Schwarzer Schmimmel an der Innenwand

06.01.2014 ebu



Hallo zusammen,
wie wohnen seit ca. 1Jahr in einer saierten Turmholl?nderm?hle. Zu 3/4 haben wir diese mit einem Anbau umbaut. Die oberen Etagen haben wir mit Holzfaserd?mmplatten und Lehmputz ged?mmt. Dies scheint zumindest seinen Zweck zu erf?llen, da unsere Heizkosten wirklich nicht sehr hoch sind.Im EG haben wir die Natursteinw?nde sichtbar gestaltet, lediglich neu verfugt mit Otterbeiner Kalk(Vorgabe Denkmalbeh?rde). Nun stellt ich jedoch im dem 1/4 der Wand im EG, welche nicht umbaut ist, fest, dass sich im unteren Bereich wei?er und teilw. auch schwarzer Schmimmel an der Innenwand bildet.Ich denke, es handelt sich hier um eindringende Feuchte von au?en; ABER dagegen kann ich ja nichts tun :-( Oder?
Um welche Art von Schimmel kann es sich hier handeln, wie kann mann diesen beseitigen? Au?erdem mache ich mir Sorgen, dass es in den oberen Etagen hinter den Holzfaserd?mmplatten auch gammelt und wir es nur nicht sehen?? :-( danke schon mal f?r den ein oder anderen rat



Schimmel



durch verschiedene Messverfahren könnte man feststellen woher der Schimmel kommt. Wo steht denn die Mühle.
Seit wann beobachten sie das Problem?
Die Schimmelart lässt sich durch Probennahme vor der Behandlung durch ein Labor feststellen (<50 €/Probe).



Ursachenbekämpfung



Feuchte von Außen? In der Regel wandert die Feuchte mit dem Wärmestrom, wenn dem nicht diffusionsdichte Schichten entgegen stehen. Der von der Denkmalbehörde geforderte Kalkverputz ist jedoch sehr diffusionsoffen. Fehlt eine Horizontalsperre in der Wand?

Ursächlich für den Schimmel kann auch Kondensat sein, was sich am kühleren, weil schon aufgefeuchteten, Wandabschnitt aus der Raumluft (ggf. zusätzlich) auslagert.

Die billigste und einfachste (nicht EnEV gerechte) Variante gegen Kondensatablagerungen aus der Raumluft wäre, oben den Fenstern etwas Dichtung zu entnehmen, um eine dauerhafte leichte Belüftung zu erhalten, was die Raumluftfeuchte dauerhaft senkt.
Diese Methode habe ich selbst erfolgreich testen können. Durch die geringere Raumluftfeuchte fühlte es sich im Zimmer wärmer an und die Temperatur konnte um 1-2°C bei gleichem Wohlbefinden gesenkt werden. Auch benötigt trockene Luft weniger Heizenergie. Beides zusammen wiegt wohl den "Nachteil" des permanenten Luftaustausches auf, denn meine Heizkosten damals sind nicht gestiegen, lediglich der Schimmel wuchs nicht mehr weiter und die Wand trocknete ab (Erhöhung des Dämmwertes).

Eine weitere Variante wäre die direkte Erwärmung der mit Wärme unterversorgten Wandbereiche (mal die inneren Oberflächentemperaturen mit dem Infrarotthermometer messen). Hierzu bieten sich Wandflächenheizungen oder nachträglich einfacher zu insatallierende hydraulische Heizleisten an, die mit einem vorhandenen Warmwasser-Heizsystem kombiniert werden könnnen. Durch Wärmebeaufschlagung der Innenwandoberflächen wird die Kondensatablagerung aus der Raumluft verhindert und die Feuchte in der Wand wird nach außen verdrängt (positiv wäre hierbei ein kapillaraktiver Wandaufbau und diffusionsoffene Oberflächenbeschichtungen). Die trockene Wand erhält ihren ursprünglichen Dämmwert wieder zurück.

Alternativ gibt es auch noch Plattenheizkörper ohne aufgeschweißte Konvektionsbleche (Plattenheizkörper Typ 10). Diese bieten bei einem geringeren Anteil an Konvektionswärme einen erhöhten Wärmestrahlungsanteil, welcher direkt die Oberflächen erwärmt.
Diese Plattenheizkörper kenne ich aus meinem Kinderzimmer im DDR-Plattenbau. Offensichtlich schaffte es ein relativ kleiner Heizkörper (ca. 60x80cm für 12qm großes Zimmer) die Bude warm zu bekommen (wohl wegen dem Wärmestrahlungsanteil. Nach der Wende wurde im Rahmen der Sanierung ein um die Hälfte breiterer Heizkörper Typ 11 (ca. 60x120cm mit Konvektionsblech) installiert. Dank der neuen Fenstern mit stetiger Belüftung durch den Flügelrahmen (unten Luft von außen rein, oben Luft im Zimmer raus) gibt es bis heute keinen Schimmel in der Wohnung.



Danke ;-)



Hallo,
lieben Dank erst einmal für eure Antworten.
Herr Heim, um Ihre Frage zu beantworten: die Mühle steht in 39218 Schönebeck(Sachsen-Anhalt bei Magdeburg)und den Schimmel hab ich zufällig vor wenigen Tagen entdeckt, weiß aber, dass im Sommer an dieser STelle noch alles in Ordnung war.WO find ich denn diese Labore, welche Proben testen?
@Sascha
Was die Raumfeuchte angeht, habe ich diese auch beobachtet. Diese liegt max. 45:%, meist eher weniger, was sicherlich auf den ständigen Kaminbetrieb zurück zuführen ist.Dieser Wert ist ja eigentlich nicht hoch. Meinst du also, dass das trotzdem Kondensat sein kann?? Jedoch kann ich auch ohne Infrarot feststellen, dass diese Wand wesentlich kälter ist als alle anderen( aber umbauten Wände, bzw. gedämmten Wände), was ja daran liegt, dass dieser Stein so gut wie keinen Dämmwert hat, trotz Mauerstärke von fast 1,00 m. Darum haben wir wirklich keine Horizontalsperre( das wären RIESENLöcher geworden ;-) Heizkörper sind schwierig, da vor dem größten Teil der Wand die Küche eingebaut ist,(wie es dahinter aussieht, weiß ich baer erst, wenn die Küche abgebaut wird)(außerdem haben wir Fußbodenheizung).
Vielleicht ist ja die Dämmung mit Holzfaserdämmplatten doch ein Weg??,(natürlich mit vorheriger Entfernung des Schimmels) funktioniert ja oben auch.
VG Ebu



Schimmel.



Bei schwarzen Schimmel und bei ihrer Beschreibung gehe ich von Stachybotrys chartarum oder aber
Chaetomium globosum.
Aufgrund ihres hohen Feuchtebedarfs gelten beiden Pilzarten als Anzeiger einer längeren
Durchfeuchtung.
Die Stoffwechselprodukte von /Stachybotrys chartarum/ gelten als toxisch.
Es sollte eine Bestandsaufnahme der Pilzbelastung im Objekt
vorgenommen werden, bei der Sanierung müssen die bekannten
Sicherheitsvorkehrungen eingehalten werden.

Wichtig ist die genaue Ursache für den Feuchtigkeitseinbruch zu finden.Ich gehe aber davon aus das ihr Fugennetz nicht mehr ok ist.
Genaueres kann man nur bei einer Begehung sagen f.Ferndiagnosen sind hier eher fehl am Platz.

Hier die Schimmelpilze zum Nachlesen.
http://www.schimmel-schimmelpilze.de/stachybotrys-chartarum.html
http://www.schimmel-schimmelpilze.de/chaetomium-globosum.html

Mfg.Peter Schneider



@ Ebu



bitte per E-Mail ansprechen. ich habe Adressen.



Fragen Sie och mal bei



Herrn Struve nach, er ist aus Schönebeck.
Ich habe Ihn in Breitenhagen auf einer seiner kostenlosen Bauherrenberatungen nach dem letzten Hochwasser kennengelernt, er ist ein ausgesprochener und sehr seriöser Fachmann auf diesem Gebiet.

www.bau-st.eu