Schwellbalken Trennfuge

07.01.2015 Marcus



hallo

als aller erstes mal ein riesen lob an das forum!

ich habe folgendes problem.
die innenwände meines hauses sind aus Fachwerk erbaut.
ich möchte eine Fußbodenheizung in trockenbauweise realisieren.
dazu möchte ich Schüttung einbauen samt Trägerplatte der Heizung und oben drauf trockenerstrichelemente.
nun stellt sich mir die frage wie ich den geplanten Aufbau vom schwellbalken/ Grundschwelle fernhalte.
mir ist bewusst das ich den Schwellbalken nicht zuschütten darf, da dieser sonst zu 3/4 verdeckt wird und nicht mehr atmen kann.
ich zog einige architekten zu rate.
ende vom lied sind mehrere meinungen und vorschläge.

variante 1
Schwellbalken entfernen und untermauern-> problem gelöst

variante 2
vor die wände trockenbauvorsatzschalen auf den unterbeton stellen, beplanken und den Fußbodenaufbau gegen die neue schale ganz normal aufbauen. den entstandenen Hohlraum zwischen Vorsatzschale und Wand im bereich des schwellbalkens mit Stopfhanf oder ähnlichem ebenfalls dämmen sodass es nicht zu kältenbrücken kommt (Kondensat)

variante 3
fußbodenheizung sein lassen.


was meint ihr? die variante 2 kommt mir eigentlich logisch vor und klingt nach dem größten erfolg.

Über eure meinungen würde ich mich super freuen und natürlich auch über bessere vorschläge.



Es gibt...



in den Boden eingelassene Heizkanäle, wie sie z.B. vor bodentiefen Glasfronten verwendet werden. Diese könnten in die FBH eingebunden werden...

Grüße

Thomas



Heizkanal einlassen?



das habe ich jetzt überhaupt nicht verstanden.

lg marcus



Muss es immer...



...mundgerecht sein? Selbergoogeln macht schlau, Stichwort Unterflurkonvektor.

Alles in allen, liebe Heidi, haben viele Architekten zu wenig Ahnung von Detaillösungen im Heizungsbereich. Zu konkreten Möglichkeiten solltest Du eher einen Heizungsplaner fragen.

Ich persönlich würde aber, schon aus optischen Gründen, die Schwelle nicht einbauen. Es muß sich doch eine Aufbauhöhe finden lassen, die an Schwellenunterkante abschließt.

Wie ist der komplette Aufbau (Höhen)? Was soll dann drauf? Dielen?

Grüße

Thomas



Ahnung



scheint in meinem fall in meiner region niemand zu haben.
die heizungsbauer, 6 in der zahl, wollten Folie auslegen bis okff und nassestrich einbauen. :-/
den fußbden unterhalb der schwell zu erbauen geht definitv nicht.
der unterbeton ist bis uk schwelle verbaut, diesen möchte ich nicht auf 70m2 entfernen.
da unter dem Beton keine Dämmung ist kann ich auch keine heizkanäle einbauen. der aufbau muss ab unterbeton erfolgen.
dafür stehen ca. 120mm zur verfügung

1. 80mm Dämmung Holzfaserplatten
2. 25mm Heizungselement
3. 18mm Trockenestrichelement

Was halten sie persönlich von der variatne mit der vorsatzschale? Es ist vielleicht nicht die beste lösung aber sie erscheint mir als haltbar.



Nun,



zunächst gibt es ziemlich flache Unterflurkonvektoren, diese könnten in den zu erbringenden Aufbau integriert werden.

Zum anderen, wenn Dielung verlegt werden sollte, gäbe es noch ganz andere Lösungen im Trockenaufbau.

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Halten Sie sich an Ihre Heizungsbauer. Die stehen in der Gewährleistung. Die Schwelle wird von durch den Estrich (Zement- oder Gußasphaltheizestrich wäre hier effektiver) und die Heizung im Winter mit Wärme versorgt, deshalb keine Dämmung innen vor die Schwelle stellen. Feuchtenachschub von innen und oben können Sie selber steuern, also keine Wischorgien, keine umgekippten Wassereimer, die Fuge zur Wand abdichten. Feuchteausgleich bzw. Verdunstung erfolgt nach außen (Außenwand), bei der Innenwand nach oben über Mauerwerk und Putz. Ich gehe davon aus das Ihre Grundschwellen unter den Innenwänden nicht in nassem Lehm liegen sondern auf einem trockenen Streifenfundament.



Estrich



Estrich werde ich auf keinen fall gegen den Schweller einbauen.
dies kann ich begründen. in der Diele war nämlich schon estrich verbaut. dieser war gegen den Balken gekippt und der balken musste gewechselt werden. er war fast komplett verfault. aus diesem grund möchte ich den direkten kontakt vermeiden.
es handelt sich ja nur um die innenwände, welche wie wie vermutet auf streifenfundamenten stehen. diesen scheinen trocken zu sein. beim dem gewechselten schweller wurde auch gleich eine sperre mit eingebaut. die restlichen wände bekommen jedoch keine. deshalb war meine gedanke das die vorsatzschale die beste variante ist, weil ich a) den aufbau von der schwelle fernhalte, d.h. b) wenn ich die vorsatzschale mit raumluft belüftet wird kann die schwelle sogar atmen. ich könnte vielleicht auch eine Heizungsrohr hinter der schale Verlegen sodass die schwelle direkt erwärmt wird.

vielleicht habe ich aber auch einen riesen großen denkfehler. ;-)



Fußbodenaufbau



Sie könnten Zementestrich sogar direkt gegen den Balken schütten wenn der Estrich als Heizestrich ausgelegt ist. Holz und Zement vertragen sich sehr gut miteinander. Man macht das nicht da Zementestrich beim Abbinden schwindet und sich infolge der Komprimierung der Dämmlage noch setzt. Ihre Belüftungsidee ist der klassische Denkste- Fehler den Heimwerker immer wieder machen: Sie versuchen wärmere, feuchtere Innenluft in den kühleren Fußbodenaufbau oder eine vorgestellte Wandverkleidung zu leiten. Das Ergebnis sind Wand- bzw. Fußbodenbefeuchtungsanlagen. Feuchte Luft- Abkühlung- Kondensatausfall- geringeres Volumen- Unterdruck- Nachsaugen neuer, feuchtebefrachtetet Luft.
Die Konvektionsströmungen die sich einstellen transportieren Kondensat in Mengen in Hohlräume, hier den offenen Bereich zwischen Holz und Estrich. Was denken Sie warum ich den Begriff "luftdicht" verwendet habe? Ich hätte auch hohlraumfrei schreiben können.
Aber: Bei Heizestrich gibt es diese Probleme nicht WENN die Heizung läuft.



Fußbodenheizung neben Schwelle



Wenn der Boden unter den Schwellen trocken ist sollten die nicht von Feuchtigkeit betroffen sein.
Normaler Estrich gegen eine Holzschwelle geht natürlich nicht, bei Heizestrich wie von Georg Böttcher geraten ist die Situation aber anders, da die Heizung den Boden bzw das Holz trocknet.
Du könntest soweit möglich eine Bitumenbahn unter die Schwelle schieben, neben die Schwelle eine dünne ca 10 mm Holzfaserplatte stellen und gegen diese den Heizestrich verlegen- wie du geschrieben hast dicht neben die Balken ein Heizrohr.
Dann den Bereich über der Platte frei lassen und ggf nur mit Kompriband nach oben hin abdichten
und wie schon gesagt wurde nicht ständig naß wischen.

Oder lieber einen schönen Dielenböden mit viel Dämmung darunter verlegen- der ist immer Fußwarm- nicht nur in Heizperioden und ist besser zu dämmen und ggf eine Wandheizung oder normale Flächenheizkörper installieren.
Ich würde (fast) immer für normale Wohnbereiche Holzdielen vorziehen-
Habe ich bei mir auf mehreren hundert qm so gemacht und die dann geölt, auch in einem (vermieteten) Badezimmer, was seit über 15 Jahren schadensfrei funktioniert.

Andreas Teich



Ich meinte...



nicht "oder" sondern "und".

Eine FBH wäre, das richtige System vorausgesetzt, durchaus mit massiver Dielung vereinbar.

Manch einer ist von keramischen Belägen auf FBH alsbald enttäuscht: Außerhalb der Heizperiode ist der Fußboden dann wesentlich fußkälter, als dies ein Holzboden wäre.

Grüße

Thomas



Trockenbau



Ich habe verstanden was sie meinen.
problem ist jedoch das ich ja eine trockenbauvariante einbauen will. wie verhält es sich damit?
zur begründung, das haus ist teilunterkellert. lauft Statiker kann auf die Kappendecke nur eine trockenbauvariante. ich möchte nun keinen mix aus trocken- und nassestrich machen.

sollte ich als an den schwellbalekn 10mm Holzweichfaserplatte machen und die Trockenschüttung direkt ran schütten?
die frage kommt bei mir auf weil die schüttung ja doch nicht so durchwärmt wie der nassestrich in bezug auf den schweller?


nochmal ein lob für eure hilfe!



Schwelle mit FB-Heizung



hallo Heidi,
Ich kenne dein FB- Heizungs System nicht , wenn aber der Keller darunter trocken ist läßt sich vielleicht das äußerste Rohr der Heizung direkt neben die Weichfaserplatte verlegen und mit Lehm vergießen ?
vorher nach unten abdichten.

Unter das betreffende Rohr nur 1-2 cm Dämmung legen.

Die Schüttung soll ja wohl gerade keine Wärme leiten sondern dämmen.

Das müßte dein Heizungsbauer sagen können inwieweit das mit eurem System machbar ist.

Andreas Teich



Am besten...



gar keine Schüttung.

So der Unterbeton habwegs eben ist (sonst punktuell spachteln):

Feuchtigkeitssperre (Bitumenbahn)
Holzweichfaserplatten (z.B. von DOSER DHD N) 50mm
OSB 25mm
Ripal- FBH im Trockenaufbau mit zwischenliegenden Lagerhölzern 24mm
Dielung 22mm

Noch leichter geht es kaum, dieser Aufbau ist aber auch sehr stabil. Vorteil: Das kann einfach an die Schwelle herangelegt werden.

Grüße

Thomas



Selfio



ich möchte das System von selfio verbauen.

http://www.selfio.de/fussbodenheizung/fussbodenheizung-komplettsets/fussbodenheizung-trockenestrichsystem.html

1. Folie
2. eps Druckfest
2. Trockenschüttung zum Niveauausgleich
3. Eps Heizungträgerplatte mit Aluwärmeleitlamellen
4. Fermacell Trockenestrichelement


meine idee wäre die druckfesten eps elemente mit ca, 50mm Abstand zum schweller zu verlegen. in den Spalt 10mm weichfaser an den balken und 20mm auf den boden. darin dann ein heizungsrohr in Weißkalkhydrat einbetten und trockenestrichelement drüber.



ripal



Frage @ thomas

was kostet das system von ripal überschläglich?



es sollen...



schon so um 45€/m² netto sein für Projektierung, Bleche und Rohre. Insbesondere dann sinnvoll und nahezu allein auf weiter Flur, wenn's um hohe Wärmeleistung/m² unter Massivholzdielung geht.

Grüße

Thomas



das ist



mir schlichtweg zu teuer. meine mittel sind begrenzt.
was sagen sie zu meiner idee mit der selfio variante?



Nix.



Ich kenne das nicht.

Grüße

Thomas