Schwellenbalken Unterfütterung



Schwellenbalken Unterfütterung

Hallo liebe Community,
Erstmal vielen Dank für eure Fragen und Antworten. Ich konnte schon so viel von euch profitieren und erhoffe ich in meinem Fall Unterstützung.
Mein Haus BJ 1738 hat auf der Längsseite eine neue Schwelle bekommen, dabei wurde die Unterkante angehoben um aus dem Spritzwasser Bereich zu kommen. Das Stein Fundament habe ich neu mit Zementmörtel und Co hoch gezogen bis ca 2 Fingerbreit unter die neue Schwelle- Oberfläche abgeschrägt damit Feuchtigkeit nach außen geführt wird. Der Plan von meinem Maurer war, ein Walzblei einzusetzen, immer Stückweise, damit die Unterkeilung versetzt werden kann, und mit Heisskalk zu unterfuttern. Soweit so gut, scheint plausibel zu sein. So war es mit dem Maurer besprochen. Da er sich aber seit 2 Wochen weder auf E-Mails noch auf Anrufe/AB Nachrichten reagiert, möchte ich langsam Mal vor Herbstbeginn die Baustelle zu einem Ende bringen, nachts ist es schon echt kalt und das Haus kühlt immer ziemlich ab. Die unterste Gefafhreihe muss ja auch noch gemauert werden plus Putzarbeiten aussen und die gesamten Innenflächen.
Zu meinen Fragen: Walzblei ja oder nein? Wenn ja wie hält/verkrallt sich der Mörtel zwischen Blei und Schwelle sodass er die Last, die von Schwelle übertragen wird, aufnehmen und weitergeben kann.
Wie heißt das richtige Walzblei? Saturnblei?
Wie heißt der Kalkmörtel den ich zum Unterfüttern verwenden kann.
Handwerklich bin ich ziemlich erfahren und traue mir eigentlich soweit alles zu...
Ich danke im Voraus tausendmal!



Feuchtigkeitssperre



das ist eine nicht so ganz sicher geklärte Frage.

Wenn man die Auffassung vertritt, dass das Fundament aufsteigende Feuchtigkeit transportiert, sollte man eine Feuchtigkeitssperre einbauen, um die Schwelle zu schützen.

Wenn man die Auffassung vertritt, dass Regenwasser in die Fuge zwischen Schwelle und und Sperre eintreten kann und dort wegen der Dichtigkeit verbleibt, sollte man keine Sperre einbauen, um die Schwelle zu schützen.

Die einen haben eben Angst, dass das Wasser oben in die Gummistiefel läuft, die anderen haben Angst, dass die Füße eher von unten nass werden.

M.W. sind Feuchtigkeitssperren in unseren Breiten erst Ende des 19. JH erfunden worden, weil es hierfür vorher gar kein geeignetes Material gab.
Danach hat sich die Verwendung von Bitumen aus Erdöl angeboten, Naturbitumen wurde zwar schon in der Antike verwendet, war aber nur sehr selten in unseren Breiten zu finden und entsprechend teuer.
Wie es der Zufall will, steht unser Haus in der Nähe der einzigen Naturbitumen Fundstelle in Norddeutschland (Ahlem bei Hannover) und hat ursprünglich auch eine solche Feuchtigkeitssperre bekommen. (BJ 1876).
Bei der Sanierung nach 125 Jahren waren dennoch 50 der 60 m Schwelle hin, die Abdichtung (Bitumen Pappe) aber intakt.
Ob das wegen der Sperre oder trotz der Sperre so war, wird niemand beantworten können.
Ich würde heute eher auf eine sperrende Schicht verzichten, weil ich der Auffassung bin, dass ein frostsicherer Fundament-Stein so wenig Wasser aufnimmt, das er die Wand auch nicht durch aufsteigende Feuchtigkeit bewässert. Im gezeigten Bild dürfte das überhaupt auch nur über die Fugen möglich sein.
Historisch ist die Schwelle selbst die Feuchtigkeitssperre und muss bei entsprechender Ausführung erst nach mehreren Generationen ausgetauscht werden.

Blei als Sperre ist mir noch nicht begegnet, ist aber wohl geeignet. Der kostenbewusste Hausherr würde aber eher zu Dachpappe greifen.

Gruß

GE



Vielen Dank


Schwellenbalken Unterfütterung

erstmal für deine ausführliche Antwort. Klingt fasst ein bisschen wie eine Idee an Bitumen ?? aber so gesehen hast du wahrscheinlich recht Bitumen hält wohl auch Ewig und 3 Tage und gut issss!
Walzblei ist da um einiges teurer.
Es würde mir aus folgenden 2 Gründen empfohlen, zum einen ist Blei durch seine Oxidbildung auf der Oberfläche nahezu "unverwitterlich" und zum anderen wird etwaiges Spritzwasser bzw. Feuchtigkeit vergiftet und schützt damit das Holz zusätzlich vor Schädlingen (zusätzlich zur WoodBliss Behandlung ??).
Ich bin aber langsam auch auf den Trichter gekommen selbst mit einer intelligent gelegten Bitumenbahn das Fundament zu sperren.
Die Ausgangslage sieht wie auf dem Bild aus: Fundament ist bis ca 4cm zur Schwelle gemauert und glattgezogen mit einer Abschrägung nach aussen (bildlich gesprochen- würde jetzt vom Schwellbalken Wasser tropfen, liefe es nach aussen ab); Fundament ist Beton mit Steinverblendung; Schwelle ist allseitig erst mit WoodBliss und dann mit Leinöl roh behandelt;
Wer kann mir Schritt für Schritt erklären wie ich eine Bitumensperrbahn einbringe/verkleben/lege etc und mit welchen Kalkmörtel ich unter dem Balken unterfüttere (sollte druckfest sein und Feuchtigkeit vom Balken aufnehmen und nach aussen transportieren können); wie hält Bitumen am Fundament bzw dann am Mörtel so dass die Last von der Schwelle aufgenommen werden kann? Unten Kaltkleber unter eine beidseitig besondere Bitumenbahn und oben Mörtel einfach drauf??
Die Ausführungen sollten kein Problem sein, bin mir nur über den korrekten Aufbau nicht ganz im Klaren.

Aufbrennen fällt leider aus wg direkter Brandgefahr ?????
Danke



Bitte ja keine ....


Kokosfaser und Holz

....Dachpappen oder Mauerwerkssperrbahnen unter das Holz bringen!!
Dies ist eine moderne Zivilisationskrankheit geworden, weil keiner mehr die verscvhiedensten Materialmixe der Großbauindustrie mit betrachtet, die gerade die heutuge Bauschadensentwicklung am Holzbau sehr extrem belastet und zu noch schnellerer Schädigung bringt.
Wir empfehlen einen Kokosfaserstrerifen unter das Holz oder um sämtliche massiv eingebundene Holzbauteile.
Dagegen kann dann mit allen herkömmlichen Maurermaterialien druckfest angearbeitet werden.
Aber auch da machen sich die natürlich belassenen Baust0ffe sehr gut und nicht immer alle großindustrielastigen Materialien.
Also reine Kalkprodukte oder auch Trasskalk- oder Trasszementmörtel.

So kann das Holz atmen und sich bewegen und es kommt zu keiner Feuchtigkeitsschädigung.
Statische Unterklötzungen aus Holz müssen sie aber step by step mittels Natursteinen ergänzen.