Schwellen vermodern im untern Drittel (denkste!)

01.09.2003



So, meinen Urlaub bzw. meine Auszeit von der bezahlten Arbeit habe ich hinter mir und meiner Baustelle geht es etwas besser. Mir auch, denn die angeblich "unbedingt" auszutauschenden Schwellen haben sich als stabiler erwiesen, als die sog. Fachleute mich glauben machen wollten. Habe mal angefangen, die vermoderten Teile abzubeilen, und siehe da, sehr schnell kam absolut hartes Eichenholz zum Vorschein, so dass ich noch nicht mal mehr mit der Kettensäge eine Begradigung durchführen konnte. Nun gibt's aber wieder ein neues Problem, die Schwelle ist nun im unteren Bereich abgeschrägt, ca. 4cm in der Vertikalen und 2-3cm in der Horizontalen. Wie kann ich diesen Spalt so schließen, dass sich kein Dreck dort einnistet und das Holz auch nicht wieder vermodert? Und setze ich die Schwelle einfach "nackt" auf die Steine oder bekommt sie ein Bett aus Trasszement oder etwas vergleichbarem? Bin für alle Tips dankbar!!



Schwelle



Früher hat man solche Lücken oder Hohlräume mit Teile von Bodenplatten aus gebr. Ton, Flachdachpfannen oder dünne Ziegelreste aus gefüllt und mit Kalkmörtel verbunden. Der Vorteil ist das diese Baustoffen Feuchtigkeit unter der Schwelle "regulieren". Manchmal konnte man diese "Einschieblinge" noch sehen, manchmal waren sie mit Kalkmörtel veputzt. Statt Kalk wurde auch, in ärmere Gegenden einfach Lehm als Bindemittel genommen. Aber stets wurde Ziegelreste unten gestopft (Reingehämmert oder reingekeilt) um die Stabilität der Schwelle zu gewährleisten.
m.f.g.





Moin Herr Schneider,

bei mir wurde unter die Schwelle eine Art Folie/Teerpapier gelegt um die aufsteigende
Feuchtigkeit vom Holz fern zu halten.

MfG

Uwe Ehmke





die von ihnen wie beschrieben bearbeitete schwelle sollten sie aber schon ausfüttern, alleine schon wegen der optik: den "ausschnitt" richten un ein passendes stück altes/neues eichenholz mit Leim und eichenbolzen einsetzen. bei der unterfütterung gehen die meinungen auseinander: eine feuchtigkeitssperre mittels Dachpappe ist an sich nicht ganz verkehrt, birgt aber das problem, dass sich zwischen Pappe und holz nässe stauen kann. die alte methode laut hamesse ist auf jeden fall in ordnung, gerade bei der nachträglichen ausbesserung. bei unserem haus mussten wir die schwellen komplett erneuern und die oberste lage der grundmauern obendrein. da bot es sich an, dachpappe einzuziehen, die wir allerdings beidseits in kalkmörtel gepackt haben: einerseits dicht, andererseits durchlässig. obs richtig war, merken wir in 50 jahren ...
gruß gf