Hausschwamm

01.07.2004



Hallo allerseits,

zum Beginn meiner Mitgliedschaft hier gleich mal ein dicker Klops: Wir haben Hausschwamm im Haus.

Nun haben wir Kontakt aufgenommen mit einer Fa., die über den notwendigen Sachkundenachweis verfügt.

Benötigen wir auch noch einen Sachverständigen?

Habe ein bißchen die Befürchtung, dass die Fa. uns vielleicht sonst eine ziemlich strenge Auslegung der DIN 68 800 auferlegt und die Sanierungskosten über unseren Möglichkeiten liegen werden.

Und gibt es vielleicht ein paar mutmachende Erfahrungen mit der Sanierung?
Bei uns ist das EG (Haus hat nur Teilkeller) befallen. Eine Bodenfläche von ca. 5 qm Laminatboden war "aufgefressen" und am Mauerwerk waren teilweise bis 1 m Höhe Fruchtkörper zu sehen.

Herzliche Grüße

Isabel Müskens



Auch ,,Der Tränende" genannt!





wer den Schaden hat ....



... braucht viel Humor. Der ist uns noch nicht vergangen, aber etwas Ermutigung könnten wir schon gebrauchen!

;-)

Isabel



auch ,,Der Tränende" genannt !



hallo Frau Isabel Müskens,

vorab, ein herzliches Willkommen in der Gemeinde von Fachwerk.de!
Voraussetzungen für die Bekämpfung des(und anderer auch!) Serpla Lacymans kann ich nur empehlen:

1. Anfertigung eines Untersuchungsberichtes/Gutachten von einem qualifizierten Fachmannes bzw. Sachverständigen über Befallsart und Befallsumfang

2. Durchführung der Bekämpfungsmaßnahmen nur von qualifizierten Fachfirmen bzw. Fachleuten die über den nötigen Sachkundenachweis verfügen, aber vorallem über Referenzen von anderen BV verfügen!

3. Lassen Sie sich keine billigen(aber teuer verkauften) Wundermittel aufschwatzen!

In Ihrem Fall, haben Sie ja schon nach eigener Ausage, eine Firma mit der Begutachtung beauftragt! Was haben sie Ihnen als Bekämpfungsmaßnahmen unterbreitet?

Nochmals, bei der Auswahl von Firmen zur Schwammbekämpfung zuerst nach der Referenzliste und dann nach dem Angebotspreis fragen!

Da ich meist in Berlin/Brandenburg tätig bin, nützt Ihn unserer Sachverständiger, mit dem wir schon eine ganze Zeit wunderbar (und zu beider fachlichen Zufriedenheit) zusammen arbeiten, nicht viel! Aber ich bin sicher, bei Ihnen wird es auch Holzschutzfachleute bzw. autorisierte Schwammbekämpfer vor Ort geben!

herzliche Grüße aus dem verregnetem(mit Hagel und Blitzen) Berlin vom

Zimmergesell Michael



...... braucht Ausdauer



Wie weit ist es mit dem Hausschwamm gekommen, wenn er sich jetzt schon über Laminat hermacht.
Aber Spaß beiseite. Woher wisst Ihr denn, das es sich um den echten Hauschwamm handelt? Habt Ihr eine Probe in ein Labor geschickt und diese untersuchen lassen? So etwas hat bisher die Firma Remmers als kostengünstigen Sevice angeboten. Vieleicht hat sich bei euch auch "nur irgendeiner unserer Pilze breitgemacht. Der echte Hausschwamm wird gerne verwechselt und selbst für den Pofi ist es ausgesprochen schwierig ihn zweifelsfrei zu erkennen.
Vor einer Sanierung würde ich euch empfehlen mit einem entsprechenden Labor Kontakt aufzunehmen und selbigen eine Probe zuzuschicken. Dann wisst Ihr auch, was von den Sanierungsvorschlägen der Firma zu halten ist.



Bestimmung



Die endgültige Bestimmung steht noch aus (haben ein Stück Myzel ins Labor geschickt).

Anzeichen für Hausschwamm:

a) Die Fruchtkörper sind quasi mustergültig ausgeprägt und es saß richtig viel davon hinter der Verkleidung!

b) Das Mauerwerk (Zwischenwand) ist tief durchwachsen.

c) Das Myzel stinkt beim Abbrennen wie angekokelte Fingenägel.

Und nun zum Scherz: Wie heißt denn das Zeug, das tut als sei es Parkett und nur wenig Nutzschicht aus tollem Holz hat. Ich dachte Holzlaminat...



Zum Laminat



Wenn wir jetzt von Schichtverleimten Material reden, das über eine entsprechende Nutzschicht aus Massivholz verfügt, reden wir eigentlich von Fertigparkett. Laminat besteht aus einer Faserplatte (HDF) und ist mit einer Beschichtung aus Kunststoff versehen.
Aber nun zum Befund.
Wartet auf jedenfall das Ergebnis ab. Anschließend solltet Ihr ein Sanierungskonzept erarbeiten oder erarbeiten lassen. Das wichtigste wird neben der eigentlichen Bekämpfung, die Suche nach den Ursachen sein. In jedemfall muss diese abgestellt werden. Macht Ihr das nicht, ist jegliche Bekämpfung hinfällig.
h.g.
Ralf Femmer



Hausschwammsanierung



Guten Tag Isabel Müskens,
Zu ihrem Hausschwammproblem würde ich Ihnen raten dass sie sich doch einen öffentlich bestellt und vereidigten Sachverständigen im Zimmererhandwerk mit den Sachgebieten Pilze und Holzschädlinge an Fachwerken dazu holen sollten um das Schadens Maß festzustellen und die ungefähren Sanierungskosten festzulegen weil die Sanierung beim echten Hausschwamm nicht ganz einfach ist (denn beim Hausschwamm können die Sanierungskosten schnell mal das drei oder vierfache der veranschlagten Angebotesumme erreichen).

Ich kann Ihnen vorschlagen:
Dass sie sich mit mir in Verbindung setzen und dass ich Ihnen tatkräftig bei der Sanierung unter die Arme greife
zu den Kosten als Sachverständiger können Sie bei mir im Profil unter Sachverständigenbüro Andreas Vollack nachlesen

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden



Doppelte Tränen



Liebe Isabel

Die Kollegen haben recht, beherzigen sie deren Ratschläge. Die DIN 68800/4 sollten sie wirklich ernst nehmen und jede Abweichung und deren Konsequenzen genauestens abwägen.

Der Sachverständige und die Firma muß die DIN empfehlen und sollte die WTA Blätter beachten!

Allerdings haben auch wir einige Fälle in denen enorme Kostenreduzierungen für den Eigentümer durch Eigenarbeit zu realisieren waren. Wichtig ist die Bereitschaft der ausführenden Firma dies zuzulassen. Die genaue Arbeitskontrolle und dein "Ernstnehmen" der Problematik und der Arbeitsanweisungen istz Vorraussetzung für ein Gelingen der Sanierung.

Ach ja wichtig:
Bitte nur eine wirkliche Fachfirma mit Sachkundenachweis und besten Referenzen ranlassen!!!!!!!

MIt besten Grüßen


L. Parisek



Danke an alle Ratgeber



Hallo, liebe Fachwerker!

Vielen Dank für die guten Ratschläge. Hier fühlt man sich mit seinen Fragen wirklich gut aufgehoben.

Das Wochenende hat folgendes Ergebnis gebracht:

a) Wir bekommen ein neues Dach und neue Innenwände. Das hat nichts mit dem Schwamm zu tun. Das Ausbessern ist in beiden Fällen einfach teurer als neu machen.
(Zur Beruhigung: Hier geht nicht historische Bausubstanz verloren, da wir nur im Giebelbereich der Südseite Fachwerk haben)
b) Es kommt ein Sachverständiger und später die Sanierungsfirma. Es bleibt aber ohnehin nur noch eine Wand, die befallen ist. Der Sachverständige wird ein Konzept zum Umgang mit dieser Wand sowie für die Neukonstruktion erarbeiten.

Herzliche Grüße

Isabel Müskens