Korrekter Dach-Rohbau? Bitte um Meinung und evtl. Tipps

31.05.2010



Guten Tag,

beim Durchlesen der Beiträge in diesem Forum habe ich gute Beratung durch viel Teilnehmer gefunden – aber leider keinen Beitrag, der zu meinem Problem passt.
Deshalb schreibe ich jetzt selber einen in Hoffnung auf Beratung.

Ich habe quasi eine Baustelle „übernommen“ und möchte jetzt aus dem, was schon gebaut wurde das Beste machen.
Es ist kein Wohnhaus, sondern ein kleines Ferienhaus.
Grundsätzlich handelt es sich um Holzrahmenbau. Die Wände stehen schon, das Dach fast.

Ich habe jetzt speziell eine Frage zum Dachaufbau. Der ist von außen nach innen wie folgt:

Schweißbahn V60 S4,
Dachbahn V13,
Rauhspund,
Konstruktionshölzer KVH 8/22,
Mineralwolle 200mm WLG 035,
OSB – Platten 15mm

(Es folgt noch: Konterlattung, Traglattung, Stahltrapezbleche)

Mir wurde jetzt von anderen „Bauern“ gesagt, dass zwischen Rauhspund und den Konstruktionshölzer eine Schicht DWD-Platten fehlt (die auch an den Außenwänden verarbeitet wurden).
Nur so wäre die für Holzrahmenbau typische Luftdichte Isolierung gegeben und man hätte kein Problem mit Feuchtigkeit.

Stimmen Sie dem zu?

Ich möchte gerne wissen, ob wie das Problem (wenn es besteht) lösen könnten indem wir (von außen) alles inklusive Rauspund wieder abmachen, eine Schicht DMW-Platten aufbringen und dann wieder Rauspund und Schweißbahnen aufbringen?

Wäre das Verfahren ok?

Oder sieht hier irgendjemand eine andere Möglichkeit?
Ich bin für jeden Hinweis dankbar!

Beste Grüße,
Chris



Das Problem ist die Kondensatbildung durch kalt werdende Luft....



... die OSB-Platten stellen keine vernünftige Dampfbremse für diesen Aufbau dar, da sie nicht feuchtevariabel sind.

Wenn von Innen nach Außen Warmluft in die Kunstruktion eindringt, dann wird diese in der Mineralwolle oder an dem Rauhspund kondensieren.

Leider fehlt es dann an Material, das anfallende Feuchtigkeit auch bewältigt und zur trockenen Seite führt.

Ich würde die OSB-Platten abnehmen. Eine feuchtvariable Dampfbremse wirklich fugendicht anbringen. Konterlattung und dann Nut- und Federbretter anbringen - oder Lehmbauplatten.

Das mit den DWD-Platten bringt nichts.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



man



kann aber auch eine zirkulierende Luftschicht (Traufe-Fist) zwischen Dämmung und Rauspund zum Abtransport der Feuchtigkeit einplanen/einbauen. Das hilft auch im Sommer gegen die Wärme durch Sonneneinstrahlung. Luftschicht mind. 3, besser 5 cm planen, fehlende Dämmung innen ergänzen in UK der Dachschrägenbekleidung.





DWD-Platten bringen nur ein Problem mehr mit.
Was hier fehlt, ist wie Frank schon geschrieben hat, die feuchtevariable Bahn.

Wenn auf dem Dach die Schweissbahn noch nicht verbaut wurde, kann das Unterdach auch mit Stamisol realisiert werden.
Ansonsten OSB rückbauen und durch eine feuchtevariable Bahn (wie z.B. Intello von proclima) ersetzen.

Grüsse Thomas





Hallo & vielen Dank für die Antworten!

Nun bin ich kein Handwerker und deswegen etwas Begriffsstutzig ...
Ich schreibe meine Fragen in Grossbuchstaben dazu – nur, weil man hier nicht unterstreichen oder fetten kann, ich will Sie nicht anschreien;-)

@Frank, Sie schrieben:
"Ich würde die OSB-Platten abnehmen. Eine feuchtvariable Dampfbremse wirklich fugendicht anbringen. Konterlattung und dann Nut- und Federbretter anbringen - oder Lehmbauplatten. Das mit den DWD-Platten bringt nichts."

Soll das bedeuten, dass ich den Aufbau wie folgt ändere (jetzt von innen nach außen):

- RAUS: OSB – Platten 15mm WAS DANN? NUT- UND FEDERBRETTER?
- Mineralwolle 200mm WLG 035,
- Konstruktionshölzer KVH 8/22,
- HIER DANN DIE FEUCHTEVARIABLE DAMPFBREMSE HIN? ODER VON INNEN?
- HIER DIE KONTERLATTUNG?
- Rauhspund, = NUT- UND FEDER?
- Dachbahn V13,
- Schweißbahn V60 S4,

UND DANN DER DACHAUFBAU WIE FOLGT:
(Es folgt noch: Konterlattung, Traglattung, Stahltrapezbleche)?

Oder habe ich den Aufbau falsch verstanden?





@Olaf, Sie schrieben:

„man kann aber auch eine zirkulierende Luftschicht (Traufe-Fist) zwischen Dämmung und Rauspund zum Abtransport der Feuchtigkeit einplanen/einbauen. Das hilft auch im Sommer gegen die Wärme durch Sonneneinstrahlung. Luftschicht mind. 3, besser 5 cm planen, fehlende Dämmung innen ergänzen in UK der Dachschrägenbekleidung.“

DAS HEISST ICH NEHME DEN RAUHSPUND AB UND VERRINGERE DIE DICKE DER ISOLIERUNG ODER VERSTÄRKE DIE SPARREN, DAMIT DIE 5 CM LUFTSCHICHT ZUSTANDE KOMMEN?
DARÜBER DER DACHAUFBAU WIE GEPLANT:
-Rauspund
- Dachbahn V13,
- Schweißbahn V60 S4,
Dach: Konterlattung, Traglattung, Stahltrapezbleche
(Evtl. zusätzlich noch von innen in der UK die Dämmung aufstocken.)?




@Thomas, Sie schrieben:
DWD-Platten bringen nur ein Problem mehr mit.
Was hier fehlt, ist wie Frank schon geschrieben hat, die feuchtevariable Bahn.

Wenn auf dem Dach die Schweissbahn noch nicht verbaut wurde, kann das Unterdach auch mit Stamisol realisiert werden.
Ansonsten OSB rückbauen und durch eine feuchtevariable Bahn (wie z.B. Intello von proclima) ersetzen.

WAS WÜRDE DAS FÜR MEINEN DACHAUFBAU BEDEUTEN?
STATT:
- Schweißbahn V60 S4,
- Dachbahn V13,

NUN EINE SCHICHT STAMISOL? AUF DEM
- Rauhspund ODER FÄLLT DER WEG?
Konstruktionshölzer KVH 8/22,
Mineralwolle 200mm WLG 035,
OSB – Platten 15mm

(Es folgt noch: Konterlattung, Traglattung, Stahltrapezbleche)

Ist Stamisol nur eine Marke, oder ist das Produkt einmalig?


@all:
Vielen Dank fürs Durchlesen!
Ich freue mich über Antworten.
Mit besten Grüßen,
Chris