Schwelle

03.05.2021 Ingo


ähnlich wie für die einfachsten Fragen im Haushalt (wie koche ich ein Ei) findet man auch für das Bauen manchmal kaum Antworten
daher hier meine (naive?) Frage: wird die Fachwerkschwelle auf irgendeine Art und Weise mit dem Sockel verbunden oder liegt sie lediglich durch ihr Eigengewicht auf (Sperrschicht ist natürlich klar, es geht mehr um die Verbindung)?



Einfache Frage



nicht so einfach die Antwort:
selbst beim Thema "Sperrschicht" scheiden sich die Geister. Auf ungleichmäßigem Bruchstein braucht es nicht unbedingt eine Sperrschicht. Sowieso muss diese sehr fachmännisch ausgeführt werden, da sich auf falsch eingesetztem Bitumen oder Blech oder sonstwas Regen- und Spritzwasser sammeln kann und durch die Sperrschicht quasi den Balken von unten "schön gleichmäßig feucht hält".

Frage: ist Deine Schwelle im EG oder ist das EG massiv und sie liegt im OG auf? Schon ist Schwelle nicht mehr gleich Schwelle.

Im historischen Fachwerkbau war die Schwelle nie fest mit dem Fundament verbunden,- im neumodernen Fachwerkbau (solche Häuser kann man ja leider auch aus dem Katalog erwerben und werden dann als "Holsteiner Kate" irgendwo ins Hessische gebaut) wird die Schwelle oft mit starken Metallschrauben am Fundament verankert. Das ist aber KEINE historisch überlieferte Vorgehensweise!

Was ist eigentlich der Zweck Deiner Frage?



neue Schwelle auf Ziegelmauer



danke für die Antwort, sorry, hatte ich ganz vergessen, also es geht um einen Neubau/Eigenbau, ich möchte eine Werkstatt bauen, ein 60 cm hoher Sockel aus einer 24er Ziegelmauer steht schon (darunter mit Sperrschicht ein Betonfundament), darauf möchte ich ein Fachwerk errichten (eine Etage) und dann ein Dach

und es soll schon "historisch" und nicht modern werden



Fachwerk



gut gemachtes Fachwerk ist auf Zug und Druck belastbar und Holz ist in Maßen in sich beweglich, da sind starre Verbindungen zum Untergrund eher hinderlich.




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