Sockelaufbau

13.03.2012



Hallo zusammen,
Ich konnte schon viel von dem Fachwissen dieser Seite profitieren, muss nun aber doch einen eigene Frage stellen:
Es geht um den Sockelaufbau eines Anbaus in Ständerbauweise, nach eigenen Schätzungen datiert auf ca. 1940. Das ursächliche Problem ist glaube ich auf den Bildern zu erkennen, freiliegende Ziegellage im Erdbereich, dadurch Feuchtigkeit mit Zersetzung der Schwellen. Ich habe nun die hohl klingenden Stellen im Sockelbereich geöffnet. Zu erkennen ist eine nachtäglich angebrachte Schalung von ungefähr 2 cm Dicke.
Fragen: Verfugung unterster Ziegellage, mit "normalen" Mörtel? Verfestigung der Gründungssteine, ja/ nein? Wenn ja, mit welchem Material? Entfernen der kompletten nachträglich angebrachten Schalung ja/ Nein?
Aufzubringende Neuschalung mit diffusionsoffenem Sockelputz ganzflächig, oder nur im erdberührten Teil + 10 cm?
Anschliessend dachte ich, den freien, ausgehobenen Streifen mit Kies zu verfüllen. Ein Problem mit Staunässe habe ich nicht.
Viele Fragen...
Ich hoffe, dass ihr mir hierbei helfen könnt.
Vielen Dank im Voraus,
Grüsse aus der Schweiz



Heißkalk



Hallo!!
Heißkalk wäre hier eine interessante Lösung.
Durch die Expansion verkrallt sich das Material regelrecht.
Dabei werden auch Makroporen gebildet, welche den Mörtel sehr diffusionsoffen werden lassen und eine gewisse Salzeinlagerung ermöglichen.
Muß jedoch mit mineralischem Anstrich geschützt werden und vom Laien ist dieses Material nicht verarbeitbar, weil man Übung braucht.
Grüße ausm Schwarzwald



vielleicht bin ich ja blind?



ich kann auf dem Foto nicht klar erkennen, auf welchem Niveau sich die von Fäulnis zersetzten Holzschwellen befinden.
Eine kleine Skizze würde als Dokumentation gut helfen.
Dankeschön im Voraus.



Antwort zu Klaus Schillberg



Die angesprochene und verfaulte Bodenschwelle sitz hinter dem Traufblech, das am oberen Bildrand noch zu sehen ist.
Hinter dem eigentlichen Sockel befindet sich ein ca 1m hoher "Keller" mit Erdboden. Kann mich morgen aber auch gerne mit einer Skizze versuchen.
Vielen Dank schonmal für die beiden Antworten



damit die neuen Fachwerkschwellen nicht wieder verfaulen



sollten Sie unter die neuen Schwellen eine Rollschicht (das sind Vollziegelsteine NF-Format,hochkant H=11,5cm mit Kaölkmörtel gemauert) auf Dachpappe legen. Die Schwellen liegen dann ohne Pappe (die ist 1 NF-Steinlage tiefer)auf den Ziegelsteinen, evtl. auch direkt im Kalkmörtelbett. Holz braucht immer Luft!! Hinter dem Blech wird es wahrscheinlich zum Feuchtestau kommen, der das Holz schnell verfaulen läßt.
Wie es im Foto ausschaut haben Sie ein FW-haus "ohne richtige Fundamente" gekauft. Da die statischen Kräfte auf den FW-Holzschwellen abgetragen sind funktioniert sowas oftmals Jahrhunderte gut, wenn die Holzschwellen kraftschlüssig auf dem Sockel gelegt sind. Den Sockel würde ich vom Putz befreien und die Steine gut mit Traßkalkmörtel verfugen.