Sanierung Fachwerkschwelle?

14.09.2006



Hallo zusammen,
ich habe mein Problem zwar schon an anderer Stelle geschildert, es gibt aber Neuigkeiten dazu. Es geht um den Austausch einer Schwelle meiner Fachwerkkonstruktion. Sie ist schon ausgebaut und die neue ist soweit fertig abgebunden auch schon einbaubereit. Ich suchte eigentlich nach einer Lösung für den Unterbau der Schwelle um den Mauervorsprung (ca. 7-8 cm) wegzukriegen. Nun stellt sich aber alles so wie auf dem Bild zu sehen, dar. Die Deckenbalken und Einschübe liegen ihrerseits nochmal auf einer Schwelle auf, welche völlig eingemauert war und deshalb natürlich vergammelt ist. Meine neue Fachwerkschwelle würde ausgeklinkt auf den Balkenköpfen(sofern noch vorhanden) sitzen. Wer hat eine Idee zur Lösung des Problems? Die Balken und die dazugehörige Einschubdecke müssen unbedingt erhalten werden!





Hi, verstehe ich das jetzt richtig?

Das Fundament guckt unten "vor" und die Schwelle liegt weiter zurück?
(haben wir am Keller, dann kann ich mal ein Bild mailen)

Grüße Annette



Re



Hallo,
das hast du völlig richtig verstanden. Über ein Bild würde ich mich sehr freuen. Ich habe mal eine Skizze gemacht, wie ich mir die Sache in etwa vorstelle.

Gruß Thomas





Hi,
ok, wir haben da aber Basalt-Bruchstein, wird also net viel nützen, das Bild :o).

Aber so wie auf der Skizze sieht das doch seeehr gut aus. Nur der Deckenbalken... *hmmm*... zieht der nicht Feuchtigkeit von der Wand??? *grübel*

Grüße Annette





Hallo,

Die Klinkerrollschicht, wird über die Fugen immer Wasser ins Mauerwerk leiten. Wenns dann noch die Wetterseite mit Schlagregen ist, sind die Schäden an der Schwelle und den Balkenköpfen vorprogrammiert. Die vordere Schräge der Klinker soll das Wasser schneller ableiten, hilft aber wegen den Mörtelfugen eher weniger.
Wenn es der Denkmalschutz zulässt, sollte der Vorsprung Verblecht werden. Vorschlag: Zitanzinkblech mit Rundwust und 2 bis 3 cm Abstand der Tropfkante zur unteren Wand.

Gru



Zwei Rähme



Bei Ihnen handelt es sich doch sicherlich um die Schwellen eines Obergeschosses auf einem massiven Untergeschoß.
Somit sollten der Originalität halber diese Lösung auch wieder Bestand finden.
Die Deckenbalkenköpfe lagen sicherlich zwischen den beiden Längsbalken eingezapft.
Der Mauerwerksvorsprung kann bei Rekonsruktionsmaßnahmen mittels eines Zinkbleches abgedeckt werden, welches im Grundrähm eingefräst ausgebildet wird.

Grüße Udo Mühle



Noch eine Ansicht einer Variante



Zink-Blech-Lösung



eine Schicht aus Kalkmörtel ...



hat man da früher genommen, als es noch keine Schäden durch zementverunreinigte, "harte" oder "moderne" Mörtel gab ...

Das mit dem Blech hat auch Nachteile - Ein Balken muss trocken bleiben und Luft bekommen ... und das geht mit Kalkmörtel am besten

entweder selber mischen oder mal bei www.solubel.de nachlesen ...

Beim Kalkmörtel IMMer auf Volldeklaration achten, sonst baut man sich die Bauschäden mit den <5% gleich wieder mit ein ....

Am besten liegt die Schwelle auf oder in einem Mörtelbett und drunter entweder Natur-, Bruch- oder Klinkersteine

Wo ist die Schwelle - wo das Rähm?

Liegen die Balken auch auf der Mauer auf?

Immer darauf achten: Kein Zement, auch keine Teerpappen!!!!

viel Erfolg!

F



eine Schicht aus Kalkmörtel



Hallo zusammen und Danke für die vielen Statements. Also mit dem Blech wäre ich auch nicht so glücklich. Das mit dem Mörtelbett klingt sehr gut und in diese Richtung hatte ich auch schon spekuliert. Nur wollte ich da, wo die untere Schwelle lag, ausmauern (Klinker,Kalkmörtel).Die Balkenköpfe sollten ummauert und somit notgedrungen in Kalkmörtel eingepackt werden, um so eine gute Auflage für die Fachwerkschwelle auszubilden. Da wäre aber immer noch die Sache mit dem Mauervorsprung. Die wollte ich mit den abgeschrägten Steinen wie auf meiner Skizze lösen. Das soll auch verputzt werden und in einschlägiger Fachliteratur ist diese Lösung angepriesen ohne Bedenken wegen der Fugen. Aber trotzdem Danke für den Tip.
Was jetzt Schwelle oder Rähm ist kann ich so nicht sagen. Ich dachte bis hierher, daß der obere horizontale Abschlußbalken einer Fachwerkwand als Rähm bezeichnet wird.
Die Balken liegen auch auf der Mauer auf, so ca. 12cm, sind an der Auflage gesund und diese sollte auch reichen, zumal die Decke mittig durch einen Unterzug gestützt wird, in dem die Balken nochmal eingeblattet sind.
Das neue Bild zeigt jetzt den Zustand mit entfernter Schwelle (Grundrähm).Hat jemand eine bessere Lösung oder kann man den Mauervorsprung auf Grund der Kalkmörtelschicht bedenkenlos so lassen?