Hausbock Bekämpfung im Jahre 1984 wie lange gibt das Schutz?




Guten Abend.
Im Jahre 1984 wurde in dem jetzt von uns bewohnten Reihenhaus im Dachstuhl Hausbockbefall festgestellt und auch durch eine Fachfirma für Holzschutz behandelt. Das Mittel war Avenarol 65
Prüf Nr. PA V 670 Ib,Iv,S,W. Einbringverfahren: Spritz
Menge: 360 ml/m2. Jetzt möchte ich das Haus verkaufen. Da ich dem neuen Eigentümer ja von diesem ehemaligen Befall berichten muss und dies auch tun werde, möchte ich gerne fragen, wie lange dieses Mittel gegen Hausbockbefall wirksam ist und ob mit einer Bekämpfung damals auch wirklich ausreichend Schutz gegeben ist. Wir haben mit unserem Nachbarn einen durchgehenden Dachstuhl. In beiden Häusern ist bei der Bekämpfung gleich verfahren worden.
Seit dem haben weder wir noch unser Nachbar wieder Fraßspuren oder sonstige Anzeichen eines Befalles gefunden.
Ich möchte nicht, dass mir durch den Verkauf später irgendwelche Gewährleistungsansprüche angelastet werden.
Über eine Auskunft wäre ich sehr froh und bedanke mich im Voraus sehr herzlich.
Viele Grüße aus dem hohen Norden, Christine





Hallo,

der Befall von 1984 dürfte damit sicher vom Tisch sein, vor einem Neubefall ist man aber nie sicher gefeit.
Bieten Sie doch dem Käufer eine erneutes Gutachtung des Dachstuhls an.
Dann währen Sie und er auf der sicheren Seite.

Grüße aus Schönebeck



Hausbock Bekämpfung im Jahre 1984 wie lange gibt das Schutz?



Hallo,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Ich wollte sowieso noch eine Begutachtung durch einen Haussachverständigen machen lassen, wegen des Kaufpreises. Dann kann der das gleich mit übernehmen.
Einen schönen Abend wünsche ich noch.
Gruß Christine



Dokumentierte Kontamination



Hallo,
meines Wissens enthält Avenarol 65 Lindan. Die Mindesteinbringmenge, die einen Bekämpfungserfolg garantieren soll liegt bei 350 ml/m2 (habe ich schnell nachgeschlagen).
Leider wirkt Lindan nicht nur bei Insekten als Nervengift, sondern auch beim Menschen. Sie müssen daher davon ausgehen, dass sie im Besitz eines kontaminierten Dachbodens sind. Diesen Mangel sollten Sie dem Käufer unbedingt mitteilen.

Interessantes hierzu von einem Kollegen:
http://fachwerkhaus.historisches-fachwerk.com/fachwerk/index.cfm/ly/1/0/forum/a/showForum/56041$.cfm

In der Regel ist Lindan auch nach Jahrzehnten z.T. in hohen Dosen im Holz nachweisbar. Untersuchungen zum Abbau im Holz sind mir nicht bekannt. Vielleicht kann hier jemand anderes weiterhelfen?

Gruß
Boris Blenn





Oh vielen Dank für Ihre Informationen. Das sind ja ganz neue Aspekte. Da bin ich aber geplettet. Da wohnt man 20 Jahre ahnungslos in einer Gifthütte. Bis vor 1 Woche wusste ich nicht einmal von dem Holzbockbefall. Das hat uns der Voreigentümer auch schon verschwiegen. Das habe ich über einen Nachbarn erfahren. So wird man überrascht.
Naja. Shit happens.
Vielen Dank noch einmal für Ihre Antwort
Gruß Christine