Schwamm im Gartenhaus?

07.01.2012


Zur Immobilie meiner Eltern gehört auch ein Gartenhaus mit einer Grundfläche von 2x4m. Die Basis ist ein uralter offener Schuppen aus behauenen Balken, ca. 10x10cm und stärker. Die Eckständer scheinen einfach in der Erde zu stecken, teilweise gibt es ein nachträglich gemauertes Fundament aus Holzieglen. Eine Wand ist die roh aus Ziegeln gemauerte Wand an der Grundgrenze zur Straße. Der Boden besteht aus im Dreck liegenden Lagerhölzern und Brettern, vermutlich Fichte.
Die Wände sind innen und außen mit 14mm-Fichten-Profilholz verkleidet, ob sich dazwischen Dämmung befindet ist mir nicht bekannt, Styropor würde mich aber nicht wundern. Die Ziegelmauer ist von innen mit Styropor beklebt und verputzt, das Dach mit Styrodurplatten von unten gedämmt (darüber Lattung und Ziegel). Sonderlich luftdicht ist das Häuschen nicht, zwischen Ziegelmauer und Ständerwand sieht man durch und einige Balken von der Dachreparatur sind kleiner als die Originale.

Beim Kauf hatte das Häuschen ein Loch mit gut 1m Durchmesser im Dach, das Dach wurde komplett erneuert und vor 2 Jahren haben wir den morschen Teil des Bodens als Provisorium mit auf dem Dachboden gefundenen Brettern ausgebessert. Dabei haben wir an einem leider unter der inneren Wandverkleidung liegenden Bodenbrett starke Holzwurmschäden festgestellt. Letzten Sommer war auch der ausgebesserte Teil mit feinem Sägemehl bedeckt. Da sich das Haus ohnehin nicht wirklich zu einer Nutzung anbietet (es ist so nieder, dass wir kaum aufrecht stehen können) war rasch der Entschluss gefasst, die Schäden zu ignorieren und das Häuschen nach Fertigstellung des Wohnhauses abzutragen.

Dummerweise habe ich letzte Woche dann etwas am Boden entdeckt, das mir sehr nach echtem Hausschwamm aussieht - mehrere Pilze, innen ockerfarben bis dunkelbraun, außen weiß, teilweise garniert mit grünem Schimmel. Besonders stark befallen war die Stelle, an der ein Umzugskarton mit von den Vorbesitzern dort gelagerten Büchern stand, die Kiste ist solide am Boden angebacken. Sämtliche auch nur minimal befallenen Bücher der untersten Lage haben wir entsorgt, den Rest trocken gelagert.

Wie weit ändert der mutmaßliche Schwammbefall etwas an unserer Planung, die Hütte noch ein bis zwei Jahre vor sich hin modern zu lassen und dann abzutragen? Und was müssen wir beim Abbruch beachten? Die vor 3 Jahren neu gemachten Teile (Kanthölzer) der Dachkonstruktion hätten wir eigentlich gerne behalten. Sollten wir den Bau abreißen, bevor sich das Myzel auf die Dachkonstruktion und die Gartenmauer ausbreiten kann?




könnte EHS sein



und wenn es Echter Hausschwamm ist würde ich keine Teile wiederverwenden und den Schoppen sofort abreißen und komplett entsorgen.
Die paar Hölzer und ein gebrauchter Materialcontainer sind etwa Kosten von 500 - 1000 € und Sie gehen kein Risiko ein.

Das ist meine Meinung, selbstverständlich kann man auch Teile verwenden die weit genug vom Schadensort entfernt sind noch geschützt werden ....
Also ich würde sofort abreißen und nichts verwenden.



Hausschwamm



@ Kellergassenkatze



Nimm nen Pennerofen und wech mit dem Holz, jetzt im Winter macht es sogar noch Spass, am offenen Feuer zu stehen...



Andreas



Schwamm



@Andreas: mein Bruder ist da sofort voll dabei :-D

Die interessante Frage ist, ob man die durchlaufende Gartenmauer (ca. 20m) auch abtragen müsste. Die Konstruktion sieht folgendermaßen aus: direkt am Wohnhaus befindet sich eine betonierte Einfahrt mit Tor, dann beginnt die Mauer, halbsteinstark aus Massiv- oder Lochziegeln auf einem Betonfundament bis knapp unter Gelände. Das Gartenhaus ist um diese Mauer herum gebaut beziehungsweise an diese heran und ist ziemlich genau 10m vom Wohnhaus entfernt. Ein etwaiges neues Gartenhaus in der Zukunft würde wohl auch wieder an diese Mauer angrenzen, das ist in dem kleinen Garten (spitz zulaufendes Grundstück, an der hausfernen Grenze nur mehr ca. 2m breit) kaum anders möglich.



Hausschwamm



@ Kellergassenkatze



Warum willst Du die Mauer abtragen? Der Schwamm steckt zwar in der Wand, sollte aber irgendwann absterben. Genaueres über die Halbwertzeit von Myzele findest Du bei Google.
Allerdings würde ich ein neues Gartenhäuschen freistehend bauen, ohne Feuchtespeicher Wand.


Vom alten Häuschen würde ich keine Holzreste behalten...




Andreas



genau das



wollte ich auch gerade schreiben.
bauen Sie kein neues Gartenhaus an die Wand und alles ist gut

Ps. verbrennen geht auch ist klar was anderes passiert mit dem Holz auch nicht wenn Sie das in einem Container entsorgen lassen.
Als ich Zimmerer gelernt habe wurde uns gesagt (ab 1983) das Holz müßte auf der Baustelle verbrannt werden ;) .
Aber nicht erst im Haus lagern oder so!



Tja



das neue Haus nicht an die Wand zu bauen wird wie erwähnt aus Platzgründen schwierig. Mein Vater hatte vor, zwischen die drei Mauern (U-förmig) am Ende des Grundstückes eine Holzwand zu setzen und ein Dach darüber zu bauen, fertig ist das Instant-Gartenhaus. Möglicherweise hat die Mauer übrigens sogar eine Horizontalsperre, da bin ich mir gerade nicht sicher.

Aber gut, das ist alles eher ferne Zukunftsmusik. Danke jedenfalls für die guten Antworten! Dann wird das alte Haus wohl im Februar dem Erdboden gleich gemacht. Eigentlich wollten wir ja im Wohnhaus Boden legen, damit das bis zum Sommer mal seinem Namen wieder gerecht wird...



Ja dann



auf alle Fälle geschützetes Holz nehmen und darauf achten das es nicht zur Durchfeuchtung durch die Bauart kommt