf ca. 8m etwas morsch ist.
Ich möchte den Eichenbalken mit der Kettensäge bis auf den guten Kern Stück für Stück rausschneiden, vorher alle ca. 1m mit Keilen Druck vom Sandstein auf den Balken bringen und stückweise untermauern.
Hierzu möchte ich eine Mauersperrbahn auf den Sandstein legen und zum Balken hin ausmauern.
Erste Versuche haben ergeben, dass max. ca. 5cm eingeschnitten werden muss und somit 70% -80% des ursprünglichen Balkens weiterhin vorhanden sind.

Meine Fragen sind nun folgende:
Was für Steine sollte man für diesen ca. 3-5cm Spalt nehmen?
Welchen Mörtel, damit bündig an den Balken gemauert werden kann ?
Gibt es einen Mörtel, der eine hohe Tragkraft hat und für diesen Spalt zu nehmen ist um somit die zeitaufwendige Prozedur mit dem Ausmauern zu sparen?
Gibt es Alternativen zu Steinen z.B. Styrodur mit einer vergleichbaren Tragkraft?

Ich denke, die Frage nach Styrodur oder ähnlichem kommt hier im Forum vielleicht nicht gut an, aber die
Mauer und der Balken werden in Zukunft nicht sichtbar sein, da der Sandstein vorne noch ausgeschachtet wird und so verkleidet wird, das dort direkt Luft zirkulieren kann. Dies wir bis an oder leicht über den Balken
hochgezogen. Später wird die Wand mit einer Holzfassade versehen, hinter der sich keinerlei Isolierung befinden wird, damit hier einwandfrei Luftzirkulation vorhanden ist.

Ich habe jetzt schon mehrfach hier gelesen, bin aber nicht wirklich schlauer geworden.

Viele Grüße
JoKau



Schwellbalken instandsetzen



traditionell werden defekt Schwellbalken nicht ausgemauert, sondern instandgesetzt. Wenn der äußere Splint des Balkens schadhaft ist, wird bis auf das gesunde Holz abgebeilt und eine Bohle ergänzend aufgesetzt und mit Holznägeln fixiert.
Deine beschriebenes Vorhaben verstehe ich nicht, vor allem die Sache mit demAusschachten und hinterlüfteten Verkleiden des Sandsteinsockels.



Schwellenbalken untermauern



Hallo Pope,
der Teil mit dem Hinterlüften war nur ein Hinweis, falls eine nicht so schöne Alternative zum Ausmauen gegeben wäre.
Das mit dem Abbeilen verstehe ich wiederum nicht. Ich habe eine Balken, der ein paar cm auf der komplette Tiefe des Balkens durch Feuchtigkeit des Sandstein marode ist. Diese Schadstelle kann ich meiner Meinung nach nur vernünftig mit der Motorsäge raus schneiden. Ziel ist, dass der Balken wieder schlüssig, mit Horizontalsperre über dem Sandstein, auf einem Fundament aufliegt.Oder meinst Du, dass eine Holzbohle darunter getrieben werden sollte? Dies funktioniert auch nicht, da der Sandstein keine eben Auflage darstellt.
Mein Frage ist einfach die, welches Material, Steine und Mörtel, hier die Fachleute für so ein Problem empfehlen würden. Oder gibt's noch Alternativen?


Viele Grüße
JoKau



Mißverständnis



ok, also die Balkenunterseite ist morsch, ich nahm an, es sollte die Balkenvorderseite bearbeitet werden, da auf dem Bild auch dort Wurmlöcher zu sehen sind. Was zum Untermauern taugt kommt drauf an, wieviel Du wegsägen willst. Es bieten sich Schieferplatten an ( hat man früher als Horizontalsperre verbaut), oder Biberschwandziegel oder Verblendersteine. Zum Vermauern würde ich natürlichen hydraulischen Kalk ( NHL 5) nehmen. Wenn Du eine Sperrbahn einlegst, darf die auf keinen Fall vor die Schwelle rausgucken und Wasser an die Schwelle leiten, auch die Untermauerung sollte die Schwelle geringsfügig hinterschneiden.



Schwellenbalken untermauern



Hallo Pope,
danke für Deine Antwort.

Ich wollte vom Balken so viel wie möglich stehenlassen, ein Versuch an der schlimmsten Stelle ergab,
dass ich dort ca. 5cm herausschneiden musste, um kerniges Holz zu haben. An viele Abschnitten werde ich wahrscheinlich nur 2cm -3cm freischneiden müssen. Hier ist dann aber wieder das Problem, vernünftige Steingrößen zum Mauern zu haben. Ist es eigentlich legitim solche "kleinen" Hochlräume nur mit Mörtel
zu füllen, oder reicht dann hier die Festigkeit ohne Stein nicht aus? Das Haus hat eine bewohnte Etage und darüber schon der Dachboden mit Schrägen. Sicher ist nur ein grober Anhaltspunkt, aber im Vergleich zu einem Haus mit zwei oder drei bewohnten Etage doch erheblich weniger Druck.
Hast Du Erfahrung mit dem Mischungsverhältnis von Sand und Kalk, gefunden habe ich bisher 1/3 oder 1/4,5?
Ich werde immer Schrittweise untermauern, zwischen Sandstein und Balken sind Keile als Stützen.
Wie lange sollte man das Untermauerte abbinden lassen, bis die Keile entfernt werden könnten, bzw. eine tragfähige Schicht gegeben ist?
Schrumpft der Mörtel wie Zement, im Datenblatt habe ich nichts verständliches hierüber gefunden?
Ich habe mit Kalkmörtel noch keine Erfahrung...

Viele Grüße
JoKau



Vorgehensweise



der Spalt wird ja wahrscheinlich auf der Innenseite des Hauses dann auch offen sein. Den mit einem Brett verschließen und Mörtel ( 1:3,5)von außen ausstopfen, dann ein dünnes Material einschlagen, der übrige Mörtel quillt dann links und rechts raus. So verdichtest Du die Stopferei und es gibt einen guten Verbund. Je trockener der Mörtel ist, umso weniger schwindet er beim Abbinden, außerdem läßt sich fast erdfeucht besser stopfen. Nur Mörtel würde ich nicht nehmen, wie gesagt Biberschwanzziegel oder Schieferplatten, Spaltklinker etc. Abbindezeit/Endfestigkeit hm, hydraulischer Kalk, eine Woche würde ich warten, notfalls nochmal googeln.



Schwellenbalken untermauern



Hallo Pope,

herzlichen Dank, damit hast Du mir erstmal weitergeholfen.

Viele Grüße
JoKau




Balken-Webinar Auszug


Zu den Webinaren