Bodenaufbau

26.01.2005



Das leidige Thema Bodenaufbau....Ich weiß, hab alles durchforstet aber nichts passendes für meine Misere gefunden.

Das ist Ist-Zustand. Die Endbodenfußbodenhöhe soll OK Schwelle sein.

Wie sollte eine ordnungsgemäße Anbindung an die Ständer erfolgen. Uns schwebt eine Bodenplatte vor (trotz der doch sehr geteilten Meinungen) Aber die seitliche Ein/Anbindung der Schwelle und der Steinmauer ist uns völlig schleierhaft….Bitumenbahn??? Antackern??? Umschließen???
Hilfe!!!!!



Ich bin kein Mann von Fach aber ...



...wenn ich eins gelernt habe dann:
lass die Schwellen/Ständer atmen, d.h. vermeide das eingiessen der Schwellen und Staende mit Zeugs jedweder Art (Estrich, Beton).
Ich sende Dir mal ein Foto von meiner eingegossenen Fachwerk-Wand, oder dass was davon übrig blieb :(.

Denk auch an Wischwasser und ähnliches was an Dein Holz geraten kann wenn Du Fliesen o.ä. auf Höhe deiner OK Schwelle legst.

Habt Ihr denn schon eine Betonsohle drin?



keine Betonsohle



Genau so siehts jetzt aus. Gewachsener, festgetretener Boden...
Ich brauch aber doch einen Fußboden.... möglichst alles gleiche Höhe, man wird ja nicht jünger ;-)) und über die Schwellen hüpfen ist nicht so toll. Das es nicht einfach ist mit den Schwellen dachte ich mir schon, ich will die Bodenplatte auch nur ranführen von beiden Seiten und.... ja, und da verließen sie mich, keine Ahnung wie weiter...



Bodenplatte



Guten Abend liebe Namenscousine,

Schönes Foto: es zeigt in der Vergrößerung, daß die Schwellen allesamt mit Bruchsteinen satt unterfüttert, sprich "gegründet" sind. Die haben Sie jetzt bis unten aufgegraben, was so manchen Statiker schlecht schlafen lassen würde. Sie müssen die also jetzt wieder "rutschfest" machen, was am besten wirklich mit Beton geht. Aber bitte nur bis zwei Finger Unterkante Schwelle !! Da ist genug Platz.
So würde ich es machen: Folie auslegen, damit das Anmachwasser nicht wegläuft, sondern für die Hydration des Betons gebraucht werden kann. Dann eine konstruktiv bewehrte Platte bis zu der angegebenen Höhe gießen. Sollte der Höhenunterschied zu groß sein, kann billiger B 15 vorgegossen werden.
Es lohnt sich, über wärmedämmenden Leichtbeton nachzudenken, der vielleicht in ihrer Region als Transportbeton geliefert werden kann.
Jetzt stehen die Schwellen immer noch frei, sollen sie auch einstweilen !
Bis OK Schwelle können Sie jetzt
- Diffusionsschutz (auf Bitumenkaltanstrich)
- Wärmedämmung nach EnEv oder besser
- Ihren gewünschten Oberboden
einbauen.
fertig !

Viel Erfolg, allerdings scheinen die Götter davor den Schweiß gesetzt zu haben.



Ich war's nicht



Hallo Herr Beckmann;-))

Neee, das sah schon immer so aus, nur das die Bruchsteine seitlich verbrettert waren. Wir haben nur die Bretter entfernt. Also rutscht da wohl auch nix mehr hin oder her....
Wir hatten folgenden Bodenaufbau im Hinterkopf

1. ca. 20cm Kies / Schaumglas
2. Folie
3. bewehrter Beton bis UK Schwelle
Bitumenbahn der der Seite an der Schwelle hochführen
4. Hartschaumplatte
5. Lithtotherm (Tonsteine mit integrierter FuBoHeizung)
6. Fliesen

Und die Fliesen liegen auf einer Höhe mit der Schwelle, sodass wir einen seitlichen Fugenabschluss zwischen Fliese und Holz bringen können.
Nur mit dem Nass Wischen bin ich noch nicht glücklich. Da hab' ich Bedenken, dass mir die Soße am Holz runterläuft.

Aber so im Großen und Ganzen klingt das doch erstmal vernünftig, oder???

Ein Schönes Wochenende an alle Beckmänner und alle anderen natürlich auch...



Bodenaufbau



Guten Tag Frau Beckmann,

ja, das klingt vernünftig. Bloß 20 cm Schaumglasschotter kosten auch mächtig Kies (wie wir Niederrheiner sagen), Thermocell wäre vielleicht billiger, wenn Sie ohnehin die Wärmedämmung unter die Tonsteine legen.
Die Betonplatte ist m.E. ein Muß, die freiliegende Gründung mag zwar immer schon so gewesen sein, sieht aber etwas beängstigend aus.
Für den Anschluß Schwelle / Fliese fällt mir im Moment auch nichts vernünftiges ein, die Bitu-Bahn würde ich weglassen, weil mir der Sinn nicht klargeworden ist.

Viel Erfolg und Gruß an alle Beckfrauen und -männer



Jaja...die seitliche Anbindung



Genau darüber raufen wir uns die Haare....(von unserem Architekten mal ganz abgesehen, der mit Folie hantieren will) Problematik:
Fußbodenaufbau bzw. dessen Anschluss an die Seiten der Schwellen oder eben die Fuge zwischen Fußbodenaufbau und Schwellen. Und wenn OK Fußboden und Oberkanten Schwelle
zum Schluß die gleiche Höhe haben sollen - wie gestalte ich die Fuge, wenn ich Fliesebelag habe?
Grübel, Grübel,......



Holz an Fliese



mir wird eigentlich immer klarer, daß das gar nicht geht. Aber vielleicht fällt mir übers Wochenende was ein.
Schließlich mag die Schwelle gerade ausssehen, sie ist es aber nicht, und dann bewegt sie sich auch noch und muß sich bewegen dürfen, fragt sich wieviel.
Ein Abdeckprofil könnte die Lösung sein, max. 5 cm Gesamtbreite, Material VA oder Messing, mit Anpreßkante an die Fliese.
Muß man suchen: MIGUA-Hammerschmidt oder Protector oder....

Einstweilen ein schönes Wochenende



Fußbodenaufbau nur bis UK-Schwelle



warum wollen Sie den fertigen Fußbodenaufbau unbedingt bis Oberkante Schwelle führen?
Bleiben Sie unterhalb der Schwelle, die größten Probleme könnten Sie sonst durch Taupunktprobleme im Außenwandbereich bekommen!!!
An den Stellen, an denen Sie Ihre Räume durch Türen oder Übergange verbinden wollen, kann die Schwelle auch unterbrochen werden, wenn die verbleibenden Schwellen mit entsprechenden Ankern konstruktiv fixiert werden. Im Prinzip sind auch Varianten denkbar, bei denen eine Bodenplatte zunächst abschnittsweise auch unter der Schwelle hindurchgeführt wird. Die Platte kann dann durchgehend mit einer Horizontalabdichtung versehen werden. Auf dieser wird dann im Innenbereich ein neues Auflager für die Schwellen aufgemauert und der Fußbodenaufbau lediglich wieder nur bis UK Schwelle ausgeführt.

Mit freundlichen Grüßen

Holger Schmidt-Schuchardt



Geht nicht....



... weil sie (die Schwellen) die Scheune alle 4-5m in Querrichtung durchziehen und die Raumaufteilung damit nicht immer besonders und teilweise gar nicht zusammenpasst. Bodenbündig wäre aus dieser Sicht ideal.
Und wieso sollte ich in diesem Fall Probleme mit dem Taupunkt bekommen?
Zuganker sind ja nur im Bereich von kleineren Aussparungen denkbar - vertikale Dübel dürften bei der Gründung ja nicht viel Halt finden, wenn man nicht alles massiv unterfüttern will - möchten wir nicht. Außerdem sollte man die Last-abtragung der Stützen über die Schwellen auch nicht aus dem Auge verlieren.
Also so gehts auch nicht, oder besser gesagt nicht so einfach wie wir uns das vorstellen. Den Vorschlag mit dem MIGUA Band werden wir mal weiter verfolgen, oder vielleicht gibts noch ein paar nützliche Tipps.

Danke für die Hilfe



MIGUA



baut keine Bänder sondern massives Eisenzeug, aus VA, aus Messing oder anderen Metallen, das sind richtige Profile, über die auch Last abgetragen werden kann.

Gruß



Ständer einzeln abfangen



jeweils mit einem kleinen Fundament.... und dann können wir doch die Schwelle ganz wegnehmen.....diese Idee kam gestern Abend unserem Architekten. Klingt doch erstmal ganz gut. Der Statiker guckt heut mal drüber und dann wird das schon...


Danke nochmal und liebe Grüße



Wenn das so einfach wäre



...hätte man das schon vor 150 Jahren so gemacht. Man kann m.E. (mit allem Vorbehalt) nicht so einfach eine eingespannte Stütze in eine Pendelstütze verwandeln. Dabei ändern sich nicht nur die Knicklängen (Euler-Fälle), sondern auch die Querstabilität des ganzen Hauses.
Prüfstatiker draufsehen lassen !