Holzschutz der Holzfassade (Rautenprofil)

15.08.2009



Moin Leude,
ich werde in den nächsten Tagen meine Holzfassade im Dach (mit Drempel) erneuern. Hierfür verwende ich ein Rautenprofil aus deut. Lärche. Vorab muss ich aber die Leisten mit Holzschutz streichen. Kosten ca. 20€/l brutto (WoodCare Lärche 30 und SunCare). Habt ihr Erfahrung damit? Ist der Preis OK?
Danke und Gruß
D.



Holzschutz



Üblicherweise werden im bewitterten Außenbereich Hölzer eingesetzt, die entweder einen vorbeugenden chemischen Holzschutz haben oder selbst so dauerhaft sind, das sie einen solchen Schutz nicht benötigen.
Unabhängig von diesen Überlegungen sind die Regeln des konstruktiven Holzschutzes zu beachten.
Falls die eingehalten werden, besteht bei einer hinterlüfteten Außenbekleidung mit der Gefährdungsklasse 2-3 und einem Holz der Dauerhaftigkeitsklasse 3-4 eigentlich kein weiterer Bedarf eines vorbeugenden chemischen Holzschutzes.
Allerdings sind das nur allgemeine Überlegungen, den konkreten Fall vor Ort kann ich nicht einschätzen.
Wenn es um andere Bauteile, wie z.B. Traglattung aus Fichte o.ä. geht, so sollten die vorbeugend in den Klassen Iv, P und W behandelt sein.
Solche Profile können Sie gleich entsprechend behandelt kaufen.
Zu den genannten Produkten kann ich nichts sagen, außer das ich Sie nicht unbedingt als Holzschutzmittel einordnen würde, eher als Pflege- und Schutzanstriche.

Viele Grüße



Holzschutz



Vielen Dank soweit,
Konstruktiver Holzschutz im Sinne von Dachüberstand o.ä. ist nicht vorhanden, dafür ist die Traglattung auf der diffosionsoffenen Folie aus Douglasie und stellt 3 cm Hinterlüftung sicher. Allg. würde ich aber einen "Pflege und Schutzanstrich" als Holzschutz verstehen.
D.



Läche



ist das harzhaltigste aller Nadelhölzer.

Wie mein Vorredner schon schrieb: "...oder selbst so dauerhaft sind, das sie einen solchen Schutz nicht benötigen"

Die malerisch pittoresken Bauernhäuser aber auch Feldscheunen in Oberbayern, Östereich und in der schönen Schweiz kommen mit unbehandelter Lärche daher.

Lärche im Außenbereich zu behandeln läuft bei uns unter der Kategorie "Viel Geld für weniger als Nichts"...

Gruß...j.





"Die malerisch pittoresken Bauernhäuser aber auch Feldscheunen in Oberbayern, Östereich und in der schönen Schweiz kommen mit unbehandelter Lärche daher."
... und auch die stehen nur lange, wenn der konstruktive Holzschutz beachtet wurde, was früher eine Selbstverständlichkeit war. Bei historischen Holzbauten sind das vor allem Vordächer, die den Namen verdienen und mehr als nur Zierkante sind, sowie Schutz vor aufsteigender Feuchtigkeit, d.h. ein genug hoher Sockel oder Aufständerung. Von Schlagregen betroffene Holzflächen sollten möglichst senkrechten Faserverlauf haben; waagrechte Fugen, in welche Wasser eindringen kann, werden nicht alt.
In den besonders regenreichen Gegenden der Alpen, wo die Lärche natürlicherweise fehlt oder selten ist (das ganze Gebiet der nördlichen Kalkalpen zum Beispiel) funktioniert das dann sogar auch mit unbehandeltem Fichtenholz recht gut.