Feuchtesperre, Kokos

10.11.2010



Guten Morgen liebe Forumsteilnlehmer,
dank den Informationen dieses Forums haben wir unseren Dielenboden auf Lagerhölzern verschraubt geplant.
Nun habe ich noch 2 offene Punkte die ich leider nicht in der Suchen - Funktion gefunden habe. Ich hoffe man kann mir helfen:
Unser Untergrund ist eine Betonplatte, roh 2.5 Jahre alt, 1 Jahr überdacht und seit Herbst geheizt, darunter unbeheizter Kellerraum. Nun legen wir gerne zwischen die Sparren Dämmmaterial, entweder Zelluloseflocken oder Lehm-Hobelspäne.
1. Frage: Trittschallverminderung, wir möchten gerne etwas unter die Balken legen wie z.B. Kokos 14/7, wo man genau weiss um wieviel dieser sich senkt. Leider kann unser Baustoffhändler hier nichts besorgen da er meint das man mitlerweile Holzwollmatten hierzu nimmt. Hier kann man jedoch nicht die genaue Endhöhe vorraussagen da dieses Material undefiniert schrupft. Hat jemand einen Vorschlag was ich hier alternativ einsetzen kann?
2. Frage: Als Feuchtesperre setze ich gerne eine Folie ein, muss diese verklebt werden oder reicht es wenn Sie überlappt? Wie dick sollte Sie sein das man hier noch darüberlaufen kann ohne diese zu zerreissen?
Beste Grüsse
Beate



Fußbodenaufbau



Hallo Beate, wozu soll die Schalldämmung gut sein?

Viele Grüße





- Schallübertragung von einem in das andere Zimmer, Betonminiknubbel werden von elastischem Material egalisiert



Fußbodenaufbau



Welches andere Zimmer?
Darunter ist der Keller!
Wenn es Ihre Wohnung ist, sollte Sie es erst einmal nicht stören, wenn Sie in diesem Zimmer herumlaufen. Sie können nämlich nicht gleizeitig im anderen Zimmer sein.
Dann ist die Schallübertragung von Zimmer zu Zimmer nicht nur von der Decke und dem Fußboden abhängig, sondern von der Wand.

Was die "Betonknubbel" angeht: Nehmen Sie einfach einen Maurerhammer und klopfen Sie ein oder zweimal drauf.

Was den Aufbau von Dielung angeht: Hier im Forum gibt es dazu unzählige Beiträge.
Empfohlen wird hier als Aufbau Abdichtung, Weichholzfaserplatten mit integrierter Traglattung und Dielenbelag. Da kriegen Sie einen schwimmenden Aufbau gleich mit.

Viele Grüße





Es geht nicht um den Aufbau, da habe ich alle Infos (Lagerbalken, verschraubte Dielen) zusammen, ich bin nur Laye im Bezug auf die Folie, hier weiss ich nicht ob überlappung reicht und ob die Stösse verklebt werden sollen, wie dick sollte diese sein damit man noch darüberlaufen kann?
- Trittschalldämmung von Zimmer zu Zimmer, der Dielenboden wird über 3 Zimmer verlegt, ebenso kann es auch sein das der Keller später mal ausgebaut wird, deshalb die Frage



Fußbodenaufbau



Ich denke sehr wohl es geht um den Aufbau.
Deshalb noch mal mein Hinweis- lesen Sie sich hier ein wenig zum Thema ein.
Wie ein schwimmender, gedämmter Dielenboden aussehen kann, habe ich Ihnen bereits kurz geschildert.
Hier noch einer, nach alter Väter Sitte:
Bringen Sie auf den Beton eine Schüttung von ca. 10-15 cm geglühten Sand 0.2 auf, legen Sie die Lagerhölzer in den Sand, schrauben Sie die Dielen auf.
Oder nehmen das besagte Hämmerchen und eine Kreuzlattung, pickern die Knubbelchen unter der Kreuzlattung weg, verschrauben diese mit dem Beton.
Darauf können Sie die Traglattung für die Dielen mit Holzkeilen bzw. Plättchen höhenseitig ausrichten.
Noch was:
Eine Abdichtung ist nur dann eine Abdichtung, wenn Sie dicht ist, überlappende Folie ist das sicher nicht.
Also entweder im Stück oder verschweißt oder verklebt.
Vergessen Sie Ihre Knubbelchen nicht, eine dünne Folie ist sehr schnell beim Darübergehen perforiert!

Viele Grüße



Aufbau



Hallo,
danke für die Info., 15cm Sand wäre im Vorfeld interessant gewesen auch wenn die Decke dann vielleicht einstürzen würde :-).
Der geplante Aufbau auf unsere unebene Betonplatte, das Holz ist bereits bestellt:
- PE-Folie geklebt oder am Stück, Schweissbahn wollen wir nicht da die Wände etc schon entbehandelt etc.
- Tragbalken BSH 100x60, Unterfüttert mit Sperrholzstücke (60x100x entsprechende Dicke) um die leichten Unebenheit der Betonplatte auszugleichen,
unter die Sperrholzstücke soll etwas was den Trittschall wegnimmt und die Folie schützt, was weiss ich nicht daher habe ich hiernach gefragt (Kokos?)
- KVH 60x40mm als Kreuzlattung, an den Kreuzpunkten mit 5mm Spax verschraubt
- Dielen, 24mm stark, verschraubt

Was denken Sie darüber, haben Sie noch einen Vorschlag für die Trittschalldämmung oder einen Link?

Gruss
Beate





Ich habe soeben mit dem Baustoffhändler gesprochen:
- PE-Folie Blau 0.2dick, mit klebeband verklebt oder
- Isover Vario Folie mit einseitigem Flies + Klebeband
beides minimale Dampfbremse,

Es wäre nett wenn mir jemand einen Tipp geben könnte was ich hier besser nehmen sollte?



Fußbodenaufbau



Auch wenn ich mich wiederhole:
Der von mir zuerst genannte Aufbau ist ein schwimmender.
Sie kriegen mit Ihrer Konstruktion keinen stabilen schwimmenden Aufbau hin!
Dann brauchen Sie keine Kreuzlattung, wenn Sie solche riesigen Profile schon auf der Decke ausrichten.
Übrigens hätten Sie in der Zeit, wo Sie hier Beiträge schreiben, schon für jedes Kantholz eine Mörtelauflage einbauen können.
Um das zusammenzufassen:
1. Ihr Fußbodenaufbau ist für eine Rohbetondecke unpassend und teuer. Er wäre angemessen bei preußischen Kappen mit nichttragenden Kappen.
2. Die von Ihnen gewünschte aber unnötige Trittschallentkopplung kriegen Sie mit diesem Aufbau so nicht hin, da die Kanthölzer auf der Decke fixiert werden müssen- also festgeschraubt. Da nützt kein Kokos oder sonstwas.
3. Die Profilwahl ist völlig überbemessen, aber es ist Ihr Geld, das da versenkt wird.
4. Zwei leicht zu bewerkstelligende Alternativen habe ich ihnen genannt, beide sind, obwohl nicht erforderlich, schallentkoppelt.

Falls die Deckenoberfläche zu sehr aus der Waage ist, kann man mit Ausgleichsspachtel, Ausgleichsestrich oder einer gebundenen Schüttung das Problem beheben.

Zum Schluß noch interessenhalber eine Frage an Sie:
Warum glauben Sie mir nicht?



Deckenaufbau



Eigentlich wollte ich mich nicht noch mal melden.

Das Produkt von Isover ist eine Klimamembran, richtig teuer und für den Dachgeschossausbau gedacht. Zur Folie kennen Sie meine Meinung.
Es gibt übrigens neben Schweißbahn eine perforationssichere Alternative als Abdichtung: mineralische Dichtschlämme.

Das Ihre Decke wegen der Sandfüllung einstürzt ist Quatsch.
Eine letzte Anmerkung von mir:
Haben Sie sich schon mal Gedanken über die Dämmung der Decke gemacht?

Viele Grüße





http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/forum/a/listForumSplitt/11,154169$.cfm

Bei Herrn Konrad waren Sie anderer Meinung.
Material ist Grösstenteils vorhanden, der Aufbau ist nicht so schlecht.
Nicht desto trotz, vielen Dank für Ihre Hilfe besonders im Bezug auf die Folie, wenn Sie möchten berichte ich in wenigen Wochen wie der Aufbau gelaufen ist.
Gruss
Beate



Fußbodenaufbau



Das stimmt nicht, ich war der gleichen Meinung und habe das auch so geschrieben.
Es gab wie bei Ihnen den Tipp mit dem Maurerhammer zum Ausgleich größerer Unebenheiten und Unterlagsplättchen.
Sie sollten schon etwas sorgfältiger lesen.
Herr Konrad bestand übrigens nicht auf einer schalldämmenden Kellerdecke.

Viele Grüße



Kreuzdonnerwetter



Hallo,
wenn ich mich in diese festgefahrene Diskussion einmischen darf, eine Sache hier stört mich:
Wenn Material vorhanden ist und mit Kreuzlattung gearbeitet wird dann empfehle ich die obrige Lattung einfach nicht mit der 1ten Lage zu verschrauben, dann hat man Praktisch einen schwimmenden Dielenboden. Darauf achten das die Dielenschrauben nicht zu lang sind.
Was meint die Fachwelt hierzu?



Fussbodenaufbau



Ob nun eine Feuchtigkeitssperre notwendig ist wage ich zu bezweifeln, der aufbau sollte so diffunsionsoffen wie möglich gestaltet werden. Sollte jedoch mit Folie und dergleichen gearbeitet werdn, müssen die überlappungen und Wandanschlüsse dicht verklebt werden.
Was die wahl des Dämmstoffes anbelangt rate ich zu der Lehm-Hobelspan-Dämmung, diese ist nicht nur einfach zu verarbeiten, sondern hat auch noch imenses potential an Feuchtigkeits aufnahme.
Um den gewünschten Effekt der Trittschallminimierung zu erreichen kann auch mit Bautenschutzmatten gearbeitet werden.

Für Fragen stehen wir gerne zur Verfügung

Grüsse Thomas



Eine Feuchtigkeitssperre...



...ist zwingend erforderlich. Ich empfehle die GEFITAS PE 3/300, selbstverklebend, an der Wand bis UK Dielung hochgezogen. Darauf, und nicht auf den Beton, können Sie die Lagerhölzer legen. Eine Trittschalldämmung ist hier wirkungslos, überflüssig und kontraproduktiv. Sollten Sie Ihre Kreuzlattung noch nicht gekauft haben, nehmen sie besser ein stärkeres Lagerholz, als 2 über Kreuz.

Grüße

Thomas



Gefitas



Sorry für die Thread-Leichenfledderei bzw. dazwischengeworfene Frage, aber diese kam bei mir jetzt gerade aktuell auf:

Vor ein paar Tagen war ich beim Baustoffhändler und habe mir ebendiese Gefitas-Folie für meine Erdgeschossräume geholt. Auf seine Frage nach den Randstreifen für den Wandanschluss meinte ich, dass die Bahnen ein Stück hochgezogen werden sollten. Er meinte jedoch, dass das auf gar keinen Fall funktionieren würde und verkaufte mir somit noch die Wandanschlusstreifen dazu. Blöderweise sind die nicht selbstklebend, sondern müssen mit speziellem Kleber aus der Kartusche verklebt werden, die er mir zu verkaufen vergaß, sodass es vorerst nichts mit der Verlegung wurde.

Hat jemand mit der hier vorgeschlagenen Lösung, die Bodenfolie einfach ungefähr bis zur Höhe UK der späteren Dielung hochzuziehen, Erfahrung?

Danke für Eure Antworten



Da wollte einer...



halt ein bisschen mehr Umsatz machen.

Warum das nicht funktionieren soll, hat der Mann vermutlich nicht detailliert ausgeführt.

Die Bahn ist flexibel genug, klar geht das. Ich lasse mittlerweile die Bahn immer etwas höher stehen, und schneide mit dem Cutter nach der Dielenverlegung gerade.

Große Erfolge wünscht

Thomas



Nachtrag



Nur der Vollständigkeit halber:

Hab mir gerade noch einmal die Rollen Gefitas-Wandstreifen genau angeschaut: Es befinden sich doch Klebestreifen drauf, also stammte meine Information offenbar von der Vorgängerausführung und war somit falsch.