wie werde ich den Denkmalschutz los?




Das Haus meiner Eltern ist schon recht alt, etwas über hundert Jahre. Eines schönen Tages lief jemand über unser Grundstück, machte Fotos, und mit der Aussage habe nur Fotos gemacht für den Denkmalschutz war er auch wieder weg.
Nun nach einigen Jahren in denen sich auch einiges getan hat am und ums Haus, Sanierungsarbeiten,Renovierungsarbeiten,und ein neuer Schuppen als Wekstatt alles mit Baugenemigungen usw.
Kommen Leute vom Denkmalschutz und üben arge Kritik,
ich könne doch nicht einfach so neue Fenster bauen,oder bretter austauschen und neu Streichen wohlgemerkt alles in den alten Farben und Formen von Früher(Hatte Bilder und Zeitzeugen).Aber die ausgeführten arbeiten stellen sie sehr in frage.
Ich sollte doch die alten Fenster wieder einbauen ,geht aber schlecht da die fast zerbröselt sind, Wurmstichig und Feulniss.Nach Anfrage meinerseits auf zuschuss für Restaurierung wurde nur abgewinkt kein geld da,dafür habe ich aber noch ein Paar neue Auflagen bekommen.
wobei ich doch gern das Haus erhalten möchte. Habe vor acht Jahren ein neues Reehtdach aufnähen lassen (was auch nicht bezuschust wurde)aber die Auflagen kann icht nicht erfüllen die nir gestellt werden,kann leider kein Geld herzaubern. Nur verfallen lassen kann ich das Haus auch nicht da meine Eltern noch drin wohnen,mit teils siebzig Jahren alten Fenstern ,einfachen Spaarheerd in der Küche für die heutige zeit kaum vorstellbar.Aber Inneumbauarbeiten sind mir auch untersagt worden.Das Haus selber macht noch einen grudsolieden Eindruck (kann ich warscheinlich beurteilen als Tischler)möchte gern noch den rest des Hauses Restaurieren aber bitte ohne diesen Denkmalschutz
Bin selber sehr für den erhalt guter schöner alter sachen,aber bitte nicht mit Leuten die mir jeden spaß daran verderben.
Auch wenns hart klingt,
wie werde ich den Denkmalschutz los

MfG Krischan



Reden, wie der Wanderprediger,



hallo Krischan,
kann da vielleicht helfen. Und immer sehr freundlich. Und immer nach Begründungen fragen. Und sachlich argumentieren.
Ich habe eine sehr angenehme Erfahrung in Mecklenburg machen können, wo der Denkmalsschützer von sich aus ungefragt Zugeständnisse machte, von denen man nichtmal zu träumen gewagt hätte. Als ich ihn fragte, wie denn das käme, sagte er, daß man gelernt hätte, daß man auch "kaputtschützen" könne und man im Interesse des Erhaltes auch bereit wäre, solange der wichtige Charakter unbeeinträchtigt bleibt, weitere Konzessionen zu machen.
Ich bin froh, solch eine Erfahrung gemacht zu haben. Leider sehen das nicht alle Mitarbeiter der Denkmalsschutzbehörden so. Wenn man denen aber mit Nachfragen über Sinn, Grundlagen oder Nutzen ihrer Auflagen auf die Nerven geht( immer sehr freundlich!) kann es auch geschehen, das es sich produktiv entwickelt. Manch einer hat da halt nen Posten und muß seine Daseinsberechtigung unter Beweis stellen, will aber am Ende doch eher seine Ruhe haben.
Grüße Lukas



denk mal nach



hallo,
eigentlich hätte die Baugenehmigung schon den Hinweis beinhalten müssen, dass es sich um ein Denkmal handelt, z.B. in den Auflagen: nach der Formel "Achtung Denkmal, solche Auflagen sind zu erfüllen:..." Fragen Sie den Architekten der den Bauantrag unterzeichnet hat. Er müsste es wissen. Ansonsten verfahren Sie wie mein Vorredener, immer kooperation zeigen. Ich habe mit den Denkmalschutzämter gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Dies hing jeweils vom Mitarbeiter ab, auch vom Eigentümer und schließlich auch von mir selbst ab. Aber eigentlich dürfte man nicht den Denkmaschutzkarakter ohne Wissen des Eigentümers an einem Gebäude (nachträglich)geben. Aber vielleicht doch, wie in Ihrem Fall.
D.H. Fragen wann der Denkmalschutz gegeben wurde, wer hat Sie darüber und wann unterrichtet (vor oder nach den Bauantrag) und was beinhaltet den Denkmalschutz (das Ganze, nur ein Teil, das Ensemble oder nur z.B. die Fenster)
Das fürs Erste.
m.f.g.
J.E.Hamesse



Manchmal ist´s komisch,



hallo miteinander,
mit den Denkmälern.
Das Haus meines Vaters, Bj 1903, erworben 1980, keinerlei Denkmalsschutz.
Eines Tages Mitte der Neunziger schleicht ein Herr um´s Haus und macht Fotos. Als er angesprochen wird verschwindet er schnell.
Einige Wochen später der Brief: ...freuen wir uns Ihnen mitteilen zu können, daß Ihr Vorgarten nun ein gartenbauliches Denkmal ist...
Dazu muß man wissen, daß der Garten, wie er jetzt ist, nicht mehr allzuviel mit dem Originalzustand zu tun hat. Wir haben alte Fotos - die Behörde scheinbar nicht.
So kann´s kommen. Weitere Auswirkung hatte das Ganze aber bis heute nicht.
Grüße Lukas



@krischan



find ich komisch: wird die einzeldenkmaleigenschaft nicht in gb eingetragen? ich hab so einen sanierungsrechtlichen vermerk (allerdings liege ich auch noch in einem sanierungsgebiet) drinnen. (was im übrigen dazu führt, dass ich haus und Grundstück weder verkaufen noch belasten darf ohne sanierungsrechtliche genehmigung, halleluja)

@lukas

ich vermute, dabei geht's weniger um die pflanzerische Gestaltung als darum, zu verhindern, dass die vorgärten zu stellplätzen u.ä. umfunktioniert werden. um den Schutz der vorgärten per se also. in den denkmalbereichen unserer kommune fallen die vorgärten auch immer unter schutz.



Hallo Bettina,



die Gefahr dort einen Stellplatz entstehen zu lassen besteht da nicht. Wäre auch beim besten Willen kein Platz da.
Ist aber weit und breit der schönste Vorgarten. Ich mach mal nächste Woche ein Foto und stelle es hier ein. Dann blüht die schöne alte Magnolie auch wieder, :-)
@ Krischan
vieleicht kannst Du mal sagen, worauf genau sich der Denkmalsschutz bezieht. Meist ist es doch so, daß es auch erhaltenswert ist. "Los werden" wirst Du den Denkmalsschutz ohnehin nicht. Man kann nur versuchen, sich so gut als möglich zu arrangieren.
Schöne Ergebnisse kann man hier im Forum bewundern.
Grüße Lukas



da



wo ich ich herkomme (dräsdn), sind die magnolien in den vorgärten auch häufig. jahr für jahr habe ich mir übrigens vorgenommen zu schauen, wie sie aussehen, wenn sie NICHT mehr blühen und jahr für jahr vergesse ich das :-)) schande...

@krischan

denkmalschutz hat ja auch finanziell durchaus seinen reiz: bei aller liebe, die ich auch so zu alten häusern habe, waren für mich die steuerlichen möglichkeiten doch auch kaufentscheidend. natürlich kostet die herstellung in manchen dingen auch mehr - aber das ist ja auch langfristig wersteigernd. ein gut gepflegtes Denkmal mag nicht die rentabelste aller geldanlagen sein, aber sicher eine sichere.



Wie versprochen



Bild vom Denkmal
Grüße Lukas



und noch eins





Denkmalschutz



Hallo Krischan!
Um welche Art von Denkmalschutz handelt es sich denn?
Ist es ein EINZELDENKMAL dürfen keine Umbauten ohne Genehmig des LFD (Landesamt für Denkmalpflege) bzw. der unteren Denkmalbehörde ausgeführt werden. Bei Ensembleschutz ist es normalerweise so, dass alles was den Außenbereich (Fassade, Dach, Fenster, Türen etc) betrifft nicht ohne Genehmigung verändert werden darf. Oftmals wissen Bauherren gar nicht dass sie ein denkmalgeschütztes Haus besitzen. Dies wird durch die Denkmalbehörde in Absprache mit der Stadt- oder Gemeindeverwaltung festgelegt (wegen den Zuschusskosten). Jährlich kommen neue Denkmäler hinzu - rauskommen tut man da eigentlich nicht (höhere Gewalt). Empfehlenswert - immer erst fragen bevor Umbauten geplant werden und freundlich bleiben.
Oft werden ganz gute Kompromisse geschlossen die beide Seiten zufriedenstellt. Das ganze ist Länder- und Kreisabhängig. Übrigens werden Zuschüsse nur gezahlt, wenn vor den Umbaumaßnahmen entsprechende Antrage eingereicht werden. Im nachhinein gibt es nie was....
Im Bild ist ein Einzeldenkmal in Obernburg am Main zu sehen. Wir arbeiten sehr viel mit der Denkmalpflege zusammen (mein Freund ist Kirchenmalermeister und Fachmann im Bereich Fachwerkhäuser und Denkmalpflege). Bisher sind wir immer zu zufriedenstellenden Ergebnissen für Bauherren und Denkmalpfleger gekommen. Unser Einzeldenkmal habe ich bei meinen Bildern hinterlegt.

Gruß, Ariane Breitenbach



Erst mal Glückwunsch zur Denkmaleigenschaft,



denn das kann Ihnen viel Geld für unnütze Verschlimmbesserungen sparen. Versuchen sie mal ein paar alternative Infos aufzunehmen und notfalls biete ich Ihnen auf dem letzten Link auch noch paar feine Infos gegen den Denkmalschutz.

Die Links:


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