Basalt Sockel Tiefer als Bürgersteig

19.12.2011



Hallo Fachwerk Gemeinde,

ich bräuchte ein wenig Input wie ich diesen kleinen Graben zwischen Haus und Bürgersteig schließe.
Gedacht habe ich an Basaltschotter in den Graben, bis 20 cm Unterkante Schwelle und einen Bordstein (evtl. alten Basaltbordstein) am Bürgersteig.
Wie habt Ihr das denn sonst an eingegrabenen Häusern geregelt, habe Angst dass jemand irgendwann in diese "Baugrube" fällt.

Schöne Grüße


André



Erst fragen/denken, dann bauen?



Das Gewerk macht einen ziemlich neuen Eindruck.

Da muß ich Dich oder Du Deinen Zimmermann ernsthaft fragen, warum die Schwelle nicht gleich 30-50 cm höher verbaut wurde. Dann gäbe es das Problem nicht.

Eine Höherlegung der Schwelle ist zwar der ursprünglichen Wandgeometrie/-symmetrie abträglich, aber das wird durch deren um ein vielfaches verlängerte Lebensdauer mehr als kompensiert.

Zumal der Anblick eines Kies- oder Schotterbetts, bei denen die Wirkamkeit als Spritzwasserschutz auch noch fraglich ist, oder gar der Anblick einer mit Gitterrosten abgedeckten Wasserrinne vom Baustoffhändler, für mein subjektives Auge die stilbrechendere Variante ist.
Außerdem muß das Wasser dann auch noch weiter abgeleitet werden, damit es Deinen zugeschütteten Sockel nicht komplett durchfeuchtet.

Sollte ich mich bei der Neuheit des Gewerks irren, ist die Kritik natürlich gegenstandslos.
Die Erhöhung des Strassenniveaus ist ein ärgerliches Dauerdilemma.

Ein ähnlicher Fall:
Neue Schwelle aus alter Eiche, eingebaut gegen `98, Abstand zum asphaltierten Bürgersteig 10-15 cm.
Jetzt wurden Schlupflöcher festgestellt und daraufhin die Wand auch von innen geöffnet:
Rückseite der Sockelbretter in einigen Bereichen angegriffen, Lehm durchfeuchtet, Innendämmung aus Schilfrohrmatten auf einer Höhe von ca. 30 cm verfault und Unter- und Innenseite der Schwelle auf 1-5 cm zerstört, was in der Intensität auch vom innenliegenden Splintholzanteil abhängig war.

Maßnahmen:
Schwelle wurde bis zum gesunden Holzbereich ohne Fraßgänge abgebeilt und teilweise auch von unten aufgebohlt und mit Holzschutzmittel behandelt.
Aktive Anobien wurden nicht gefunden.
Die Schwelle wurde neu unterspeist und es wurde eine Sperrschicht mit Mauerabsperrpappe eingelegt.
Diese war nur partiell vorhanden.
Innen wurde der Wandaufbau entsprechend erneuert.
Da die Bauherr/frauschaft eine Höherlegung der Schwelle aus Kostengründen und verständlicher Bauunlust nach der erst 14 Jahren alten Komplettsanierung ablehnte und auch den möglichen Konflikt mit der Gemeinde/Land/Bund sowie auch hier wieder die Kosten wegen Änderungen am Bürgersteig scheute, haben wir uns letztlich für eine Abdeckung der Schwelle und des Sockelmauerwerks mit individuell angefertigtem Zinkblechen entschieden.
Um die Kontaktfläche zwischen Schwelle und Blech zu minimieren, wurde vorher ein Opferbrett und darauf Dachpappe angebracht.

Das sieht zwar auch nicht toll aus, ist aber wohl besser als in 10 Jahren vor dem gleichen Problem zu stehen.
Damit es funktioiert, ist eine fortlaufende Kontrolle der Anschlußfuge Pflicht.

Mit handwerklichen Grüßen
ollerich





Erstmal Danke dass sich jemand Gedanken zum Thema macht.

Die Schwelle abzuschneiden kommt bei dem Haus nicht in Frage, dass spricht gegen meine Philosophie. Der Schutz der Schwelle (gegen Spritzwasser) ist in der jetzigen Situation wunderbar, anders wäre es natürlich wenn der Bürgersteig wieder direkt bis an die Schwelle geführt wird.

Frage ist eigentlich ob ein 30 cm breiter Schotterstreifen mit einer Absenkung von 20-30 cm am Haus eine Sturzfalle ist?

Ich lese gerade noch Mauerpappe, kam die direkt unter den Balken?


MfG


André



Moin Andre,



wo genau endet denn dein Grundstück?

Je nachdem solltest du das zunächst mit der Gemeinde abklären.

Ansonsten wäre eine Idee deinen Bordstein deutlich über Gehwegkante zu sezten, damit da keiner reinlatscht.

Sollte da jemand drüberstolpern, bleibt er ja noch vergleichsweise glimpflich mit der Backe an deiner schönen neuen Aussenfassade hängen.....;-)

Gruss, Boris





Wenn der Schotterstreifen im öffentlichen Raum liegt,kommste in Teufelsküche!Was machst Du mit dem Wasser was im Schotterstreifen versickert?

Wie hab ich s geregelt,Schwelle 30cm höher gesetzt.

Grüße Martin



Fotos gesucht.



Ein Teil vom Streifen liegt tatsächlich auf städtischen Grund, dass wurde/ wird aber geregelt. Das Tiefbauamt fordert evtl. einen Zaun, Poller mit Seil, oder ähnliches.
Die sind aber sehr offen für Vorschläge. Das Problem mit eingegrabenen Häusern findet man ja oft. Der Abstand Oberkante Bürgersteig bis Oberkante geplante Schotterschicht beträgt ca. 20-25 cm.


Hat hier jemand Fotos von Vergleichsobjekten?

Der jetzige Zustand ist schon 3 Jahre so, Ableitung des Oberflächenwassers wäre einfach herzustellen, scheint aber nicht unbedingt nötig zu sein. Jetzt versickert es einfach, fertig.

Frage mich wie man den Anschluß an die Eckständer herstellt wenn man die Schwelle 30 cm höher legt? Selbst bei Höherlegung der Schwelle würde ich einen Graben gegen Spritzwasser anlegen. Oder habt Ihr Betonfundamente?

Schöne Grüße

André





Da meine Hütte komplett im Dreck steht konnte/kann ich die Schwelle ringsrum höher setzen und die Eckständer stehen auf der Schwelle.Sockel wird aus Klinkern gemauert,Fundament ist Bruchstein,vor den Sockel werde ich Basaltrinne verlegen.

Aber wenn es bei Dir schon so lange offen ist wird Deine Idee wohl funktionieren,habe leider kein Bild davon,wir haben mal Granitstehlen mit eingelassenen Ösen ,mit meter Abstand gesetzt und dazwischen eine Kette hängen lassen,zwischen die Stehlen kam Pflaster.

Grüße Martin





Wie wäre's mit einem Gitterrost oder Kanalstein mit Regenablaufgitter oben auf?

Gruß aus Berlin,



Zeichnung



Ein Gitterrost ist wie ollerich schon sagt, nicht gerade ansehlich und gefällt mir ebenso wenig wie der Denkmalbehörde.
Hat denn jemand irgendwo so eine Lösung wie auf meiner geschmierten Zeichnung gesehen? Ist die Frage ob da eine Absperrung erfolgen muss.


Die Basaltrinnsteine sind für den Wasserablauf im Hof eingeplant gewesen, doch hier schreckt mich der Preis der Baustoffhändler etwas ab.





Lösung......



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Schöner Übergang zwischen "alt" und neu.

Glückwunsch, Boris



Noch ist es schön, …



… sieht aber irgendwie einladend für Hunde aus.

Ich könnte mir auch einen kleinen schmiedeeisernen Zaun in der Art historischer Beeteinfassungen vorstellen. Damit die Lücke zwischen Zaun und Haus nicht als öffentlicher Papierkorb missbraucht wird und als zusätzlicher Spritzschutz evtl. schmale Pflanzschalen mit Bedarfsbegrünung in den zwischenraum, am besten automatisch be- und entwässert um die Schwelle vor Spritzwasser frei zu halten. Oder wäre das zu blumig-kitschig?