Schwellbalken vor Spritzwasser schützen - Ideen und Möglichkeiten




Hallo liebes Forum,

eine weitere Baustelle tut sich bei mir auf:
Auf der Wetterseite unseres Hauses wurde in den 90ern der Anbau (Stall, später Heizungsraum) abgerissen. Die offene Wand wurde damals in Leimbinder-Ständerbauweise mit großen bodentiefen Terassenfenstern versehen. Davor (aussen) befindet sich nun eine gepflasterte Terasse mit der noch sichtbaren Sandsteinfundament-Umrahmung des altenm Anbaus.

Leider ist BODENTIEF hier wörtlich zu nehmen, sodass die Schwelle (auch noch Nadelholz) direkt in Erdnähe liegt.

Dazu kommt, dass der damals eingegossene Betonfussboden aussen über die Schwelle hinaus steht
Bisher war das Problem nicht so eminent, da die damaligen Bauherren diese fragwürdige Konstruktion mit einem dunklen Blech abgedeckt hatten.

Nun brauche ich aber nachhaltige Lösungen, derer in meinem Kopf bisher Verschiedene entstanden sind.
Zum Einen muss ich die Schwelle irgendwie trocken halten, zum Anderen könnte die Wetterseite EG in diesem Zuge gleich mit konstruktiv geschützt werden, zum Dritten müssen die Holzfenster und -tür dringend mindestens einem Neuanstrich unterzogen werden. Auch wenn vom Garten aus das Fachwerk sichtig sehr schön aussieht, ist es an dieser Seite doch sehr schwierig instand zu halten.

Erstmal ein Paar Bilder, damit ihr einen Eindruck von der Situation bekommt.

Danke und viele Grüße!



Situation Wetterseite



Das 1. OG wurde später, nach Entfernen des Anbaus, verkleidet. Am Boden sind noch die Fundament-Umrisse des Anbaus zu erkennen.



Situation Hausecke



Hier erkennt man die Höhe der eigentlichen bauzeitlichen Eichenschwelle mit Sandstein drunter und die sinnfreie Konstruktion auf Erdniveau (den Holunder, der mir das Fallrohr ruiniert hat bitte ignorieren)



Detail Innen-Aussen



Hier erkennt man (ausser den jahrelang vernachlässigten Fenstern) den Aufbau - Innen Fliesen aussen Überstand.
Am unteren Rand sieht man noch die Hälfte der Blechverkleidung, die natürlich auch nicht recht Wasser abhalten konnte.

Randnotiz: Der Fussbodenaufbau im Rest des EG ist: Betonplatte, darauf Styropor+ Bitumenbahn, darauf Estrich, darauf Steinzeugfliesen. Wie es aufgrund der Höhen innen/aussen scheint, geht hier nichtmal die Betonplatte nach aussen hinaus sondern der Estrich?!



Innen...



... ist der Balken sichtig.



Meine Ideen zur Lösung:



Bei allen Überlegungen muss ich das Budget im Auge behalten, da es leider nicht die einzige Große Baustelle ist.
Das Ganze sollte schon nachhaltig sein, aber lieber klug und kreativ gelöst als mit dem großen Bagger das Gelände tieferlegen.

.... was uns auch schon zu den Idee bringt:

1) Pflaster (NUR Terassenbereich) aussen komplett um 30cm tieferlegen (erstreckt sich über ganze Wetterseiten-Länge) , Überstand abschrägen und 30 cm Kiesstreifen einbringen um Spritzwasser zu verwirren
- Bekomme ich dadurch eine Art tiefergelegte "Badewanne", in der sich das Wasser staut oder reicht die Offenheit des Plfasters aus?

2) Pflaster lassen, alle bodentiefen Fenster ausbauen + Ständer 30 cm kürzen, Sandsteinsockel erstellen wie am Rest des Hauses, neuer Schwellbalken, Fenster wieder rein

3) Pflaster lassen, Überstand abschrägen, 30cm Pflaster entfernen und Kiesstreifen einbringen um Spritzwasser zu verwirren

4) (Favorit) Pflaster lassen, Überstand abschrägen, 30cm Pflaster entfernen und Kiesstreifen einbringen um Spritzwasser zu verwirren
Zusätzlich die Gelegenheit nutzen, um das EG auch zu verschalen (Boden-Leiste oder Stülpschalung).



Nun zu den Fragen



Meine Fragen:

- Schützt der Aufbau mit Kiesstreifen und Holz-verschalung in diesem Fall den Schwellbalken und wenn ja, wie sollte die Verschalung konkret am Sockel aufgebaut sein?

- Ich dachte an ein ableitendes, schräges Blech unter der Verschalung überstehend, ist das Usus?

- Wie bildet man den Abschluss an der Hausecke korrekt aus?

- Wie würdet ihr das Gefrickel unter den Fenstern lösen, wie dazwischen - hier ist sehr wenig Platz.



Ihre 2.) Idee,



finde ich am Sinnvollsten .
Ich vermute das die Schwelle sich bereits auf den nicht sichtbaren Seiten aufgelöst hat.
Dies könnten Sie mit einer/ mehrere Bohrerproben anhand des Bohrwiederstandes und des aufgeworfenen Bohrmehls leicht selbst rausbekommen.
Beste Grüße Danilo