Schwamm im Keller durch Holzleichtlehm?




Hallo,
wie im Beitrag forum 62484 schon beschrieben, habe ich einen Schwamm im keller. Ist es vorstellbar das sich dieser von einer im Raum darüber eingebrachten Holzleichtlehmdämmung ernährt?
Diese wurde im August erdfeucht verbaut. Zwischen dem HLL und dem Fruchtkörper im Keller liegen ca 50 cm Wegstrecke durch WU Beton Bitumen Sand Ölpapier, Ziegelgewölbe. Ich kann mir nur Vorstellen das ein vorhandener Schwamm durch die Feuchte des Holzleichlehms wieder aktiviert wurde.
Bilder findet ihr in meinem Profil.
Ich hofe auf rege Diskussion



Schwammbefall



Lieber Axel,
bist Du Dir wirklich sicher, das dies ein Pilzbefall ist?
Auf deinen Fotos sieht das eher wie Feuchtespuren eines versotteten Schornsteins aus. Kann es sein, das irgendwo oberhalb alte Teerpappe mit Feuchtigkeit in Berührung kam?

mfG
Georg



Ja es ist auf jedenfall ein Pilz.



Vor zwei tagen hatte er noch die weissen Ränder des aktiven Wachstums. Das er jetzt so gelbbraun ist hängt wohl mit dem Luftentfeuchter Zusammen der seit dem im Keller Läuft.



Schwamm





Schwamm im Keller



Tja, Pech für Dich,
War so eine Idee von mir. Was Du brauchst ist ein guter Fachmann für Holzschutz und einen Rechtsanwalt, denn irgend jemand (Planer, ausführende Firmen) hat hier Fehler gemacht. Vielleicht ist es ja kein Hausschwamm sondern nur ein Kellerschwamm

Kopf Hoch

Georg



wie soll sich ein Pilz vom Holzlehm ernähren, wenn der Holzleichtlehm



50 cm oberhalb des Pilzes liegt? Nach den Fotos zu urteilen ist die Feuchte in der Wandecke die Ursache für die Pilzentwicklung. Wird der Keller denn gut be-und auch gut entlüftet? Welche neuerlichen Baumaßnahmen wurden im Keller getätigt? Nach meiner Kenntnis sieht der Pilz auf Ihrem Foto aus wie der braune Kellerwarzenschwamm. Dieser Kollege wächst recht schnell weiter,wenn man Ihm nicht die feuchteschwangere Lebensumgebung entzieht.



Lage des Pilzes



Also der Keller war dauerhaft belüftet, da im hinteren Teil noch kein Fenster ist und in der nähe des Pilzes ein Fenster das immer angeklappt war. Ausserdem gibt es keine Kellertür, der Keller ist zum Haus hin offen. Der Pilz befindet sich aber in einer Ecke die nicht unbedingt von Luft überströmt wird. Jetzt habe ich alle Öffnungen verschlossen. Der luftentfeuchter soll ja nur den Keller entfeuchten und nicht die ganze Gegend.
Wenn der Pilz nicht im Mauerwerk zum Holzleichlehm gewachsen ist stellt sich die Frage wovon er sich sonst ernährt.
Kommen auch Wurzelz an der Kelleraussenwand in Frage?



manche Pilze sind recht anspruchslos



Sie können sich von einer durchfeuchteten Naturstein-Wand gut ernähren.



echt?



wie das denn? ich fasse mal meine bescheidenen biologie-kenntnisse zusammen: pilze führen mangels chlorophyll keine photosynthese durch - um zu wachsen, zu gedeihen und sich zu vermehren, benötigen sie dennoch energie. die bekommen sie, indem sie entweder symbiotisch mit grünzeug zusammenleben (dem sie zucker/stärke entziehen und wasser/mineralstoffe liefern) oder aber selbiges in Staub und asche verwandeln, wie es der Schwamm (welcher auch immer) gern tut, der halt stärke verbraucht ohen große gegenleistung.
bekannt ist, dass schwämme mit ihren myzelen problemlos mehrer meter durch Mauerwerk wachsen können, um an nahrung zu gelangen.
durch Beton wohl eher aber nicht. deswegen finde ich den gedanken, dass der Pilz nach außen wächst nicht sonderlich weit hergeholt. wobei er halt eigentlich auf totholz steht. ansonsten käme vielleicht noch in betracht, dass sich unterm Gewölbe eine Holzkonstruktion verbirgt, vielleicht haben sie beim bau vergessen, die abzunehmen oder teile davon?



Punktgewinn für Bettina



Natürlich sind manche Pilze recht anspruchslos, aber völlig ohne Anspruch gehts auch nicht. Der Anspruch heisst in diesem Fall: organisches Substrat. Damit kommt der Feuchte Holzleichtlehm duchaus in Frage. Lehm wird von den Myzelen sehr gut durchwachsen, Mauerwerk und Haarrisse im Beton auch. 50 cm sind keine großartige Distanz. Durchwachsungen von anorganischen Material, ohne organische "Futter"stellen auf einer Längen von 1-1,5 m habe ich selber schon gesehen.
Grüße aus Leipzig
Martin Malangeri



Mauerwerk ist kein Nährboden



Guten tag,
ich habe keine Zeit eine ausführliche Antwort zu geben. Mauerwerk ist kein Nährboden für holzzerstörende Pilze. Diese Pilze brauchen Holz, evtl. andere organische Substanz wie Kartoffeln usw. aber mineralische Stoffe reichen nicht aus. Davon werden nur Spurenelemente zozusagen als "Dünger" bezogen. Ich tippe auf verdeckte Holzbauteile im Mauerwerk (Fensterdübel, ...) Holzkellerfenster in der Nähe....
Es ist nicht auszuschließen, dass der Holzleichtlehem die Nahrungsquelle ist.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



des Rätsels Lösung


des Rätsels Lösung

Hallo,
ich habe Gestern in einem Radikalen Akt den Holzleichlehm im darüberliegenden Raum entfernt Und siehe da, aus den Fugen der Aussewand kam ein Wurzelgeflecht zum vorschein. Ich denke das das zu meinem Pilz im Keller gehört. Ich habe 1 m hoch alles Rausgenommen und werde auch die Lattung noch abnehmen. Wurzlen konnte ich nun keine mehr feststellen, auch nicht in den Mauerwerksfugen. Nächste Woche kommt ein Schwamm Bekämpfer. Mal sehen was der sagt.
Bilder offene HLL Dämmung



brauner Flaum über auf der Dämmung





Wurzel rechts oben und unter der Bitumenbahn





Was Nun?



Was kommt nach der Schwamm Sanierung? Als Dämmung müsste ich ja dann auf dem Teilstück etwas anorganisches dienen z. B Perlite o. ä. Da muss ich mal sehen wie ich das bündig an die Wand bekomme.



Das Holz-Lehm-Gemisch...



...sollte m.E. großflächig ausgebaut werden. Dort sind Sporen und Myzel vorhanden, und die Bedingungen für das Wachstum sind 1m weiter links oder rechts mit Sicherheit nicht schlechter.

Kann es sein, daß die Wand im EG heftig Wasser zieht? eine Horizontalsperre wird es ja wohl nicht geben? Dann wäre der Holzleichtlehm m. E. dort ebenso falsch wie die Holzkonstruktion.

Grüße

Thomas



Heute geht es dem Schwamm ans Leder



Hallo,
vielen Dank für eure Antworten. Ich habe heute einen Bautenschützer im haus der den Schwamm bekämpft. Nach Meinung dreier Excperten handelt es sich um braunen Kellerwarzenschwamm. Dieser wird nun geschäumt und geflutet. Ich bin auf das Resultat gespannt.