Sockel-Abdeckung gegen Regen

30.11.2005



Mein freigelegter Bruchsteinsockel soll oben drauf zur Schwelle hin gegen Regenwasser geschützt werden. Vorschläge vom Zimmermann: Zinkblech oder Kupferblech,welches in eine zurückspringende Nut an der Schwelle befestigt wird und abgeschrägt nach unten(vorne) bis zur Sockelkante führt, dort um 90° abgekantet ist und eine Bördelung als Abtropfkante hat.
Ich wäre dankbar für weitere Vorschläge.
Gruß, Thorsten



Blechabdeckungen ...



... mögen ja gut aussehen, aber m.E. sind sie kontaproduktiv ....
Wenn Wasser dahinter kommt - und das wird es kann es nicht mehr weglüften - ausserdem sind Holz und Metall sogenannte "Erzfeinde"...

wenn der Bruchsteinsockel ein kleines Gefälle nach aussen hat wäre es optimal und als 2. Prämisse sollten Sie die Schwelle in ein Luftkalkmörtelbett einbetten - der fördert die Feuchtigkeit wieder weg vom Holz - und bitte auch kein - ach so tollen: Trasskalk oder die kleine Priese Zement in den Kalk rein - dann ist alles um sonst ...

Holz braucht Luft und kien Blech - mit der Meinung bin ich zwar ziemlich einsam - aber damit :-) kann ich leben (wäre nicht die erste Meinung, mit der ich einsam bin)

mfG

Florian Kurz





Meines Erachtens nach ist die Ausführung des Zimemrmanns produktiver als das Bruchsteinmauerwerk offen zu lassen.
Gestein hat die Angewohnheit sich mehr oder minder mit Wasser vollzusaugen. Wenn das Wasser nun auf dem Sockel steht hat der Stein jede Menge Zeit es aufzunehmen und zur Schwelle zu transportieren.
Ein Luftkanal nachträglich einzubringen halte ich am bestehenden Gebäude für unmöglich bzw. zu aufwendig.
Bleche mit verdeckter Befestigung, Schrägen und Tropfkanten sind bestimmt optimal, zumal die absolute die Schwelle berührende Fläche des Belches gering (Falzhöhe ca.2cm) sein dürfte. Luft kann, bei ausreichend Abstand zum Sockel, auch unter dem Blech entlang streifen.

Bleibt die Frage der Ästhetik, Blech am alten Fachwerk...



Falzbleche - oder nicht??!!



Hallo!
... da kann die Lehrmeinung schnell zur Leermeinung werden, wenn es dann zu Schäden kommt an den Holzbauteilen, weil das Blech an den Hölzern oxidiert - und die Nägel und Schrauben und das kappilare Wasser zwischen Holz und Blech und Kondensfeuchte am waremn oder klaten Blech ... ???

Na wem das gefällt - nur zu - es freut sich der, ders machen darf - ich würde es nicht machen - da würde ich mein Geld sinnvoller ausgeben ...

na zu was gibt es denn keine 2. Meinung (oder 3.; 4. ....)

Glück auf

FK





Hallo Herr Kurz,

nur für mich zum "Verständnis":

verstehe ich das jetzt richtig, dass man die Schwelle "verkalken" soll?
Nur nach unten hin oder komplett?

Mir hat man Trasskalk als das non plus ultra angeboten ;-). Was sind denn die Nachteile?

Interessiert mich, man lernt ja nie aus... (und hätte ich nur "damals" einen gehabt, der mir gesagt hätte, ich solle die Decke mit Kalk Streichen oder verpuzten, dann hätten wir wohl mehrere Arbeitsgänge gespart *grummel*)

Grüße Annette



Hallo Annette!



die Schwelle soll in einem Mörtelbett liegen - so 1,5 bis 2,5 cm Kalkmörtel bis zum Bruchstein sie so ne schicht zwischen dem Balken und dem Stein.

Kalk ist "relativ" beweglich und gleicht kleine "Verdrehungen" aus.
je starrer der Kalk ist (Trass- oder Zementbeimengungen) desto weniger kann der LKM (Luftkalkmörtel) "arbeiten" und desto schlechter kann er dann dauch anfallendes Wasser "abtransportieren".

Die Trass- oder Zementbeimengungen machen den Kalkmörtel "härter" und "dichter" - m.E. kaputter!!
Es ist nicht wichtig ob der Kalk Frost und Wasserresistent ist sondern ob er sich mit dem Wasser (Feuchtigkeit) und dem Holz gut verträgt!

mit diesen und anderen diversen Superstoffen machen manche den Kalkmörtel "besser" - sagen die!! - vor allem kann man ihn dann schneller Verarbeiten - ratz fatz muss es gehen - nicht eine gute Qualität, sondern ZackZack - dann kaommen die Kompromissesucher und Finder und argumentieren weiß Gott was zusammen - das Ergebniss wird dann die Antwort geben.

immer wieder gerne zitiert: less is more!
oder
back to the roots

mfG

FK